Pandemie

Spanien-Urlaub im Corona-Hochrisikogebiet - Das müssen Touristen wissen

Spanien wurde vom RKI zum Corona-Hochrisikogebiet eingestuft. Beim Urlaub müssen daher einige Regeln beachtet werden. Was sich jetzt für Reisende ändert.

Madrid – Während sich in Deutschland die Corona-Fallzahlen weiterhin auf einem niedrigen Niveau bewegen, spitzt sich die Corona-Lage in Spanien zu. Nachdem die Infektionszahlen lange Zeit stabil geblieben waren, steigt die Zahl der Neuinfektionen laut Auswärtigem Amt in ganz Spanien wieder an und beträgt auch auf den Balearen und Kanaren mehr als 400 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage.

Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 356,4 (Stand: 02.08.2021 Quelle: Johns Hopkins University). Deutschland hat daher reagiert: Spanien gilt nun als Hochrisikogebiet. Für Reisende gelten bei der Rückkehr nach Deutschland daher strengere Regeln.

Menschen liegen am Strand von Arenal. Ab Dienstag (27.07.2021) gilt Spanien angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen als Hochrisikogebiet.

Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Die Quarantänezeit kann durch einen negativen Test auf fünf Tage verkürzt werden. Das Auswärtige Amt warnt vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen“ nach Spanien. Auch die Balearen und Kanaren würden hohe Neuinfektionen aufweisen. Trotz der steigenden Corona-Fallzahlen sind in Kassel-Calden die ersten Flüge nach Mallorca gestartet.

Urlaub in Spanien trotz Corona: Was Reisende beachten müssen

Eine Einreise sei laut Auswärtigem Amt dennoch möglich. Allerdings müssen Reisende ab zwölf Jahren aus einem Risikogebiet dafür entweder einen negativen Corona-Test (nicht älter als 48 Stunden), den Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung vorlegen.

Da Deutschland derzeit nicht als Risikogebiet zählt, müssen Urlauber, die direkt mit dem Flugzeug nach Spanien reisen, keinen negativen Covid-19-Test und auch keinen Impfschutz mehr nachweisen. In jedem Fall wird aber ein entsprechendes Einreiseformular zur Gesundheitskontrolle verlangt.

Reisende, die auf dem Landweg über Frankreich nach Spanien kommen, müssen weiterhin ein negatives Testergebnis, den Nachweis einer Impfung oder Genesung vorlegen. Es ist ausreichend, wenn die Zertifikate auf Deutsch verfasst sind.

Urlaub während der Pandemie – Beliebte Länder im Corona-Check

Urlaub in Spanien trotz Corona: Das gilt bei der Rückkehr nach Deutschland

Seit Sonntag (01.08.2021) gelten für Reiserückkehrer nach Deutschland strengere Regeln: Jeder muss - unabhängig aus welchem Land er kommt und vom Verkehrsmittel, mit dem er reist - bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen oder vollständig geimpft sein oder als genesen gelten. Ausnahme: Kinder unter 12 Jahre.

Aufgrund der allgemeinen Testpflicht für Reiserückkehrer wurde die Einstufung der einfachen Risikogebiete gestrichen. Ab sofort gelten für Rückreisende über die Testpflicht hinausgehende Regeln nur noch bei vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Corona-Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet eingestuften Ländern. Eine Auch das digitale Einreiseformular muss nur noch für diese Länder ausgefüllt werden. Folgende Regeln gelten:

Einstufung des RKIRegeln für Reiserückkehrer
Hochrisikogebiet:Ungeimpfte müssen 10 Tage in Quarantäne, Freitestung ab dem 5. Tag möglich, Kinder unter 12 Jahre müssen 5 Tage in Quarantäne
Virusvariantengebiet:Allgemeine Testpflicht vor Einreise gilt auch für Geimpfte und Genesene, Quarantäne von 14 Tagen für Ungeimpfte, Geimpfte und Genesene sowie Kindern ab 12 Jahre, Freitestung nicht möglich, Geimpfte können Quarantäne beenden, wenn sie mit einem gegen die Variante wirksamen Impfstoff (laut RKI) geimpft wurden und ihren Impfausweis übermitteln

Hier gibt es die Kosten für Corona-Tests und Bußgelder im Überblick.

Urlaub in Spanien: Katalonien ist Corona-Hotspot – Regierung zieht Konsequenzen

Die steigenden Corona-Fallzahlen in Katalonien* ziehen nun allerdings Konsequenzen nach sich. Zur Eindämmung der Pandemie wurde eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 1 und 6 Uhr verhängt. Auch die beliebte Urlaubsstadt Barcelona ist davon betroffen. Zudem müssen die Innenräume von Vergnügungslokalen geschlossen bleiben.

Insgesamt wurden aber zahlreiche Corona-Maßnahmen in Spanien gelockert. Die Maskenpflicht im Freien wurde aufgehoben. Masken müssen demnach nur noch getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann. In Regionen auf dem Festland mit einer Inzidenz unter 50 dürfen sogar Clubs öffnen. Ab 3 Uhr gibt es eine Sperrstunde.

Einstufung von Spanien als Corona-Hochrisikogebiet: Reisende müssen Regeln für Balearen beachten

Auf den Balearen mit Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera müssen Reisende noch einiges beachten. Zwar sind die Beschränkungen für private Treffen aufgehoben, die Regionalregierung empfiehlt aber dringend, sich in der Öffentlichkeit nicht mit mehr als 15 Personen im Freien und nicht mehr als zehn Personen in Innenbereichen zu treffen.

In der Gastronomie dürfen Gäste von 6 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts bewirtet werden. Im Innenbereich dürfen bis zu sechs Personen an einem Tisch sitzen, im Außenbereich bis zu zwölf. (kas) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Clara Margais/dpa

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