Der Papst und die Debatte um Bücher von lesbischer Autorin

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Papst Franziskus bei seiner wöchentlichen Audienz. Foto: Ettore Ferrari

Rom (dpa) - Papst Franziskus ist in die Debatte um Kinderbücher einer lesbischen Autorin hineingerutscht, in die sich bereits Elton John eingemischt hat.

Die Autorin Francesca Pardi hatte dem Papst ihre Bücher, die sich auch mit Familienmodellen mit homosexuellen Eltern beschäftigen, geschickt. Ein Vatikan-Vertreter hatte ihr darauf im Namen Franziskus' geantwortet mit Segenswünschen. Sie solle "weiter Arbeit im Dienste der jungen Generationen und bei der Verbreitung menschlicher und christlicher Werte" leisten, hieß es.

Italienische Medien interpretierten das als Würdigung des Vatikans von Pardis Arbeit und ihres Lebensstils. Die Autorin hat mit ihrer Partnerin vier Kinder. Der Vatikan sah sich am Freitag allerdings genötigt, dies klarzustellen. Es sei keine Aufmunterung gewesen, eine Lehre zu verbreiten, die nicht mit der christlichen übereinstimme, sondern ein privater Brief, sagte ein Vatikansprecher.

Über die Bücher diskutiert Italien seit Monaten. Der neue Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, hatte einige nach seinem Amtsantritt an Schulen der Stadt verbannt. Darauf beschimpfte ihn der Sänger Elton John als "bigott". In einem Schlagabtausch nannte Brugnaro Elton John "arrogant" und sagte, er würde in Venedig nie eine Schwulen- und Lesbenparade zulassen. Am Wochenende nahm die Geschichte wieder eine neue Wendung, indem der Bürgermeister auf Twitter eine Gay-Parade auf dem Canal Grande ins Gespräch brachte.

Twitter-Mitteilung Bürgermeister Venedig

Mitteilung Vatikan

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