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Omikron-Variante doch gefährlicher als gedacht? Studie liefert neue Details

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Von: Natascha Terjung

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Mit der Corona-Variante Omikron können sich Menschen leichter anstecken, erkranken aber wohl nicht schwer. Eine neue Studie aus den USA widerlegt das.

Boston – Die Omikron-Variante des Coronavirus soll zwar ansteckender sein, dafür aber einen milderen Krankheitsverlauf als andere Corona-Varianten haben. Eine US-amerikanische Studie zeigt jetzt aber etwas anderes: Die Omikron-Variante soll so gefährlich wie andere Varianten sein. „Wir haben festgestellt, dass die Risiken von Krankenhausaufenthalten und Sterblichkeit zwischen den Perioden nahezu identisch waren“, heißt es in der Studie. Untersucht wurden Krankenakten von 130.000 Corona-Patient:innen der vergangenen zwei Jahre, als weltweit verschiedene Varianten des Coronavirus dominierten.

Für die Studie, die derzeit noch überprüft wird, wurden unter anderen die Akten einer der größten Gesundheitsorganisation, Mass General Brigham – darunter 13 Krankenhäuser in Massachusetts – mit Impfdaten des Bundesstaates Massachusetts verglichen. Die untersuchten Patientinnen und Patienten hatten in einem Zeitraum von Dezember 2020 bis Februar 2022 einen positiven PCR-Test.

Dabei wurde festgestellt, dass in den Wintermonaten mehr Menschen an Corona erkrankt waren, als im Frühling und Sommer. Ein Überblick:

CoronafälleZeitraum
36.682Dezember 2020 bis Februar 2021
10.281März 2021 bis Juni 2021
18.892Juli bis November 2021 (Delta-Variante)
65.317Dezember 2021 bis Februar 2022 (Omikron-Variante)

Studie zu Corona: Risiko für Krankenhausaufenthalte stieg während der Omikron-Welle

Obwohl die Zahl der Coronafälle gestiegen ist, während die Omikron-Variante dominierte, ist das Risiko für Krankenhausaufenthalte und das Sterberisiko niedriger als in den drei vorherigen Zeiträumen gewesen. Während der Omikron-Welle betrug das Risiko für Krankenhausaufenthalte 12,7 Prozent für die in der Studie verwendeten Corona-Fälle. Für den Zeitraum von Dezember 2020 bis November 2021 lag der Wert zwischen 14,2 und 15,8 Prozent.

Diese Symptome deuten auf eine Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus hin.

Unter Berücksichtigung von demografischen Unterschieden, Begleiterkrankungen und des Impfstatus deuteten die Studien-Ergebnisse allerdings daraufhin, dass die Omikron-Variante ebenso so tödlich sei wie die vorherigen Corona-Varianten. Das Risiko für Krankenhausaufenthalte weise zwar ein weniger beständiges Muster auf, dafür sei es aber höher als im Winter 2021/21 und niedriger als im Frühling 2021. Während der verschiedenen Corona-Wellen habe sich die Verteilung der Herkunft, des Alters und Geschlechts sowie die Komorbiditäten-Rate, also die Rate zusätzlicher Erkrankungen neben Covid-19, geändert. Diese Faktoren stünden mit unterschiedlichen Schweregraden einer Corona-Infektion in Verbindung. Eine andere Studie zeigte bereits, dass sogar die Blutgruppe das Risiko an Corona zu erkranken beeinflussen kann.

Das Risiko, mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus zu landen oder sogar daran zu sterben, ist laut der US-Studie bei einer Omikron-Infektion ebenso hoch wie bei anderen Varianten. (Symbolbild)
Das Risiko, mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus zu landen oder sogar daran zu sterben, ist laut der US-Studie bei einer Omikron-Infektion ebenso hoch wie bei anderen Varianten. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Die Autor:innen der Studie gaben zu bedenken, dass ihre Untersuchung einige Einschränkungen habe. Das sei zum einen der Impfstatus, der nur auf den Daten des US-Bundesstaates Massachusetts basiert. Zum anderen seien nur Personen mit einem positiven PCR-Test in der Studie berücksichtigt worden. Das schließe keine Menschen mit ein, die mit einem Schnell- oder Selbsttest positiv auf Corona getestet wurde. (ter)

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