„Dann soll die Welt zu mir kommen“

Behinderter Marvin wünscht sich Postkarten - Mega-Resonanz auf Facebook

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Marvins Mutter Annika Treder und sein Pfleger Gerd Tripp zeigen die Postkarten, die der 21-Jährige aus aller Welt bekommen hat.

Marvin ist stark behindert und kommt nicht viel raus. „Meine Welt ist gerade mal so groß wie mein Zimmer“, schreibt sein Pfleger für ihn im Internet. Postkarten sollen dem 21-Jährigen nun die Welt zeigen.

Dortmund - „Bitte schickt mir ganz viele Postkarten, damit ich weiß, wie groß die Welt außerhalb meines Zimmers ist.“ Auf diesen Aufruf hat ein behinderter junger Mann aus Dortmund viel Post bekommen. „Wenn ich nicht hinaus in die Welt kann, dann soll die Welt zu mir kommen“, hatte Marvins Krankenpfleger vor einer Woche in dessen Namen auf der Facebook-Seite von Marvins Mutter geschrieben. In der Folge wurden bereits fast 170 Karten aus dem Inland sowie aus Schweden, Island, Ägypten oder Spanien an den 21-Jährigen geschickt.

Der Aufruf wurde bereits bis Freitag mehr als 25.000 Mal geteilt. „Nicht in unseren kühnsten Träumen hätten wir mit einer solchen Resonanz gerechnet“, schrieb die Mutter auf ihrer Seite. Sie habe mit insgesamt etwa 20 Karten gerechnet. Die „Bild“-Zeitung hatte am Freitag über den Aufruf berichtet.

„Da ich auf Grund von verschiedenen Erkrankungen auf eine Dauerbeatmung angewiesen bin, kann ich mein Bett nur an wenigen Tagen für kurze Zeit verlassen. Dann fahren mich meine Mama oder jemand vom Pflegedienst etwas spazieren“, hieß es darin weiter. Marvin hat nach Angaben seiner Mutter (40) eine angeborene Hirnschädigung. „Er kann nicht laufen, nicht sprechen und nicht lange sitzen“, sagte seine Mutter der Deutschen Presse-Agentur.

Martin selbst weiß noch nichts von den vielen Karten. „Die bekommt er erst zu seinem Geburtstag am 8. Juli“, sagte seine Mutter. Nach und nach wolle sie ihm die Karten dann vorlesen.

dpa

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