Bergung von fünf „Costa“-Leichen hat begonnen

Giglio - Im Januar verunglückte das Kreuzfahrtschiff "Costa Concodria". Am Donnerstag wurde das letzte Schweröl abgepumpt. Dennoch wird die komplette Bergung noch lange dauern.

Einen Tag nach dem Fund von fünf Leichen im Wrack der vor Italien verunglückten „Costa Concordia“ haben Taucher mit den Bergungsarbeiten begonnen. Diese könnten noch einige Tage in Anspruch nehmen, sagte ein Sprecher des Zivilschutzes am Freitag. Die leblosen Körper waren am Donnerstag im Wrack des halbversunkenen italienischen Kreuzfahrtschiffes entdeckt worden.

Die „Costa Concordia“ hatte am 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Ferieninsel Giglio einen Felsen gerammt und war dann gekentert. Bei dem Unglück kamen 30 Menschen ums Leben, darunter 12 Deutsche. Zwei weitere Menschen gelten noch als vermisst.

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"Concordia": Weitere Leichen gefunden

Nach dem Abpumpen des letzten Schweröls aus dem Wrack der „Costa Concordia“ wird das gekenterte Kreuzfahrtschiff noch bis zu einem Jahr vor der Küste der Insel Giglio liegen. Es würden zunächst ein halbes Dutzend Vorschläge zur Bergung des riesigen Schiffes geprüft, teilte der Sprecher der deutschen „Costa“-Reedereivertretung, Ralph Steffen, am Freitag im hessischen Alsbach mit.

„Die Arbeiten zur Bergung des Wracks werden erwartungsgemäß sehr komplex sein“, sagte er weiter. „Je nachdem welcher Anbieter ausgewählt wird, werden sie zwischen zehn und zwölf Monaten in Anspruch nehmen.“ Bereits in der Nacht zum Samstag sollten die letzten Liter Treibstoffs aus den 17 Tanks der „Costa Concordia“ abgepumpt werden. In den Tanks waren nach früheren Angaben etwa 2380 Kubikmeter Treibstoff, überwiegend gefährliches Schweröl. Mit dem Abpumpen war eine niederländische Spezialfirma wochenlang beschäftigt.

Hier fliehen die Menschen von der Costa Concordia

Die italienische Küstenwache hat am Mittwoch Bilder veröffentlicht, die von einer Infrarotkamera nach dem Unfall der Costa Concordia am Samstag aufgenommen wurden. Zu sehen sind Menschenströme, die das gekenterte Wrack des Schiffes verlassen. © dpa
Die italienische Küstenwache hat am Mittwoch Bilder veröffentlicht, die von einer Infrarotkamera nach dem Unfall der Costa Concordia am Samstag aufgenommen wurden. Zu sehen sind Menschenströme, die das gekenterte Wrack des Schiffes verlassen. © dpa
Die italienische Küstenwache hat am Mittwoch Bilder veröffentlicht, die von einer Infrarotkamera nach dem Unfall der Costa Concordia am Samstag aufgenommen wurden. Zu sehen sind Menschenströme, die das gekenterte Wrack des Schiffes verlassen. © dpa
Die italienische Küstenwache hat am Mittwoch Bilder veröffentlicht, die von einer Infrarotkamera nach dem Unfall der Costa Concordia am Samstag aufgenommen wurden. Zu sehen sind Menschenströme, die das gekenterte Wrack des Schiffes verlassen. © dpa
Die italienische Küstenwache hat am Mittwoch Bilder veröffentlicht, die von einer Infrarotkamera nach dem Unfall der Costa Concordia am Samstag aufgenommen wurden. Zu sehen sind Menschenströme, die das gekenterte Wrack des Schiffes verlassen. © dpa

Die „Costa Concordia“ war am 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Ferieninsel Giglio im Mittelmeer havariert. Bislang wurden 25 Tote geborgen. Sieben Menschen gelten bislang noch als vermisst, darunter drei Deutsche. Allerdings wurden am Donnerstag fünf weitere Leichen im Wrack des Kreuzfahrtschiffes geortet. Es soll mehrere Tage dauern, die Toten zu bergen.

Nach Angaben von „Costa“-Sprecher Steffen wurde das Öl in den vergangenen Wochen zunächst erhitzt und danach abgepumpt. „Gleichzeitig wird Meerwasser in die Tanks geleitet“, erklärte er. „Das soll gewährleisten, dass das Schiff seine stabile Lage beibehält.“ Die Gefahr einer großen Umweltkatastrophe durch auslaufendes Schweröl der gekenterten 290 Meter langen Schiffes sei gebannt.

dpa

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