News-Ticker

Corona in Bayern: Medikamenten-Durchbruch in München? Studie liefert nun Ergebnisse, die hoffen lassen

Ab Montag tritt in Bayern die von Ministerpräsident Söder verkündete Maskenpflicht in Kraft. Hoffnung auf schnelle Lockerungen gibt es offenbar nicht. Der Corona-News-Ticker.

  • Bayern und Baden-Württemberg wollen in der Corona*-Krise gemeinsam vorgehen.
  • Markus Söder teilte auf der Pressekonferenz gegen Armin Laschet aus.
  • Bayerns Ministerpräsident machte der Gastronomie außerdem wenig Hoffnung.
  • Hier finden Sie unseren Wegweiser zur Berichterstattung und die bisherigen Corona-News aus Bayern. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Bayern als Karte. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen. Das Wichtigste zum Thema gibt es auch auf unserer brandneuen Facebook-Seite Corona News. Jetzt Fan werden.

Update, 28. April, 14 Uhr: Der Münchner SPD-Politiker berichtet über einen Horror-Krankheitsverlauf am Beatmungsgerät nach einer Coronavirus-Infektion in München. Obwohl er erst 44 Jahre alt ist und keine Vorerkrankungen hatte.

19.40 Uhr: Dieser Ticker endet hier. Alles aktuellen Informationen finden Sie in unserem neuen Ticker zur Coronvirus-Krise in Bayern.

19.25 Uhr:  Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat in einem Interview Kanzlerin Angela Merkel (CDU), den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für deren Arbeit in der Corona-Krise überschwänglich gelobt.

Zugleich kritisierte der Fußball-Funktionär Forderungen aus der Gesellschaft, wonach die aktuellen Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie in Deutschland und Bayern nicht ausreichen würden.

„Außerdem würde ich mich sehr freuen, wenn sich manche Öffnungs- und Lockerungsfanatiker, die zurzeit in den Meinungsumfragen nicht so gut abschneiden, etwas mehr zurücknehmen würden“, sagte Hoeneß dem Kicker: „Es kann nicht sein, dass für eine oder zwei Wochen mehr Spaß auch nur ein einziger Mensch mehr stirbt. Das kann keiner von uns verantworten.“

Am 10. Mai ist Muttertag - doch aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Bayern stand es bislang schlecht um Besuche. Nun äußert sich Markus Söder.

Nachdem eine Patientin in einer Klinik im Landkreis Deggendorf nach einer Infektion mit dem Coronavirus* verstarb, ermittelt nun die Kripo.

Coronavirus in Bayern: Über 41.000 Menschen infiziert  

14.21 Uhr: In Bayern gibt es bei den Coronavirus-Infektionen ein Plus von 344 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Covid-19-Fälle ist damit auf 41.295 gestiegen, teilt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Sonntag mit (Stand 26. April, 14.21 Uhr). 

Binnen 24 Stunden starben demnach 29 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus, zehn davon im Landkreis Rosenheim. Bisher sind demnach 1.613 Todesopfer in Bayern zu beklagen.

Coronavirus-Infizierte

(Stand 26. April, 14.21 Uhr)

Todesfälle

(Stand 26. April, 14.21 Uhr)

Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

(LGL)

41.295

1.613

 

Corona-Maskenpflicht in Bayern: Polizei droht Wiederholungstätern 

13.28 Uhr:Ab Montag gilt in Bayern eine Makenpflicht. Jeder ab seinem sechsten Geburtstag muss beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat dazu aufgerufen, die ab Montag geltende Maskenpflicht konsequent zu befolgen.

Wer ohne Maske, Schal oder Halstuch erwischt wird, muss 150 Euro Strafe zahlen. Besonders teuer wird ein Verstoß für Ladenbesitzer: Tragen die Mitarbeiter keinen Mund-Nasen-Schutz, sind 5000 Euro fällig. Die Afd-Fraktion im Bayerischen Landtag kritisiert die Strafen und hält diese teils für überzogen.

Im Landkreis und Stadt Rosenheim gilt bereit seit Mittwoch eine Maskenpflicht. Dort habe es bislang fast keine Beanstandungen gegeben, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Sonntag in einer Bilanz der Corona-Einsätze mit. „Die Stadt und der Landkreis Rosenheim gelten als einer der ‚Corona-Hotspots‘ in Deutschland (...), so Polizeipräsident Robert Kopp. Die Polizei würde deshalb die Einhaltung der Regeln verstärkt überwachen. Und weiter ist in der Polizeimitteilung zu lesen: „Wer gegen die ‚Maskenpflicht‘ verstößt muss mit einer Anzeige und einer Geldbuße von 150 Euro rechnen, die im Falle von wiederholten Verstößen verdoppelt werden kann!

Wie stark sich das Verhalten der Bayern durch die Corona-Krise auch an anderer Stelle gezeigt hat, beweisen neue Daten von Google und Apple: Sie haben ihre Mobilität massiv eingeschränkt - doch inzwischen zeigt sich in Bayern ein neuer Trend

Coronavirus in Bayern: Notbetreuung für Kitas wird am Montag ausgebaut

12.58 Uhr: Die Notbetreuung von Kindern in Bayern wird ab Montag ausgebaut. Die notwendigen Antragsformulare seien ab sofort online abrufbar, teilte das Familienministerium mit. Die neue Regelung soll vor allem erwerbstätige Alleinerziehende entlasten. Auch wenn nur ein Elternteil in einem sogenannten systemkritischen Beruf arbeitet, kann das Kind nun beaufsichtigt werden.

