Endlich eine Umarmung

Todeskandidatin Milke: Wiedersehen mit Mama

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Die gebürtige Berlinerin Debra Milke

Phoenix - Todeskandidatin Debra Milke konnte nach ihrer Freilassung zum ersten Mal seit fast einem Vierteljahrhundert ihre Mutter umarmen. Das Wiedersehen wurde mit der Kamera festgehalten:

Nach der Freilassung der gebürtigen Berlinerin Debra Milke aus jahrzehntelanger Haft in der Todeszelle zeigt ein im Internet verbreitetes Video das Wiedersehen mit ihrer Mutter. In der Aufzeichnung, die zuerst am Mittwoch im TV-Sender 12 News Phoenix Arizona ausgestrahlt worden war, ist zu sehen, wie Renate Janka ihre Tochter das erste Mal seit fast einem Vierteljahrhundert in den Arm nehmen konnte.

„Es fühlt sich so gut an, Dich zu umarmen“, sagt Milke sichtlich gerührt. Janka bemerkt begeistert, ihre Tochter erstmals seit langem nicht mehr in orangefarbener Gefängniskleidung sehen zu müssen, sondern in einem farbenfrohen Outfit.

Hier können Sie das Video vom Wiedersehen mit der Mutter ansehen

Milke hatte mehr als 20 Jahre in der Todeszelle gesessen, weil sie 1989 zwei Männer zum Mord an ihrem Sohn angestiftet haben soll. Eine Richterin ließ sie nun auf Kaution frei. Zur Begründung erklärte sie, dass sie große Zweifel an der Aussage des Hauptzeugen habe und von Milkes Schuld nicht mehr vollkommen überzeugt sei.

Die nach Berichten schwer kranke Janka hatte sich gleich nach der Freilassung ihrer Tochter ins Flugzeug nach Arizona gesetzt. Sie hatte sie all die Zeit zuvor nur durch eine dicke Scheibe sehen können. Das Video sei am Sonntagabend aufgenommen und von Milkes Anwalt veröffentlicht worden, hieß es.

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dpa

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