Verschwörungsideologie

Prominente QAnon-Aktivistin und Impfgegnerin an Covid gestorben

QAnon-Verschwörungsideologen sind immer wieder an Protesten gegen Corona-Impfungen und Maßnahmen beteiligt. Eine Aktivistin der Bewegung ist jetzt an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. (Archivfoto)
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QAnon-Verschwörungsideologen sind immer wieder an Protesten gegen Corona-Impfungen und Maßnahmen beteiligt. Eine Aktivistin der Bewegung ist jetzt an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. (Archivfoto)

Eine Verschwörungsideologin und Impfgegnerin in den USA stirbt an den Folgen einer Corona-Infektion.

Kalifornien – Die QAnon-Aktivistin Cirsten Weldon ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Weldon war eine prominente Coronaleugnerin und Impfgegnerin. In rechtsradikalen Netzwerken hatte sie tausende Follower. Dort nutzte sie ihren Einfluss, um die Regierung von Joe Biden zu kritisieren und vor Corona-Impfungen zu warnen.

In ihren Videos und Posts kritisierte Cirsten Weldon immer wieder die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in den USA. Dabei attackierte sie immer wieder den Immunologen und Direktor des „National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ Anthony Fauci. Der Gesundheitsexperte müsse „an einem Seil aufgehängt werden“, forderte die QAnon-Aktivistin.

QAnon-Aktivistin stirbt nach Corona-Infektion, zuvor hetzte sie gegen Geimpfte

Nur Idioten ließen sich impfen, war ebenfalls eine Ansicht Weldons. Die Impfstoffe töteten Menschen, behauptete die QAnon-Aktivistin gegenüber Personen, die auf ihre Corona-Impfung warteten. Weldon schrie laut einem Bericht des Nachrichtenportals The Daily Beast die Menschen an, es bleiben zu lassen. „So leichtgläubig sind diese Idioten. Sie werden alle geimpft“, sagte sie in dem Video.

Ende Dezember 2021 bekam die QAnon-Aktivistin dann selbst Corona-Symptome. In einem letzten Video über einen möglichen Sturz der Regierung durch Rechtsradikale war sie deutlich erkennbar verschwitzt und musste mehrmals husten. Gleich zu Beginn des Videos beschwerte Weldon sich, erschöpft zu sein. Kurz nach Erscheinen des Videos, wurde sie in ein Krankenhaus in Kalifornien eingeliefert. Am 31. Dezember 2021 postete sie auf Instagram ein Bild von sich, das sie mit Sauerstoffmaske zeigt. In dem Post behauptete sie, im Krankenhaus in Kalifornien beinahe an einer bakteriellen Lungenentzündung gestorben zu sein.

Sie weigere sich, „Faucis Remdesivir“, ein antivirales Medikament, zu nehmen, erklärte Cirsten Weldon laut der britischen Zeitung Independent auf Telegram. Am Freitag (07.01.2022) wurde schließlich öffentlich, dass die QAnon-Aktivistin an den Folgen der Corona-Infektion gestorben ist.

Impfgegnerinnen in den USA: Mehrere Todesfälle durch Folgen einer Corona-Infektion

Cirsten Weldon ist nicht die einzige QAnon-Aktivistin und Coronaleugnerin, die an den Folgen des Virus gestorben ist. Die Aktivistin Veronica Wolski ist aus demselben Grund gestorben. Ihre Anhänger hatten zuvor das Krankenhaus aufgefordert, sie mit Entwurmungsmittel zu behandeln.

Auch der Impfgegner und TV-Prediger Marcus Lamb ist nach einer Corona-Infektion gestorben*. Verschwörungsideologen sehen die Tode ihrer Führungsfiguren jedoch nicht als Beleg für die Gefahr einer Infektion an. Wie der Independent berichtet, kursieren Verschwörungserzählungen, ihre Idole seien während der Krankenhausaufenthalte ermordet worden. (Max Schäfer) *fr.de ist ein Angebot von IPPPEN.MEDIA.

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