Lehrer, Steuer- und Rechtsberater sowie Seelsorger haben ab Wochenbeginn ebenfalls Anspruch auf eine Notbetreuung für ihre Kinder. Voraussetzung sei aber immer, dass das Kind nicht von einer volljährigen Person im Haushalt beaufsichtigt werden könne, betonte das Ministerium.

Nach einer Handreichung des Ministeriums wird Erzieherinnen und Erziehern ein Mund-Nasen-Schutz empfohlen, wenn sie zu den Kindern in bestimmten Situationen keinen Abstand von 1,5 Meter einhalten können.

Coronavirus: Bayern vermeldet mindestens 1596 Todesfälle 

11.32 Uhr: Das Robert-Koch-Institut hat neue Zahlen auf seiner Webseite veröffentlicht. Bayern verzeichnet laut dieser Statistik mit 40.912 Corona-Fällen besonders viele Infektionen. Im Vergleich zum Vortag hat es demnach ein Plus von 365 Corona-Infektionen gegeben. Bisher sind in Bayern 1.596 Todesfälle registriert. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 313,2 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 185,4. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen weist mehr Corona-Infizierte und auch mehr Todesfälle in Bayern auf. Die Daten sind nach Angaben der Webseite vom 25. April, 10 Uhr. 

Infizierte

(Stand 26. April, 11.44 Uhr)

Todesfälle

Robert-Koch-Insitut

RKI

40.912

1.596

Landesamt für

Gesundheit und

Lebensmittelsicherheit

(LGL)

40.951

1.584

   

Coronavirus in Bayern: Ab Montag öffnen Geschäfte - Arbeitsmarkt stark unter Druck 

Update vom 26. April, 8.37 Uhr: Bayern steht eine spannende Woche bevor. Ab Montag (27. April) dürfen endlich wieder kleinere Geschäfte öffnen. Viele Einzelhändlerinnen und Einzelhändler bereiten sich darauf vor. Die Geschäfte müssen strenge Auflagen erfüllen. 

Die Corona-Krise belastet den Arbeitsmarkt in Bayern im April stark. Ein Experte aus dem Arbeitsministerium prognostizierte einen prozentualen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat „im zweistelligen Bereich“. Die Auswirkungen der Beschränkungen der Wirtschaft zur Eindämmung der Pandemie seien in diesem Monat deutlich zu spüren. Die normalerweise im April einsetzende Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt werde wegen der Krise ausfallen.

Im März waren im Freistaat 231.000 Menschen ohne Job. Die Quote lag bei 3,1 Prozent. Im April 2019 war die Arbeitslosigkeit auf den tiefsten Stand für diesen Monat seit 1991 gesunken - damals zählten die Arbeitsagenturen 204.000 Arbeitslose, bei einer Quote von 2,8 Prozent. Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur veröffentlicht die Arbeitsmarktzahlen für April am Donnerstag (30. April).

Corona in Bayern: Demo in Nürnberg sorgt für Wirbel

Das waren die News vom 25. April, 21.19 Uhr: In der Nürnberger Innenstadt versammelten sich am heutigen Samstag (25. April) etwa 50 Personen zu einer Demo, wie der Bayerische Rundfunk berichtet. Demnach handelte es sich dabei um eine Ansammlung von Verschwörungstheoretikern und Rechten, die die Corona-Maßnahmen der Regierung kritisieren und sich in Chatgruppen organisiert haben.

Demnach wurde die Versammlung aufgelöst, eine Person soll festgenommen worden sein. Wie es weiter heißt, sollen die Personen bestritten haben, dass es sich um eine Versammlung handle, sie hätten lediglich gemeinsam dort sitzen und meditieren wollen.

Corona in Bayern: Medikamenten-Durchbruch? Leise Hoffnung aus München

18.59 Uhr: Viele stellen sich die Frage, ob es in absehbarer Zeit ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus geben wird. Eine Studie, die unter anderem im Münchner Klinikum Schwabing durchgeführt wird, hat jetzt erste Ergebnisse erzielt. Die Worte des Chefarzts machen dabei vorsichtig Hoffnung*.

16.13 Uhr: Die Frisöre sind sicher: Ab 4. Mai werden sie von Kunden überrannt. Um diese, sich und Angestellte vor Corona schützen zu können, haben sie sich einiges einfallen lassen, wie hier im oberbayerischen Landkreis Miesbach*.

14.31 Uhr: In Bayern sind inzwischen 40.951 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 1.584 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 27.530 Menschen.

Vor Telefonschalte mit Merkel? Söder macht Ankündigung, die Corona-geplagte Bayern ungern hören dürften

14.05 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder* erwartet keine größeren Entscheidungen bei der nächsten Telefonschalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten am 30. April. „Ich finde es gut, sich so oft wie möglich auszutauschen“, sagte der CSU-Chef in einem am Samstag veröffentlichten Focus Online-Interview. „Aber ich würde diesmal nicht allzu viel erwarten. Es wäre sinnvoll, wenn wir nächsten Donnerstag ein Update machen, aber keine zusätzlichen überstürzten Aktionen einleiten.“

Die Situation in Bayern habe sich zwar deutlich verbessert. „Unsere Experten sagen: Wir haben den Freistaat vor dem Schlimmsten bewahrt“, erklärte Söder in dem Gespräch. Trotzdem brauche es Geduld - in der Politik und der Bevölkerung.

