Costa-Öltanks werden leer gepumpt

Rom - Einen Monat nach der Havarie der „Costa Concordia“ pumpen Experten das Öl aus den nahezu vollen Öltanks des Schiffes ab.

Solange das Meer vor der Insel Giglio ruhig bleibt, sollen die Arbeiten rund um die Uhr laufen, wie der Krisenstab auf Giglio berichtete. Das niederländische Unternehmen Smit hatte am Sonntag mit dieser Arbeit begonnen. Fünf bis zehn Kubikmeter Öl können die Bergungsmannschaften den Angaben zufolge in einer Stunde abpumpen. Demnach könnte bis zum Dienstag der erste Tank mit 400 Kubikmeter Treibstoff geleert sein.

Das Costa-Unglück in Bildern

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Die „Costa Concordia“ war am 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und gekentert. Die Vorbereitungen für das Abpumpen liefen seit Wochen, jedoch machte schlechtes Wetter den Bergungsexperten stets einen Strich durch die Rettung.

Wie Fachleute erklärten, muss das dickflüssige Schweröl erwärmt werden, damit es abgeleitet werden kann. Um ein Vakuum zu vermeiden, werde gleichzeitig Meerwasser in den Tank geleitet. Das Öl werde über eine schwimmende Plattform auf einen Tanker gepumpt und verschifft.

In den Tanks der „Costa Concordia“ sind den Angaben zufolge 2300 Tonnen Treibstoff - überwiegend umweltschädliches Schweröl. Das Unternehmen Smit nimmt sich als erstes sechs Tanks vor, in denen insgesamt etwa zwei Drittel des Treibstoffs lagern. Das Abpumpen werde bei ruhiger See etwa 28 Tage dauern.

Am Montag sollte auf Giglio eine Gedenkmesse für die Opfer der Havarie stattfinden. Bereits am Vortag hatte es in Rom einen Trauergottesdienst für die Angehörigen gegeben.

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