Mithäftling beschuldigt Angeklagten

Dano-Prozess: Zweifelhaftes "Geständnis"

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Der Angeklagte im Dano-Prozess.

Bielefeld - Im Prozess um den Tod des fünfjährigen Dano aus Herford hat ein Mithäftling den Angeklagten schwer beschuldigt.

Der 43 Jahre alte Mann habe im Gefängnis die Taten eingeräumt, sagte der 34-jährige Mithäftling am Donnerstag als Zeuge im Landgericht Bielefeld. Unter einem Vorwand habe er zusammen mit einem zweiten Mithäftling den Angeklagten zum Reden gebracht. Der 43-Jährige habe zugegeben, nicht nur den kleinen Dano umgebracht zu haben, sagte der Mithäftling. Er habe auch eingeräumt, 2007 die achtjährige Jenisa in Hannover getötet zu haben. Beide Kinder habe er auch missbraucht. Vor allem habe er aber die Familie seiner Lebensgefährtin bestrafen wollen, soll der 43-Jährige gesagt haben.

Dieses angebliche „Geständnis“ hatte der 34-jährige Mithäftling aufgeschrieben und den Ermittlern in der Hoffnung auf eine frühe Entlassung aus der Haft übergeben. Alle Seiten habe der Angeklagte unterschrieben, behauptete der Mithäftling. Dagegen hatte der Angeklagte am Vortag betont, er habe eine Menge Blanko-Blätter unterschrieben, weil der Mithäftling nach seiner Entlassung diverse Dinge für ihn regeln wollte. Den Inhalt des angeblichen „Geständnisses“ bestreitet der Angeklagte.

dpa

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