„Ich verstehe doch jedes Kind, das draußen mit vielen Freunden spielen will - oder jeden, der mal wieder zum Abendessen ins Restaurant oder in den Biergarten gehen möchte“, sagte Söder. „Aber die Politik sollte von sich aus nicht den Eindruck erwecken, dass Corona kein Problem mehr sei.“

12.27 Uhr: Gibt es bald schon wieder Volksfeststimmung auf Münchens Plätzen? Eine Umfrage zeigt eindeutig, was die Bürger langsam satt haben: in unserem News-Ticker für die Isar-Metropole* halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

12.09 Uhr: Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern, die für die Corona-Krise getroffenen Vereinbarungen zwischen Versicherungen und Wirten zu Auszahlungen neu zu verhandeln. Fraktionschef Ludwig Hartmann warf Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Samstag in München einen „ Kuhhandel mit der Versicherungswirtschaft zulasten unserer Hotel- und Gastronomiebetriebe“ vor.

So gäbe es derzeit nach Kenntnis der Fraktion wegen Leistungen aus der Betriebsschließungsversicherung teilweise für Gastronomiebetriebe kein Kurzarbeitergeld. Außerdem forderten einige Versicherer den Verzicht auf Rechtsmittel - und zwar ebenfalls mit Hinweis auf die bereits ausgezahlten Pauschalleistungen.

Corona-Zoff in Bayern: Grüne knöpfen sich Aiwanger vor - „für ihn eine Nummer zu groß“

„Ein Deal mit juristisch bestens beratenen Versicherungsunternehmen ist für den hemdsärmeligen Minister eine Nummer zu groß“, kritisierte Hartmann. Nun müsse schnell nachverhandelt und „berechtigte Ansprüche der Wirtsleute“ durchgesetzt werden, forderte Manuela Rottmann, Grüne-Obfrau im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestags.

Aiwanger wies die Kritik zurück. „Unser Lösungsvorschlag bedeutet für die bayerische Gastronomie und Hotellerie einen hohen zweistelligen Millionenbetrag, schnell und ohne Gerichtsverfahren“, erklärte der Wirtschaftsminister. „Wer meint, per Klage oder Verhandlung mit seiner Versicherung eine bessere Lösung zu finden, kann das tun und bei der Vielzahl der Fälle erreicht eventuell jemand auch mehr - oder eben am Ende gar nichts.“

Corona-News Bayern: Keine Touristen? Sprecher erklärt, warum Wetter zum großen Problem werden könnte

10.30 Uhr: Ab Montag heißt es im Kampf gegen das Coronavirus in ganz Bayern: Maske auf! Doch gilt das nur in Bus und Läden? Oder auch beim Radeln? Die wichtigsten Antworten im Überblick.

Update vom 25. April, 9.12 Uhr: In der Corona-Krise herrscht auch auf Bayerns Flüssen weniger Betrieb. Auf dem Main-Donau-Kanal sei die Anzahl der Güterschiffe im Vergleich zum Vorjahr um etwa 25 Prozent zurückgegangen, sagte eine Sprecherin der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in Nürnberg.

Tagesausflugsschiffe und Sportboote dürften nicht fahren, und auch die Kabinenschifffahrt ist bis Ende Mai abgesagt. Letztere werde besonders auch von Touristen aus den USA, aus Australien und Asien genutzt, die gar nicht anreisen könnten, so die Sprecherin.

Die Betriebszeiten an den Schleusen seien verkürzt worden. Statt rund um die Uhr werde nur noch zwischen 6 und 22 Uhr gearbeitet. „Nachtfahrten bleiben bei dringendem Bedarf nach Voranmeldung möglich.“ So werde die Schifffahrt durch die kürzere Betriebszeit kaum behindert.

Vergleichbar ist die Situation im Bereich des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Regensburg. Weniger Güterschiffe und keine Touristen- und Ausflugsschiffe, lautet das Fazit des Sprechers. Deswegen sei an den Schleusen weniger Betrieb. Mehr Sorgen bereitet dort das anhaltend trockene Wetter - besonders wegen des staustufenfreien Donauabschnittes zwischen Straubing und Vilshofen.

Corona in Bayern: Teenager (15) verstößt gegen Ausgangsbeschränkung - die harte Strafe folgt prompt 

Update von 19.54 Uhr: Ein Mann (27) hat in Landshut mehrfach gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen und ist deswegen schon zum dritten Mal im Gefängnis. Der 27-Jährige wurde am Donnerstagnachmittag innerhalb von zwei Stunden zwei Mal von der Polizei in der Landshuter Innenstadt angetroffen, während er bewusst Kontakt zu anderen Menschen hatte. Das teilte die Polizei am Freitag mit.

Der Mann hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen und dafür bereits zwei Kurzaufenthalte in einer Justizvollzugsanstalt verbüßt. Die Polizisten nahmen den Wiederholungstäter daher in Gewahrsam. Ein Richter bestätigte die Haft: Der Mann muss erneut einsitzen, dieses Mal bis zum 4. Mai.

Auch einem 15-Jährigen drohte Ärger. Weil er zum wiederholten Mal gegen die Ausgangbeschränkungen in der Corona-Krise verstoßen hat, ist er in Gewahrsam genommen worden. Bis zum 29. April müsse der uneinsichtige junge Mann in einer Justizvollzugsanstalt bleiben, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Einen triftigen Grund für das Verlassen seines Zuhauses konnte er laut Polizei auch dieses Mal nicht nennen.

Hinzugekommen sei, dass der 15-Jährige vermisst gemeldet gewesen sei, hieß es weiter. Die Beamten trafen ihn am Donnerstagnachmittag am Bahnhof Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) an.

Corona in Bayern: Demonstration von Klimaschutzbewegung

Update von 16.35 Uhr: Auch mitten in der Corona-Krise haben in vielen Städten im Freistaat Tausende Menschen unter besonderen Bedingungen an den Protesten der Klimaschutzbewegung Fridays for Future teilgenommen. Bundesweit und auch in Bayern gab es am Freitag zusätzlich zu einem von der Bewegung ausgerufenen digitalen „Netzstreik“ alternative Proteste unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen.

