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Sabotage an Bahnstrecken: Polizei sucht nach Tätern

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Von: Nail Akkoyun, Christian Weihrauch, Alina Schröder

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Die Deutsche Bahn ist scheinbar Opfer von Sabotage geworden. Die Ermittlungen der Polizei laufen mit Hochdruck.

Update vom Sonntag, 9. Oktober, 6.48 Uhr: Nachdem der Zugverkehr aufgrund einer Sabotage am Samstag stundenlang still gestanden hatte, sucht die Polizei nun nach den Tätern. Die Ermittlungen würden dabei in alle Richtungen geführt, erklärte die Bundespolizei. Am Abend wurden diese an das Landeskriminalamt in Berlin übergeben, wie Sprecher der Bundespolizei und des Berliner Lagezentrums am frühen Sonntagmorgen bestätigten.

„Wir haben einen Tatort in Berlin-Hohenschönhausen“, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Ein weiterer befindet sich in Nordrhein-Westfalen.“ Aus Sicherheitskreisen hieß es, es seien am Karower Kreuz in Berlin und in Herne in NRW vorsätzlich sogenannte Lichtwellenleiterkabel beschädigt worden, was Auswirkungen auf den Zugfunk hatte. Auch das Backup-System sei damit ausgefallen.

„Aktuell ist von einer zielgerichteten Fremdeinwirkung von außen auf Kabel der Deutschen Bahn auszugehen“, sagte der Sprecher. Zu weiteren Details könne er auch aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft geben.

Eine Sabotage-Aktion soll der Grund für die technische Störung bei der Deutschen Bahn gewesen sein. Die Polizei ermittelt.
Eine Sabotage-Aktion soll der Grund für die technische Störung bei der Deutschen Bahn gewesen sein. Die Polizei ermittelt. © Bodo Marks/dpa

Chaos am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe – Polizei nennt Tatorte

+++ 16.05 Uhr: Die Sabotage an den Bahnstrecken sorgt für Chaos am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. Dort strandeten hunderte Reisende, berichtet der hr. Viele Reisende hätten erst im Zug von den Ausfällen erfahren. Betroffen waren auch Besucher der Connichi, der großen Anime- und Manga-Messe in Kassel. Sie mussten stundenlange Umleitungen über Nebenstrecken mit Regionalbahnen in Kauf nehmen

+++ 15.23 Uhr: Wegen Sabotage an Bahnstrecken kommt es in Norddeutschland zu Zugausfällen und Verspätungen. Die Bundespolizei nennt nun Details. „Wir haben einen Tatort in Berlin-Höhenschönhausen“, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin der Deutschen Presse-Agentur. „Ein weiterer befindet sich in Nordrhein-Westfalen.“ Die Ermittlungen würden mit Hochdruck in alle Richtungen geführt. „Aktuell ist von einer zielgerichteten Fremdeinwirkung von außen auf Kabel der Deutschen Bahn auszugehen“, sagte der Sprecher. Zu weiteren Details könne er auch aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft geben.

Zugausfälle in Norddeutschland: Wissing äußert sich zu Sabotage

+++ 14.30 Uhr: Die weiträumigen Störungen im Bahnverkehr gehen laut Bundesverkehrsminister Volker Wissing auf Sabotage an zwei Standorten zurück. Es seien Kabel durchtrennt worden, sagte der FDP-Politiker am Samstag in Landau in der Pfalz. Er sprach von „Sabotagehandlungen“. „Es wurden Kabel mutwillig und vorsätzlich durchtrennt, die für den Zugverkehr unverzichtbar sind.“ Die Bundespolizei ermittle. Zum möglichen Motiv machte Wissing keine Angaben. „Die Hintergründe dieser Tat sind derzeit noch nicht weiter bekannt.“

