Hier versenkt die Fregatte "Köln" ein Piratenboot

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Der Blick des feuernden Bordschützen auf das Piratenboot im Meer

Berlin - Die deutsche Fregatte “Köln“ hat am Donnerstag vor der somalischen Küste ein der Piraterie verdächtiges Boot versenkt. Jetzt ist ein Video von der Helmkamera des Schützen aufgetaucht.

Sehen Sie hier das Video von der Helmkamera des Schützen auf Youtube

"Das Boot wurde von einem Hubschrauber aus beschossen und dann zerstört“, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr auf dapd-Anfrage. Bei einem Überflug sei vorher geklärt worden, dass sich keine Piraten an Bord befunden hätten. “Das Boot war mit Treibstoff, Waffen und Leitern beladen“, erläuterte der Sprecher. Das Boot sei wegen der transportierten Piratenausrüstung an Ort und Stelle zerstört worden.

Nach Angaben der EU NavFor, dem Marinekommando der Anti-Piraterie-Mission Atalanta, wurde das Boot unweit der somalischen Küstenlinie etwa 100 Seemeilen (180 Kilometer) südwestlich der Hauptstadt Mogadischu aufgespürt. Daraufhin war der Bordhubschrauber der “Köln“ aufgestiegen, damit sich die Soldaten ein Bild der Lage verschaffen konnten. Die Maschine vom Typ “Westland SeaLynx“ ist unter anderem mit einem schweren Maschinengewehr ausgerüstet. “Mit der Aktion setzt die Mission ihr robustes Auftreten gegenüber Piraten in der Region fort“, erklärte EU NavFor in einer Pressemitteilung, in der auch das Foto eines brennenden Bootes in der Dunkelheit verbreitet wurde.

Bereits am Mittwoch hatte die Fregatte “Köln“ ein Piratenmutterschiff und ein Schnellboot aufgespürt und beiden Fahrzeugen nachgestellt. Da die mutmaßlichen Piraten aber Waffen, Munition und Gerät über Bord warfen, sah die Besatzung der Fregatte von einer Festnahme ab, nachdem die Boote aufgebracht waren. Deutschland ist zurzeit Führungsnation der seit 2008 laufenden Operation Atalanta, die der Piraterie vor der somalischen Küste und im westlichen Indischen Ozean Einhalt gebieten soll.

dapd

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