„Wir sind noch da“ und „Gegen Klimawandel gibt es keinen Impfstoff“ stand auf den Plakaten einiger vereinzelter Demonstranten, die sich in Nürnberg vor dem Rathaus aufgestellt hatten - mit Mundschutz und Sicherheitsabstand. „Natürlich verschwindet die Klimakrise nicht, aber sie ist natürlich nicht mehr so in den Köpfen. Genau deswegen sind wir hier“, sagte Eva Schreiner, Sprecherin der Bewegung in der Frankenmetropole, der Deutschen Presse-Agentur.

Auf dem Münchner Marienplatz stellten sich am Vormittag etwa zehn Demonstranten mit ihren Plakaten auf. In Regensburg und Augsburg hingen zudem Dutzende Plakate und Banner aus den Fenstern, mancherorts gab es Kreidebotschaften auf Straßen und an Brücken.

Corona in Bayern: Augsburger Zoo verkauft virtuelle Tickets

Update von 16.31 Uhr:  Der Augsburger Zoo hat sich etwas besonderes überlegt, um die finanziellen Verluste in der Corona-Krise aufzufangen: es werden virtuelle Tickets verkauft. Pro 10.000 verkauften Tickets werde ein Tiervideo für die Teilnehmer der Aktion freigeschaltet. Das teilte der Zoo mit. Demnach können die Käufer in bis zu drei Runden aus zwei Tierarten wählen. Den Anfang machen Erdmännchen und Robben.

„Seit mittlerweile fast sechs Wochen ist der Zoo geschlossen und es fehlen die Einnahmen von 100.000 Besuchern“, so Direktorin Barbara Jantschke. Beim Online-Ticketverkauf, Patenschaften und Spenden gebe es zwar große Steigerungen. Mit der Aktion wolle man während der Corona-Krise aber auch einen virtuellen Besuch der „Zoo-Lieblinge“ ermöglichen. Die virtuellen Tickets gibt es ab 2 Euro.

Update von 15.07 Uhr: Der bayerische Verfassungsgerichtshof hat die im Freistaat geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise erneut bestätigt. „Wegen der überragenden Bedeutung von Leben und Gesundheit der möglicherweise Gefährdeten überwiegen die Gründe gegen das Außerkraftsetzen der angegriffenen Verordnung“, teilte der Gerichtshof am Freitag in München mit.

Ein Antragsteller hatte demnach am Dienstag eine sogenannte Popularklage erhoben, um die Regelungen für verfassungswidrig und nichtig erklären zu lassen. Zugleich wollte er eine einstweilige Anordnung erreichen, dass die Vorschriften sofort außer Vollzug gesetzt werden. Er argumentiert den Angaben zufolge damit, dass die zwischenzeitlich bis 3. Mai verlängerten Ausgangsbeschränkungen zu unbestimmt seien und in unverhältnismäßiger Weise in Freiheitsrechte der Bürger eingriffen, die die bayerische Verfassung garantiere.

Der Verfassungsgerichtshof wägte laut Mitteilung ab, was passieren könnte, wenn man die Regeln wie das Verlassen der Wohnung nur mit triftigem Grund beibehält beziehungsweise diese lockert. Zwar wiegen etwa die „tiefgreifenden Grundrechtseingriffe“ für viele unmittelbar Betroffene schwer, räumte der Gerichtshof ein. Bei Lockerungen allerdings „würde die Gefahr der Ansteckung mit dem Virus, der Erkrankung vieler Personen, einer Überlastung des Gesundheitssystems und schlimmstenfalls des Todes von Menschen erhöht“. 

Bisher konnten sich Bund und Länder auf einen enorm großen Rückhalt aus der Bevölkerung stützen. Doch die Akzeptanz der strikten Coronavirus-Maßnahmen lässt langsam nach. Das ergibt eine neue Umfrage von Ifratest dimap.

Coronavirus in Bayern: 40.473 Infizierte im Freistaat

Update von 14.27 Uhr: In Bayern sind inzwischen 40.473 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 1548 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 26.340 Menschen.

Coronavirus in Bayern: Gottesdienste sollen unter Auflagen erlaubt werden

Update von 13.46 Uhr: Trotz der andauernden Corona-Krise sollen ab dem 4. Mai öffentliche Gottesdienste in Bayern wieder unter strengen Auflagen erlaubt werden. Es gelte nach wie vor Vorsicht und Umsicht: Aus Begegnungen des Glaubens sollten keine neuen Infektionen entstehen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag am Rande einer Landtagssitzung in München. Es sei aber wichtig, das Grundrecht der Religionsausübung wieder zu ermöglichen.

Zu den Auflagen gehören Hygiene-Konzepte, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung und Mindestabstände von zwei Metern zwischen den Gottesdienstbesuchern. Die Lockerungen sollen für alle Glaubensgemeinschaften gelten.

Coronavirus in Bayern: Gottesdienst-Entscheidung gefallen

Update von 13.11 Uhr: Unter strengen Auflagen sollen öffentliche Gottesdienste in Bayern ab dem 4. Mai trotz der andauernden Corona-Krise wieder erlaubt sein. Dies teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag am Rande einer Landtagssitzung in München mit.

Corona in Bayern: Maskenpflicht ab Montag - diese drastischen Strafen drohen bei Verstößen

Update von 11.49 Uhr: Verstöße gegen die Mundschutzpflicht zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus können in Bayern bis zu 5000 Euro kosten. Dies geht aus dem aktualisierten Bußgeldkatalog hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. Demnach werden bei fehlendem Mund-Nase-Schutz in Bussen, Bahnen und Geschäften 150 Euro fällig. Darüber hatte auch die Passauer Neue Presse (Freitag) berichtet. Besonders teuer wird es aber für Ladenbesitzer, die nicht sicherstellen, dass ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt: Hierfür sieht Bußgeldkatalog eine Zahlung von 5000 Euro vor.

