1. Startseite
  2. Welt

„Corona-Kit“ zur Selbstinfektion: Mann bietet Coronaviren im Internet an

Erstellt:

Von: Helena Gries

Kommentare

Zur Selbstinfektion und anschließenden Anspruch auf ein Genesenennachweis hat ein Mann in den Niederlanden sogenannte Corona-Kits mit Coronaviren und einem Schnelltest im Internet angeboten. (Symbolbild)
Zur Selbstinfektion und anschließenden Anspruch auf ein Genesenennachweis hat ein Mann in den Niederlanden sogenannte Corona-Kits mit Coronaviren und einem Schnelltest im Internet angeboten. (Symbolbild) © Frank Molter/dpa

Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der im Internet die Lieferung von Coronaviren zur Selbstinfektion angeboten haben soll.

Den Haag/Kassel - In den Niederlanden wurde ein Mann von der niederländischen Finanzpolizei festgenommen. Er soll im Internet die Lieferung von Coronaviren zur Selbstinfektion angeboten haben.

Der Tatverdächtige stehe in Verbindung mit einer entsprechenden Homepage, die inzwischen abgeschaltet worden sei, berichtete die Einheit für Betrugsbekämpfung des Finanzministeriums (FIOD) in Den Haag.

Handel mit Coronaviren im Internet: „Corona-Kit“ für 33,50 Euro

Auf der Homepage sei für 33,50 Euro die Zustellung eines sogenannten „Corona-Kits“ per Post angeboten worden, berichtete die niederländische Zeitung De Telegraaf am Samstag (11.12.2021). Angeblich soll es ein Röhrchen mit einer Viren-Flüssigkeit sowie einen Corona-Selbsttest enthalten haben. Die Anbietenden versprachen demnach, dass die Viren nicht älter als drei Monate seien und Käuferinnen und Käufer damit „sicher sein können, dass auch die letzten Mutationen und Varianten mit dabei sind“. 

Potenziellen Käuferinnen und Käufern wurde laut FIOD versprochen, dass sie sich nach Selbstinfektion und überstandener Erkrankung bei den Gesundheitsbehörden eine Bescheinigung für Genesene gemäß der 2G-Regel ausstellen lassen könnten.

Nach Verkauf von „Corona-Kits“: Polizei lässt Verdächtigen wieder frei

Der Verdächtige sei inzwischen wieder auf freiem Fuß. „Die weiteren Ermittlungen müssen zeigen, ob er etwas verkauft hat und wenn ja, wie viel und ob das überhaupt wirkt“, sagte ein FIOD-Sprecher der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.

Die Behörde für Gesundheitsfürsorge warnte im Rahmen der aktuellen Geschehnisse vor Selbstinfektionen: „Wer sich gezielt selbst ansteckt, bringt schuldhaft die öffentliche Gesundheit in Gefahr“, erklärte eine Sprecherin. (Helena Gries mit dpa)

Seit Mitte November gelten in den Niederlanden neue Corona-Beschränkungen. Erst kürzlich ist es bei Protesten gegen die Corona-Beschränkungen in den Niederlanden erneut zu Ausschreitungen gekommen. In mehreren niederländischen Städten legten Randalierer Brände, zerstörten Bushaltestellen und zündeten schwere Feuerwerkskörper.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion