Ermordeter Fünfjähriger

Ist Danos Mörder in weiteren Fall verwickelt?

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Zwei Kerzen stehen am Fundort der Leiche des kleinen Dano.

 Herford - Dano (5) wurde vom Vater eines Spielkameraden erdrosselt. Ein früherer Fall in Hannover wird jetzt „intensiv auf weiterführende Parallelen“ geprüft, wie die Ermittler ankündigen.

Der getötete fünfjährige Dano aus Herford soll am Montag beerdigt werden. Die Beisetzung ist auf einem Friedhof der ostwestfälischen Stadt geplant, wie ein Sprecher der Herforder Polizei am Samstag sagte. Zuvor werde es eine Trauerfeier in einer Herforder Moschee geben. Zu der Beerdigung werden nach Angaben der Polizei zahlreiche Angehörige der aus dem Kosovo stammenden Familie erwartet. Bereits am Freitagabend hatte es in einer Herforder Kirche einen Gedenkgottesdienst für Dano gegeben.

Der Vater eines Spielkameraden hat gestanden, den Jungen erdrosselt zu haben. Der 43 Jahre alte Mann sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm einen Verdeckungsmord vor: Der Mann habe Dano geschlagen und dann verhindern wollen, dass der Junge seinen Eltern von den Schlägen erzählt.

Nach Dano war fast drei Wochen lang gesucht worden. Am Donnerstag fanden die Ermittler nach Hinweisen von Zeugen seine Leiche in der Nähe des Flusses Werre. Zum Stand der Ermittlungen machte die Staatsanwaltschaft Bielefeld am Samstag keine weiteren Angaben.

Der 43-Jährige hatte bereits vor sieben Jahren vorübergehend in Untersuchungshaft gesessen. Er war damals in Hannover im Fall der verschwundenen achtjährige Jenisa ins Visier der Ermittler geraten. Der Verdacht hatte sich aber nicht erhärtet. Der Fall werde jetzt „intensiv auf weiterführende Parallelen“ geprüft, hatte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Jürgen Lendeckel, am Freitag gesagt.

Der 43-Jährige sei später mit seiner Lebensgefährtin und gemeinsamen Kindern nach Herford gezogen, betätigte der Sprecher der Herforder Polizei einen Bericht der Zeitung „Westfalen Blatt“ (Samstag). Die Frau und die Kinder seien vor dem Verschwinden Danos aus der Wohnung ausgezogen.

dpa

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