Impfschutz gegen Corona-Varianten

Corona-Varianten: Moderna passt Impfstoff an - Studien-Ergebnisse überraschen

Begehrtes Gut: Die Lage ist höchst unübersichtlich geworden. Wer auf seine Impfung wartet, steht mittlerweile oft auf zahlreichen Wartelisten.
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US-Hersteller Moderna passt seinen Corona-Impfstoff an die mutierten Varianten an. Erste Ergebnisse der klinischen Studie machen Hoffnung. (Symbolbild)

Die Impfungen sind eine wichtige Waffe im Kampf gegen das Coronavirus und dessen Mutanten. Deshalb passte Hersteller Moderna seinen Impfstoff an und liefert gute Studien-Ergebnisse.

Die Corona-Pandemie ist in Deutschland noch immer in vollem Gange, doch auch die Impfkampagne läuft auf Hochtouren. Laut Robert-Koch-Institut wurden mittlerweile 268.787 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun 7.813.381 Personen, also 9,4  Prozent der Gesamt­bevölkerung, vollständig geimpft (Stand: 9. Mai). In diesem Sinne verabschiedete die Bundesregierung eine Verordnung, die vollständig Geimpften und Genesenen* mehr Freiheiten einräumt.

Aber wie gut wirkt der Impfschutz gegen die grassierenden und vielfältigen Corona-Varianten? Wissenschaftlich wurde das bisher noch nicht geklärt. Allerdings kamen die Forscher zu einer anderen überraschenden Erkenntnis: Laut einer Studie soll es sich bei Covid-19 um keine Atemwegserkrankung handeln, sondern um eine Gefäßerkrankung*, wie echo24.de* berichtet. Doch zurück zum Impfstoff. Berichten zufolge soll der US-Hersteller Moderna sein Vakzin an die mutierten Varianten angepasst haben.

Im Kampf gegen Corona-Mutanten: US-Hersteller Moderna passt seinen Impfstoff an

Das Coronavirus verpasste der Welt einen heftigen Schlag und löste eine Pandemie aus. Doch vor allem die Wissenschaftler haben nicht tatenlos zugesehen, wie die Welt im Chaos versinkt und machten sich daran, einen Impfstoff zu entwickeln. Jetzt, seit über einem Jahr mit dem Coronavirus, gibt es einige Impfstoffe gegen das Virus auf dem Markt. Um die Wirksamkeit der Vakzine unter Beweis zu stellen, wurden unzählige Studien veröffentlicht - unter anderem auch zu Nebenwirkungen.

Hersteller/EntwicklerModerna, NIAID
ForschungsnamemRNA-1273
Art des ImpfstoffsRNA
ApplikationsformIntramuskuläre Injektion

So soll eine Untersuchung aus Großbritannien wichtige Erkenntnisse zu Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit mRNA-Impfstoffen* von Biontech und Moderna liefern. Bisher gibt es allerdings nur wenige Studien, dass die vorhandenen Impfstoffe auch gegen die Corona-Mutanten ausreichend wirken. Der US-Hersteller Moderna hat deswegen rechtzeitig reagiert und seinen Impfstoff an die südafrikanische Variante angepasst und veröffentlichte dazu die ersten vielversprechenden Studien-Ergebnisse.

Angepasster Corona-Impfstoff: Studie liefert gute Ergebnisse

Laut einer klinischen Studie habe das angepasste Vakzin gute Ergebnisse erzielt, berichtet n-tv.de. Es kurbelte die Bildung von Antikörpern an, die Geimpfte vor der Südafrika-Mutation schützen könnten. Das teilte eine Forschergruppe zu den vorläufigen Ergebnissen mit. Es liege auch im Bereich des Möglichen, dass der veränderte Impfstoff auch gegen die brasilianische Variante schützen könnte.

„Während wir versuchen, die anhaltende Pandemie zu besiegen, bleiben wir entschlossen proaktiv, wenn sich das Virus weiterentwickelt“, sagte Stéphane Bancel, Vorstandsvorsitzender von Moderna laut einer Mitteilung des Unternehmens. „Wir sind von diesen neuen Daten ermutigt und bestärkt, dass unsere Booster-Strategie vor diesen neu entdeckten Varianten schützt.“ Aber wie kamen die Forscher zu diesen vielversprechenden Studien-Ergebnissen?

Studie zu Corona-Varianten: Studienteilnehmer bereits geimpft - Schutz gegen drei Varianten

Wie n-tv.de weiter berichtet, soll der angepasste Impfstoff an Studienteilnehmern getestet worden sein, die bereits beide Dosen des herkömmlichen Moderna-Impfstoffes bekommen haben. Die Forscher stellten fest, dass der Großteil der Teilnehmer gute Abwehrwerte gegen die ursprüngliche Form des Coronavirus entwickelt haben. Die Immunität gegen die südafrikanische Variante B.1.351 und die brasilianische Mutante P.1 ließ jedoch zu wünschen übrig. Bei der Hälfte der Getesteten lag sie sogar unterhalb der Nachweisgrenze. Das heißt: Mit dem ursprünglichen Impfstoff kann also nur eine eingeschränkte Schutzwirkung gegen die beiden Mutationen erzielt werden.

Vor der dritten Impfung wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Demnach erhielt eine Gruppe der Teilnehmer eine Auffrischung mit dem angepassten Vakzin, die andere Gruppe bekam erneut den ursprünglichen Impfstoff gespritzt. Nach dieser dritten Dosis zeigte sich ein Anstieg von neutralisierenden Antikörpern gegen alle Varianten des Coronavirus. Die besten Ergebnisse erzielte der angepasste Impfstoff gegen die südafrikanische Variante. Eine dritte Impfung mit dem herkömmlichen Vakzin dagegen zeigte etwas bessere Ergebnisse bei der Bildung von Antikörpern, die sich gegen die P.1-Variante richten.

Corona-Varianten: Studien-Ergebnisse - Guter Schutz nach dritter Impfung?

Ob der angepasste Moderna-Impfstoff tatsächlich besser gegen die Coronavirus-Varianten hilft, bleibt abzuwarten. Die Ergebnisse der Studie könnten aber auch darauf hinweisen, dass durch eine dritte Impfung mit dem herkömmlichen Impfstoff des Herstellers Moderna eine gute Schutzwirkung gegen die beiden besorgniserregenden Mutationen erzielt werden kann. Insgesamt wurde die Verträglichkeit des angepassten Impfstoffes als gut eingestuft.*echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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