Ab kommendem Montag gilt in ganz Bayern eine Pflicht, Mund und Nase im Öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften zu verhüllen. Die Staatsregierung hatte in dem Kontext auch angekündigt, dass die Einhaltung streng kontrolliert werden soll. Aus diesem Grund muss spätestens am Wochenende der Bußgeldkatalog aktualisiert werden.

Corona in Bayern: 544 neue Fälle - Freistaat in weiterer Statistik trauriger Spitzenreiter

Update von 9.35 Uhr: 39.939 Corona-Fälle gibt es laut Robert-Koch-Institut (RKI) Stand 24. April 0 Uhr in Bayern. Das sind 544 mehr als am Tag zuvor. Insgesamt gab es im Freistaat bereits 1525 Todesfälle - die mit Abstand am meisten. Baden-Württem­berg folgt mit 1153. Aber auch in einer weiteren Statistik ist Bayern trauriger Spitzenreiter. Im Freistaat gibt es 305 Fälle pro 100.000 Einwohner. Im Saarland sind es laut RKI 247, in Baden-Württemberg 269.

Coronavirus in Bayern: Auswirkungen auf auf Begleiter sterbender Menschen

Update vom 24. April, 8.20 Uhr: Letzte Wünsche bleiben unerfüllt, Ehrenamtliche können Familien kaum noch entlasten: Begleiter sterbender und schwer kranker Menschen stehen in der Corona-Krise vor Problemen.* Dazu kommen finanzielle Sorgen.

Update von 22.35 Uhr: München, die Brutstätte für das Coronavirus in Europa? Diese steile These hat zumindest Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) geteilt.

„Es gibt Studien, dass sich das Virus in Europa von München aus ausgebreitet haben soll. Ich weiß nur nicht, ob es stimmt“, meinte der 33-jährige Politiker in der ARD-Talkshow Maischberger und sagte: „Ich mache niemandem dort (in München, d. Red.) einen Vorwurf, weil es eine weltweite Pandemie ist.“

Wie diese Worte wohl in der bayerischen Staatskanzlei und bei Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekommen sind?

Coronavirus in Bayern: „Fridays for Future“ will protestieren - kontaktfrei

Update von 20.32 Uhr: Die Corona-Einschränkungen sollen Klimaschützer nicht davon abhalten, auf die zweite große Krise der aktuellen Zeit aufmerksam zu machen. Unter besonderen Bedingungen wollen die Aktivisten von „Fridays for Future“ nun auch am Freitag, den 24. April, protestieren.  „Es darf jetzt nicht der Fehler gemacht werden, die beiden Krisen gegeneinander auszuspielen“, mahnt ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, „auf beide Krisen muss mit entsprechenden Maßnahmen reagiert werden.“ Das hatte auch Chefin Luisa Neubauer bereits gefordert.

Nun sollen in Regensburg Banner und Plakate aus den Fenstern gehängt werden. Der kontaktfreie Protest-Plan der Jugendlichen sieht dann vor, Bilder der Aktion in den sozialen Netzwerken zu teilen.

Coronavirus in Bayern: Krankenhäuser warten vergebens auf Beatmungsgeräte

Update von 15.44 Uhr: 1800 Beatmungsgeräte sollen die bayerischen Krankenhäuser bestellt haben. Leider konnten sie bislang nur einen Bruchteil davon in Empfang nehmen. Erst 114 Geräte wurden geliefert, meldet die Deutsche Presse-Agentur

„Aufgrund des weltweiten Pandemiegeschehens und der teils staatlich verhängten Ausfuhrbeschränkungen ist eine zuverlässige Lieferung gegenwärtig aber nicht bei allen Geräten sicher", ordnet Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ein. Grundsätzlich komme die Beschaffung gut voran. Die nächste Lieferung werde am Samstag erwartet, teilt ein Sprecher des Ministeriums mit.

Corona in Bayern: Trauriger „Rekordwert“ in der Landeshauptstadt

Update von 15.18 Uhr: In München wurden am Donnerstag, 23. April (Stand 13.30 Uhr), 79 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.411 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 3.858 Personen, die bereits genesen sind, 779 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 130 Todesfälle.

Die Zahl letzterer lag am gestrigen Mittwoch noch bei 116. 14 registrierte Todesfälle innerhalb eines Tages bedeuten den traurigen „Rekordwert“ seit Beginn der Corona-Pandemie (zuvor elf Todesfälle vom 15. auf den 16. April).

