Francesco Schettino klagt an

Costa-Kapitän: "Bin nicht der einzige Schuldige"

Rom - Im Prozess gegen den ehemaligen Kapitän der Costa Concordia hat der Angeklagte Francesco Schettino erneut über Kommunikationsprobleme auf dem Schiff geklagt.

Der Kapitän der Costa Concordia hat erneut über Kommunikationsprobleme auf dem Unglücksschiff geklagt und Besatzungsmitgliedern eine Mitschuld an der Katastrophe gegeben. „Wenn ich mich als der einzige Schuldige sehen würde, wäre ich nicht zu einer Verhandlung wie dieser gegangen“, sagte Francesco Schettino am Donnerstag vor Gericht im toskanischen Grosseto.

Der indonesische Rudergänger habe Befehle der Offiziere nicht verstanden. Die Sprache an Bord sei eigentlich Italienisch gewesen, aber mit vielen Besatzungsmitgliedern habe man sich nur mit Gesten verständigt, sagte Schettino.

Der Kapitän muss sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Die Costa Concordia war am 13. Januar vor drei Jahren vor der italienischen Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und gekentert. 32 Menschen, darunter 12 Deutsche, starben. Schettino wird auch vorgeworfen, dass Schiff zu schnell verlassen zu haben.

dpa

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