Anmache im Netz

Cyber-Grooming: Eltern sollten mit Kindern offen sprechen

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Jugendliche, die im Chat von Fremden über Persönliches ausgefragt werden, sollten mit ihren Eltern darüber sprechen. Foto: Armin Weigel

Nicht nur auf Chatplattformen, sondern auch bei vielen Online-Spielen, können Kinder Kontakt zu Fremden bekommen. Mitunter haben Kriminelle dabei sexuelle Absichten im Sinn. Wie gehen Eltern damit am besten um?

Berlin (dpa/tmn) - Wenn harmlose Chats im Netz zu sexueller Anmache werden, handelt es sich um Cyber-Grooming. Kinder sollten sich dann ihren Eltern anvertrauen, sagt Kristin Langer von der Initiative "Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht".

Doch dafür ist es wichtig, dass Kinder für das Thema sensibilisiert sind. Eltern sprechen mit ihren Kindern am besten offen über das Thema. Wichtig dabei: Wenn ein Chatpartner viele Komplimente macht, das Kind ausfragt, Fotos möchte oder sich gar treffen will, sollten die Alarmglocken schrillen.

"Wichtig ist, dass Eltern dem Kind vermitteln, dass es keinen Ärger bekommt", sagt Langer. Denn häufig fühlen Kinder sich schuldig oder denken, dass sie etwas falsch gemacht haben. Langer rät außerdem, dass Kinder in Chats oder bei Onlinespielen so wenig Informationen wie möglich preisgeben sollten - Alter, Geschlecht oder der richtige Name sind verzichtbar. Außerdem sei es wichtig, dass es sich bei der entsprechenden Chatplattform um eine Plattform handelt, bei der Verstöße gemeldet werden können. "So schützt man möglicherweise auch andere."

Generell ist für Kinder der Zuspruch Erwachsener wichtig. "Wer das von seinen Eltern nicht bekommt, holt es sich möglicherweise woanders", warnt Langer. Kinder seien für Komplimente sehr empfänglich. Das nutzen Kriminelle im Netz aus. Dass es Menschen gibt, die sich sexuell vorrangig von Kindern und Jugendlichen angezogen fühlen, ist ein Thema, das Eltern mit Kindern besprechen sollten.

Schau-hin-Tipps zu Cybergrooming

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