Einfache Handgriffe zum Schutz vor Corona

Keimschleuder Maske? 5 wichtige Regeln helfen, gesund zu bleiben

Masken sind unverzichtbar, um die Infektionszahlen auch in der zweiten Corona-Welle einzudämmen. Einige Regeln müssen aber eingehalten werden, damit sie nicht selbst zum infektiösen Problem werden.

  • Alltagsmasken sind in der Pandemiebekämpfung ein wichtiges Instrument.
  • Das Stückchen Stoff bewahrt im besten Fall vor einer Corona-Infektion.*
  • Einige Grundsätze braucht es, um den Mund-Nasen-Schutz hygienisch zu halten.

München - Ein bisschen lästig, aber enorm wichtig: die Alltagsmaske. Konsequentes Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an öffentlichen Plätzen, im Supermarkt oder in Bus und Bahn hilft dabei, keine Coronaviren zu verbreiten und im besten Fall eine Infektion zu vermeiden. Die meisten verwenden ihre Masken mehrmals hintereinander. Da sich dabei im Laufe der Zeit Keime ansammeln können, gilt es einige wichtige Regeln zu beachten. Schließlich soll der Schutz nicht zur Keim-Falle werden.

1. Vor und nach dem Tragen: unbedingt Händewaschen

Besonders wichtig ist es, die Innenseite der Maske so keimfrei wie möglich zu halten. Beim auf- und absetzen können aber viele Keime von unseren Händen an den Mund-Nasenschutz gelangen. Daher empfiehlt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), sich die Hände stets gründlich zu waschen: mindestens 20 bis 30 Sekunden und mit Seife. Das ist auch für sich genommen eine wichtige Maßnahme gegen das Coronavirus.*

2. Schutz vor Corona durch Maske: Auf den richtigen Sitz achten

Es genügt nicht nur, einfach eine Maske zu tragen. Das Stück Stoff muss Mund und Nase vollständig bedecken, denn nur so kann es die Tröpfchen, die wir beim Sprechen, Atmen oder Husten freisetzen, auch zuverlässig abfangen. Zudem sollte die Maske an den Rändern aber auch eng am Gesicht anliegen. Neben den Tröpfchen gelangen nämlich auch noch feinere Aerosole in die Luft. Diese werden besser abgehalten, wenn an den Seiten nicht zu viel Luft ein- und austreten kann. Medizinische Masken schützen aber nicht nur andere, sondern auch den Träger selbst bis zu einem gewissen Grad. Voraussetzung dafür ist aber ein guter Sitz, denn sonst können zu viele Keime eindringen.

3. Finger weg! Die Corona-Maske sollte nicht zu oft angefasst werden

Auch mit gewaschenen Händen sollten wir die Maske nicht zu oft berühren, vor allem nicht auf der Innenseite. Hat man den Schutz also einmal auf, gilt es, möglichst wenig zu zuppeln und zu schieben. Zum Abnehmen fasst man die Mund-Nasen-Bedeckung am besten nur an den seitlichen Bändern an, empfiehlt das BfArM.

4. Masken oft genug tauschen oder waschen

Trägt man eine Maske aus Stoff, so muss diese regelmäßig gereinigt werden. „Masken sollten idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden“, schreibt das BfArM auf seiner Webseite. Länger als ein paar Tage am Stück darf man eine Mund-Nasen-Bedeckung im Grunde nie tragen. Von experimentellen Reinigungsmethoden wie dem Erhitzen in der Mikrowelle oder im Backofen rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) ab.

Medizinische Masken jeder Art eignen sich laut Experten nicht für eine Reinigung. Sie sollten nach dem Gebrauch im Restmüll entsorgt werden. In jedem Fall ist die Maske sofort zu tauschen, wenn sie durchfeuchtet ist. Ihre Schutzleistung ist dann nicht mehr gewährt. Es können sich verstärkt Keime sammeln.

5. Die richtige Aufbewahrung: So lagert die Maske am besten

Verwendet man eine Maske mehrmals, ist es wichtig, sie zwischen ihren einzelnen Einsätzen richtig aufzubewahren. Am besten benutzt man dafür einen separaten Beutel, anstatt sie einfach in die Tasche zu legen. Allerdings sollte dieser nicht luftdicht verschließbar sein, da sonst Schimmelbildung droht. Zu Hause kann man sie dann auch zum Trocknen aufhängen. (mam) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

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