Über drei Stunden waren am Samstagmorgen der Fern- und teils auch der Regionalverkehr der Deutschen Bahn in weiten Teilen Norddeutschlands ausgefallen. Im Laufe des Vormittags meldete die Bahn, dass die Störung behoben sei, es aber weiter zu Beeinträchtigungen kommen könne.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich zu den „Sabotagehandlungen“ geäußert, die den Fernverkehr der Deutschen Bahn in Norddeutschland lahmgelegt hatten. (Archivfoto)
Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich zu den „Sabotagehandlungen“ geäußert, die den Fernverkehr der Deutschen Bahn in Norddeutschland lahmgelegt hatten. (Archivfoto) © Christian Spicker/Imago

Zugausfälle in Norddeutschland: Deutsche Bahn nennt Sabotage als Grund

+++ 13.10 Uhr: Die großflächigen Ausfälle im Zugverkehr in Norddeutschland gehen nach Aussage der Bahn auf Sabotage zurück. „Aufgrund von Sabotage an Kabeln, die für den Zugverkehr unverzichtbar sind, musste die Deutsche Bahn den Zugverkehr im Norden heute Vormittag für knapp drei Stunden einstellen“, sagte eine Sprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin. Die zuständigen Sicherheitsbehörden hätten die Ermittlungen aufgenommen.

Um 14 Uhr will sich Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) zu „den aktuellen Ereignissen im Zugverkehr in Norddeutschland“ äußern.

Nach komplettem Stillstand: Bahnverkehr in Norddeutschland rollt wieder

+++ 11.39 Uhr: Wie die Deutsche Bahn mitteilt, ist die technische Störung, bei der das Zugfunksystem betroffen war, wieder behoben. Der Bahnverkehr sei in Niedersachsen langsam wieder angerollt. Der Betrieb werde nach und nach wieder aufgenommen, teilte die DB Regio Niedersachsen am Samstag via Twitter mit. Es werde aber weiterhin zu Verspätungen und auch Ausfällen im Nahverkehr der Deutschen Bahn kommen. „Darüber hinaus ist insbesondere bei den ersten wieder verkehrenden Zügen mit einer sehr hohen Auslastung zu rechnen“, heißt es auf der Website der DB.

Auch bei der Nordwestbahn, deren Züge ebenfalls über Stunden stillstanden, lief der Verkehr langsam wieder an.„Die Züge dürfen wieder fahren“, sagte eine Sprecherin. Aber auch hier rechne man noch mit Verspätungen, bis die Züge wieder fahrplanmäßig unterwegs seien.

Update vom Samstag, 8. Oktober, 9.33 Uhr: Neben dem Fernverkehr ist derzeit teilweise auch der Regionalverkehr der Deutschen Bahn in Norddeutschland unterbrochen. Wegen „einer technischen Störung an der Strecke“ sei im Raum Norddeutschland aktuell kein Zugverkehr im Nahverkehr der Deutschen Bahn möglich, teilte das Unternehmen mit. Konkret seien alle Regionalexpress- und Regionalbahn-Verbindungen im Bereich Niedersachsen und Bremen betroffen.

Technische Störung: DB-Fernverkehr in Norddeutschland eingestellt

Erstmeldung vom Samstag, 8. Oktober, 8.38 Uhr: Berlin – Am Samstag (8. Oktober) kommt es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr: Eine technische Störung führt nach Angaben der Deutschen Bahn in Norddeutschland derzeit zum kompletten Stillstand im Fernverkehr. Betroffen seien alle ICE- sowie IC- und EC-Züge in Norddeutschland, teilte die Bahn am Samstagmorgen mit.

„Es gibt derzeit keine Reisemöglichkeiten mit dem Fernverkehr von/nach Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen in/aus Richtung Kassel-Wilhelmshöhe, Berlin und NRW“, heißt es auf der Website der Deutschen Bahn. Auch sei der Verkehr zwischen Berlin, Hannover und NRW eingestellt.

Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen außerdem noch dieses Jahr tiefer in die Tasche greifen: Fahrkarten sollen nochmals deutlich teurer werden. (asc/nak/chw/dpa)

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