Gesundheitsminister warnt

„Absolutes Tabu“: Menschen in Baden-Württemberg entsorgen ihren Mundschutz auf fatale Weise

Um das Coronavirus in Baden-Württemberg einzudämmen, hat die Landesregierung eine Maskenpflicht erlassen. Doch manche wissen anscheinend nicht, wie man den gebrauchten Mundschutz richtig entsorgt.

  • Trotz Kontaktbeschränkungen und Mindestabstand breitet sich das Coronavirus in Baden-Württemberg weiterhin aus.
  • Die Landesregierung hat zur Eindämmung von Covid-19 deshalb das verpflichtende Tragen einer Schutzmaske eingeführt.
  • Immer mehr Mundschutzmasken und Einweghandschuhe landen in Altkleider-Containern - das ist aus mehreren Gründen problematisch.

Stuttgart - Die Landesregierung hat Ende April aufgrund der anhaltenden Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) eine Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske eingeführt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte mit dem Kabinett beschlossen, dass ab dem 27. April eine Maskenpflicht gilt* und jeder Bürger wegen Covid-19 in Baden-Württemberg einen Mund-Nasen-Schutz in Läden sowie Bussen und Bahnen tragen muss.

Um die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg* unter Kontrolle zu halten, wird das Tragen einer Maske auch an allen anderen Orten empfohlen, an denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Vor allem bei der Verwendung von Einweg-Schutzmasken sammeln sich schnell eine ganze Menge Masken an, die entsorgt werden müssen - und viele Bürger wissen offenbar nicht, wie sie das korrekt tun sollen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Immer mehr Einweg-Mundschutzmasken werden nach Gebrauch in der Altkleidersammlung entsorgt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Gebrauchte Schutzmasken gehören nicht in die Altkleidersammlung

Umweltminister Franz Untersteller von den Grünen sagte laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch in der Landeshauptstadt Stuttgart*, dass gebrauchte Schutzmasken und Einweghandschuhe im Restmüll entsorgt werden müssten. Zuletzt seien immer mehr Masken und Handschuhe, die zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg von den Bürgern getragen werden, anschließend in der Altkleidersammlung gelandet.

Einweghandschuhe und gebrauchte Schutzmasken, die als Maßnahme zum Infektionsschutz wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg* eingesetzt werden, dürfen nicht wiederverwendet werden und gehören deshalb nicht in den Altkleider-Container. „Das ist schon allein aus hygienischen Gründen ein absolutes Tabu“, sagte Untersteller laut dpa in Stuttgart. Zudem sei die Altkleidersammlung ohnehin schon stark von der Corona-Pandemie getroffen. Der Export und Absatz von Secondhandkleidung sei eingebrochen und es werde zunehmend schwieriger, die Sammlung von Alttextilien aufrechtzuerhalten.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Maskenpflicht wird nicht von allen Bürgern akzeptiert

Um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg einzudämmen, wurden in den aktuell geltenden Corona-Verordnungen des Landes Hygieneauflagen festgelegt - darunter auch die Maskenpflicht. Schon mehrfach haben hunderte Menschen auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart dagegen demonstriert. Ministerpräsident Winfried Kretschmann* hatte sich bereits alarmiert zu den Corona-Demonstrationen in Stuttgart geäußert. Einem Bericht des Innenministeriums zufolge halten sich viele Demonstranten nicht an die Hygienevorschriften.

Zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg gelten neben der Maskenpflicht auch Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen. Die Maskenpflicht scheint für manche Bürger jedoch das größte Ärgernis zu sein. Eine Frau aus Baden-Württemberg hat am Verwaltungsgerichtshof in Mannheim sogar Klage gegen die Maskenpflicht eingereicht*, mit der Begründung, sie fühle sich mit der Maske beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Lächerlichkeit preisgegeben.

*BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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