Kaum Plagegeister

Dank Trockenheit gibt es weniger Mücken

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Hunderte Mücken fliegen kurz nach Sonnenuntergang an einem Zaun. In diesem Jahr gibt es wegen der andauernden Trockenheit deutlich weniger Stechmücken in Deutschland. Foto: Felix Kästle

Stuttgart (dpa) - Wegen der andauernden Trockenheit sind nach Einschätzung von Fachleuten in diesem Jahr deutlich weniger Stechmücken in Deutschland unterwegs.

"Im Moment gibt es so gut wie keine Mücken", sagte der Biologe Dirk Reichle von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) dem "Südkurier" (Samstag). Stechmücken werden in Süddeutschland auch als Schnaken bezeichnet. "Mitte Juni hatte der Rhein einen Wasserstand-Hochpunkt erreicht, seitdem herrscht mehr oder weniger Dürre." Die Brutstätten zum Beispiel am Oberrhein seien "sozusagen knochentrocken".

Nach zahlreichen Niederschlägen zum Jahresstart hatten Experten zuerst eine mückenreiche Saison erwartet. Reichle betonte nun: "Dieses Jahr bleibt voraussichtlich eher mückenarm."

Neben der Hausmücke hat sich dem Experten zufolge in Deutschland auch die Asiatische Tigermücke verbreitet. Das Insekt kann gefährliche Viren übertragen. Dazu gehört das Denguefieber - eine Krankheit mit hohem Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen, die tödlich enden kann. Erstmals wurde die wärmeliebende Asiatische Tigermücke Ende September 2007 an einem Rastplatz der Autobahn 5 bei Weil am Rhein (Baden-Württemberg) gefunden.

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