Corona in Bayern: Kretschmann warnt vor Lockerungen

Update von 14.05 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat eindringlich vor Rufen nach mehr Lockerungen der Corona-Beschränkungen gewarnt. Er halte den anschwellenden Chor der Öffnung für wenig durchdacht, sagte Kretschmann am Donnerstag nach einem Treffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in Ulm. „Wenn wir jetzt nachlassen, kann die Pandemie mit aller Macht zurückkommen.“ Zwar verstehe er den Wunsch nach mehr Öffnung etwa aus der Wirtschaft. Eine zweite Infektionswelle führe aber erst recht zu einem gigantischen Schaden für die Unternehmen. „Wenn wir jetzt zu sorglos handeln, wird sich das bitter rächen.“ Er und Söder teilten die Position der Kanzlerin. Man stehe nicht am Ende der Pandemie, sondern mittendrin. Deshalb einigten sich die beiden Bundesländer und Baden-Württemberg führt die Maskenpflicht ein*.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte das Vorgehen einzelner Bundesländer scharf kritisiert. Die Umsetzung der Öffnungsbeschlüsse von Bund und Ländern der vergangenen Woche wirke auf sie „in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch“, sagte sie am Donnerstag im Bundestag. Welche Länder sie meinte, sagte die Kanzlerin nicht. Wie Kretschmann betonte auch Söder, dass die Lockerungen, die andere Bundesländer zum jetzigen Zeitpunkt diskutierten oder gar bereits durchführten, für Bayern und Baden-Württemberg nicht infrage kämen. „Wir sind eine Gemeinschaft der Umsichtigen“, sagte Söder. Die „Besonnenen“ seien überzeugt, dass die Gefahr durch das Coronavirus weiter bestehen bleibe. „Leichtsinn wäre ein schlechter Berater in dieser Situation“ - ein Seitenhieb gegen Armin Laschet.
Doch auch NRW hat nun beschlossen die Maskenpflicht einzuführen*.

Coronavirus in Bayern: Söder mit dunkler Prognose für Gastronomie

Der Gastronomie machte Söder wenig Hoffnung. Öffnungen gäbe es möglicherweise erst Ende Mai oder im Juni - allerdings nur wenn sich die Zahlen stabilisieren würden. Man sei rund zwei Wochen hinter Österreich, dort gebe es erste Öffnungen Mitte Mai. „Wir können überall Mundschutz organisieren, aber Mundschutz in der Gastronomie ist ein bisschen sinnwidrig“, so Söder.

Auch Schulöffnungen und Ferien waren Thema. „Ich fand es nicht so glücklich, dass aus dem Bundestag ein Vorschlag kam, wie lange die Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg sind“, erklärte Söder. Man müsse aber über Sommerbetreuung nachdenken, weil Eltern bis dahin möglicherweise keinen Urlaub mehr übrig hätten.

Coronavirus in Bayern: Söder würde Impfpflicht befürworten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder würde in Deutschland eine generelle Impfpflicht gegen das Coronavirus befürworten. „Für eine Impfpflicht wäre ich sehr offen“, sagte der CSU-Chef. Bis es einen Impfstoff gebe, könne es keine Entwarnung und damit auch keine Lockerungen ohne gleichzeitige Auflagen wie eine Maskenpflicht geben.

Coronavirus in Bayern: Autoländer wollen sich laut Söder über Krise austauschen

Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen sich kommende Woche in einer Schalte über die Zukunft des Automobilsektors in der Corona-Krise austauschen. „Wir wollen nächste Woche eine Videokonferenz der Autoländer machen“, kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder an. Der Sektor sei stark betroffen. Selbst wenn man alles wieder lockere, könne der Automobilsektor nicht so funktionieren wie vorher, da etwa Zulieferketten wie in Italien nicht funktionierten und Märkte wie die USA nicht geöffnet seien. Man wolle sich zusammensetzen, um etwa über ökologische Prämienmodelle nachzudenken, um gerade der neuen Generation von Motoren und Autos nach der Phase des Durchhaltens eine Möglichkeit zu geben.

Coronavirus: Die Pressekonferenz von Söder und Kretschmann zum Nachlesen

Update von 13.49 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

Update von 13.48 Uhr: Die IHK hatte die bayerische Regierung kritisiert. Sie befürchtete einen Nachteil, weil Geschäfte in Baden-Württemberg teilweise früher öffnen dürften. „Es geht um eine Woche. Diese eine Woche sehe ich jetzt nicht als großen Wettbewerbsnachteil“, so Söder. Käme es zu einer zweiten Infektionswelle, sei der wirtschaftliche Schaden nicht mehr bezifferbar, warnt er.

Corona-Pk von Söder und Kretschmann: „Die Deutschen haben den Hang dazu, immer alles einheitlich zu wollen“

Update von 13.46 Uhr: „Die Deutschen haben den Hang dazu, immer alles einheitlich zu wollen“, so Kretschmann. Mal sei der Föderalismus gut, mal störe er einige. Wichtig sei: Man müsse im Kern zusammenbleiben, die Maßnahmen können sich aber unterscheiden.

In Baden-Württemberg bleibt in diesem Schuljahr niemand sitzen, erklärt Kretschmann. In Bayern könne man freiwillig sitzen bleiben, ergänzt Söder zum Thema Schule.

Update von 13.43 Uhr: Auch Schulöffnungen und Ferien sind Thema. „Ich fand es nicht so glücklich, dass aus dem Bundestag ein Vorschlag kam, wie lange die Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg sind“, erklärt Söder. Man müsse aber über Sommerbetreuung nachdenken, weil Eltern bis dahin möglicherweise keinen Urlaub mehr übrig hätten.

Coronavirus in Bayern: Bald Geisterspiele in der Bundesliga? Söder äußert sich

Update von 13.36 Uhr: Thema Geisterspiele. Wie stehen die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg dazu? Kretschmann erklärt, dass es von vielen Bedingungen abhinge. Es ginge ja nicht nur um die 22 Spieler auf dem Platz, auch die Frage der Tests müsse beantwortet werden. Söder erklärt: „Wenn es medizinisch vertretbar ist, muss man darüber nachdenken“. Den Vorschlag der DFL bezeichnet er als „interessant“. Das Robert-Koch-Institut soll nun eine Bewertung abgeben und erklären, ob das Konzept gut sei. „Der Fußball hat bei vielen Menschen eine psychologische Wirkung“, es würde das Leben vieler Menschen erleichtern, wenn Fußball stattfinden könnte.

