Demo gegen verurteilten Sex-Täter eskaliert

+
"Kinderschänder, weg von unseren Spielplätzen" forderten Demonstranten

Husum/Leck - Eine Spontandemonstration von Anwohnern gegen einen verurteilten Sexualstraftäter in ihrer Nachbarschaft ist in Schleswig-Holstein eskaliert.

Wie die Polizei mitteilte, hatten sich am Samstag im nordfriesischen Leck bis zu 50 Menschen versammelt, um gegen die Anwesenheit des 18-Jährigen in ihrer Umgebung zu demonstrieren. Später versuchten Teilnehmer, gewaltsam in die Wohnung des jungen Mannes einzudringen, berichtete ein Polizeisprecher.

Das sei von den anwesenden Polizisten verhindert worden. Der junge Mann wurde von Beamten vorübergehend an einen sicheren Ort gebracht. Insgesamt waren 18 Streifenwagen mit mehr als 30 Polizeibeamten an dem Einsatz beteiligt. Gegen die aufgebrachten Demonstranten wurden mehr als 40 Platzverweise erteilt, drei Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen.

Der 18-Jährige war wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen im Januar vom Amtsgericht Niebüll zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Nachdem er nach Leck gezogen war, hatte sich in der Nachbarschaft Widerstand geregt. Anwohner hatten Flugblätter verteilt und auch über soziale Netzwerke wie Facebook zu der Demonstration aufgerufen.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.