Update von 13.30 Uhr: In Baden-Württemberg dürfen mehr Geschäfte öffnen als in Bayern. Deshalb gab es Kritik. Söder hält den Weg aber nach wie vor für richtig. Die Grundlinie für den Freistaat stehe, diese wolle man nicht verändern. Was Söder aktuell aber am meisten beschäftigt, ist jedoch die Situation der Familien mit Kindern und die Sicherstellung der Betreuung.

Coronavirus in Bayern: Söder spricht über Merkels Regierungserklärung

Update von 13.28 Uhr: „Ich mache keinem Kollegen einen Vorwurf“, sagt Söder mit Blick auf Merkels Regierungserklärung vom Morgen. Es könne regionale Unterschiede bei den Maßnahmen geben, die Maßstäbe müssten aber die gleichen sein. „Ich glaube, das wollte die Kanzlerin herausstellen“, so Söder.

Update von 13.26 Uhr: Söder bittet darum, nach Zahlen zu entscheiden und sich Strategien zu überlegen. Parteipolitik soll in der Corona-Krise keine Rolle spielen. Man bekomme aktuell fast bewundernde Anrufe aus dem Ausland für die Handhabung der Krise.

Update von 13.24 Uhr: „Wir wollen nächste Konferenz eine Videokonferenz der Autoländer machen“, so Söder. Die Automobilbranche sei neben der Gastronomie besonders betroffen. Dabei spielt auch die Situation in anderen Ländern, beispielsweise den USA eine Rolle. Man denke beispielsweise über Prämienmodelle nach.

Coronavirus: Söder mit dunkler Prognose für die Gastronomie

Update von 13.17 Uhr: Die Ministerkonferenz nächste Woche komme laut Söder zu früh, um konkret Maßnahmen festzulegen, denn es dauert immer Wochen, bis sich die Auswirkungen zeigen würden. „Ich bin sehr für Erleichterungen“, sagt Söder. „Wer alles auf einen Schlag aufmacht, riskiert einen schweren Rückfall“, warnt der bayerische Ministerpräsident. Wenn zu viele Länder zu schnell zu viel machen, besteht die Gefahr, dass sich das Virus innerhalb Deutschlands verlagere. Außerdem könnte die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wachsen, wenn es an manchen Orten schneller vorangeht als an anderen.

Der Gastronomie macht Söder zunächst wenig Hoffnung. Öffnungen gäbe es möglicherweise erst Ende Mai oder im Juni - allerdings nur wenn sich die Zahlen stabilisieren würden. Man sei rund zwei Wochen hinter Österreich, dort gebe es erste Öffnungen Mitte Mai. „Wir können überall Mundschutz organisieren, aber Mundschutz in der Gastronomie ist ein bisschen sinnwidrig“, so Söder.

Coronavirus in Bayern: Markus Söder teilt gegen Armin Laschet aus

Update von 13.13 Uhr: Markus Söder beginnt nun mit seinem Statement. „Wir sind zwar am Rande von Deutschland, aber gehören zum wirtschaftlichen Herz von Deutschland“, sagt er über Baden-Württemberg und Bayern. Man wolle eine gemeinsame Linie finden. „Es gibt keinen Grund leichtsinnig zu werden“, sagt Söder - ein Seitenhieb gegen Armin Laschet.

Man habe die Verdopplungsrate deutlich nach hinten geschoben, die Neuinfektionen seien unter dem Bundesdurchschnitt. „Das sind wirkliche Erfolge, vor vier Wochen drohte Italien“, so Söder.

Update von 13.08 Uhr: „Größere Veranstaltungen wird es auf absehbare Zeit mit Sicherheit nicht geben“, stellt Kretschmann klar. 

Es wurde eine Studie in Auftrag gegeben, um zu schauen, was das Virus mit Kindern mache, heißt es weiter. Man registriere die Sorgen der Eltern. Die Wissenschaft solle lernen, den Virus besser zu verstehen. Man könne Kitas erst dann öffnen, wenn man sich darüber im Klaren sei, „nicht nur weil der Wunsch da ist“.

Das Recht auf körperliche Unversehrheit gehe immer vor und überwiege auch andere Freiheitsrechte - zeitweise, denn „wenn man die Pandemie nicht überlebt, ist es mit den Freiheitsrechten nämlich vorbei“

Pressekonferenz von Söder und Kretschmann: Regierungschef von BaWü warnt vor zweiter Corona-Infektionswelle

Update von 13.05 Uhr: Söder und Kretschmann teilen die Position der Kanzlerin, die vor übereilten Schritten warnt. „Wir stehen nicht am Ende der Pandemie, sondern mittendrin“, so Kretschmann. Man habe größten Respekt vor einer möglicherweise zweiten Infektionswelle. „Das wird uns dann härter treffen“, deshalb wolle man jetzt nicht zu sorglos handeln. „Natürlich verstehe ich den Wunsch nach mehr Öffnung“, erklärt Kretschmann, aber die Regierungschefs müssten im Sinne des Gemeinwohls handeln. „Wir müssen darauf achten, dass das Leben und die Gesundheit der Menschen immer im Zentrum unserer Überlegungen stehen.“ Eine zweite Infektionswelle sei zudem natürlich nicht im Interesse der Wirtschaft, man müsse deshalb mit Bedacht handeln.

Update von 13.03 Uhr: Winfried Kretschmann beginnt mit seinem Pressestatement. „Wir haben uns heute nochmal ausgetauscht“, erklärt der Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Man habe sich abgestimmt. Letzte Woche seien behutsame Lockerungen beschlossen worden, erklärt er und spricht auch die schrittweisen Schulöffnungen an. „Baden-Württemberg und Bayern sind die Länder, die am meisten von der Pandemie betroffen sind“, erklärt er die Vorsicht der beiden Bundesländer.

Update von 13 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Winfried Kretschmann und Markus Söder betreten mit Mundschutz den Raum. 

Update von 12.54 Uhr: Um 13 Uhr sprechen Markus Söder und Winfried Kretschmann nach einem gemeinsamen Treffen in Ulm. Es ging um die nächsten Schritte in der Corona-Krise. Beide stimmen sich dabei vor dem nächsten Treffen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin ab.

Update von 12.39 Uhr: Nach der Absage des Oktoberfestes werden immer mehr Volksfeste in Bayern für dieses Jahr abgeblasen. Doch einige Veranstalter zögern noch* - oder suchen nach neuen Konzepten.

Um 13 Uhr sprechen Markus Söder und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zur Corona-Krise. Die Pressekonferenz können Sie hier im Live-Stream und -Ticker verfolgen.

Update von 12.12 Uhr: In Bayern sind inzwischen 39.820 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag (Stand 10 Uhr) in München mit. Demnach sind bisher 1502 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hatten, gestorben.

Die Zahl der Infizierten sei im Vergleich zum Vortag um 1,6 Prozent gestiegen. Das sei zwar eine positive Entwicklung, sagte Huml. Dennoch rief die Ministerin weiter zur Vorsicht und Einhaltung des Mindestabstandes von eineinhalb Metern auf. Die Steigerung der Todesfälle seit dem Vortag um 4,1 Prozent mache deutlich, wie gefährlich das Coronavirus weiterhin sei.

Coronavirus in Bayern: Söder fordert Abschaffung des Solidaritätszuschlags

Update von 10.43 Uhr: Unmittelbar nach der Koalitionseinigung auf weitere staatliche Hilfen in der Corona-Krise hat CSU-Chef Markus Söder eine Abschaffung des Solidaritätszuschlags noch vor diesem Sommer gefordert. „Steuersenkungen statt Erhöhungen sind das richtige Konzept in der Krise“, schrieb der bayerische Ministerpräsident am Donnerstag auf Twitter. „Die Gastronomie könnte der Vorreiter für andere Bereiche sein. Als nächstes sollte der Soli noch vor dem Sommer abgeschafft werden.“

Bislang ist in der Koalition vereinbart, den Solidaritätszuschlag bundesweit 2021 für rund 90 Prozent der Zahler abzuschaffen. Bei einer Sitzung des Koalitionsausschusses im März hatte die SPD bereits vorgeschlagen, diesen Schritt auf den Sommer vorzuziehen. Die Union stimmte dem aber letztlich nicht zu - wobei insbesondere die CSU grundsätzlich schon lange fordert, den Soli nicht nur für 90 Prozent abzuschaffen, sondern für alle.

Söder und Kretschmann besprechen Zusammenarbeit in der Corona-Krise - Befürchtung für Gastronomie

Erstmeldung vom 23. April, 9.40 Uhr

Ulm - Bayern und Baden-Württemberg wollen in der Corona-Krise gemeinsam vorgehen. Dazu treffen sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) am Donnerstag (23. April). Um 12 Uhr beraten sie in Ulm über die Corona-Krise.* Bei dem Arbeitsessen im Rathaus sollen die nächsten Schritte besprochen werden, wie das baden-württembergische Staatsministerium mitteilte. Im Anschluss wollen sich beide Regierungschefs um 13 Uhr an die Öffentlichkeit wenden. Die Pressekonferenz wird live im Internet übertragen.

Coronavirus: Bayern und Baden-Württemberg wollen in Krise zusammenarbeiten

Bereits in seiner Regierungserklärung Anfang der Woche hatte sich Söder für eine Zusammenarbeit beider Länder ausgesprochen, „weil wir in Bayern und Baden-Württemberg ganz eng Seite an Seite und eins zu eins gehen, weil wir eine ähnliche Entwicklung haben.“

Beide Bundesländer hatten in dieser Woche kurz nacheinander eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Läden ab dem kommenden Montag (27. April) beschlossen. In anderen Bereichen wie Ladenöffnungen weichen sie jedoch voneinander ab. Der Freistaat zeigt sich bisher konservativer und lässt sich mehr Zeit bei den Lockerungen. Der bayerische Einzelhandel hatte das Vorgehen als große Ungerechtigkeit kritisiert. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben befürchtet, dass es bei der Öffnung der Gastronomie ähnlich ablaufen werde.

Coronavirus: Telefonkonferenz mit Merkel, Söder und weiteren Regierungschefs

In der kommenden Woche beraten Söder und Kretschmann dann mit den anderen Regierungschefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Telefonkonferenz über die nächsten Schritte. Bayerns Ministerpräsident wurde oft für sein schnelles Handeln gelobt - stieß mit seinem Vorpreschen aber auch auf Kritik. Nun hat auch die Bayern-SPD Vorwürfe gegen die bayerische Staatsregierung erhoben. Wurden „Alarmzeichen“ ignoriert?*

Ein Leben ohne das Oktoberfest kann er sich offenbar nicht vorstellen. Auf die jüngst verkündete Wiesn-Absage hat ein Mann aus München auf seine Weise reagiert.*

Bayerns Zentrallager für medizinische Schutzausrüstung liegt im Landkreis München. Von dort aus werden Schutzanzüge, Atemfiltermasken, Handschuhe und Desinfektionsmittel in den ganzen Freistaat verteilt. Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.*

Eine europäische Studie zur Übersterblichkeit offenbart, wie sich die Todeszahlen in der Corona-Krise verändern.

kam/dpa

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Rubriklistenbild: © dpa / Manu Fernandez

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