Deutsche Mutter mit Kindern verschleppt

Berlin - Die mögliche Entführung einer Berlinerin mit zwei Kindern nach Libyen bereitet dem Auswärtigen Amt Sorgen. Der Vater der Kinder soll die drei im Urlaub in Tunesien über die Grenze nach Libyen verschleppt haben.

Eine Berliner Mutter soll mit ihren zwei Töchtern von ihrem früheren Freund in Libyen festgehalten werden. Das Auswärtige Amt bestätigte am Mittwoch, über den Fall informiert zu sein. Die “Bild“-Zeitung hatte berichtet, die Frau sei mit ihren Kindern während eines gemeinsamen Urlaubs in Tunesien von dem Mann über die Grenze nach Libyen verschleppt worden. Nun weigere er sich, die drei ausreisen zu lassen.

Wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte, wüssten Mitarbeiter des deutschen Verbindungsbüros in Bengasi ebenso wie Botschaftsmitarbeiter in Tripolis Bescheid. “Sie bemühen sich nach besten Kräften um Aufklärung“, sagte die Sprecherin. Das Auswärtige Amt stehe in Deutschland mit der Familie der Frau in Kontakt.

Dem Zeitungsbericht zufolge hatten die 24-jährige Mutter und ihre vier und sieben Jahre alten Töchter sich wochenlang nicht in Deutschland bei ihrer Familie gemeldet. Ihr Freund soll die junge Frau vor die Wahl gestellt haben, bei ihm in Libyen zu wohnen oder ohne die Töchter nach Deutschland zu fliegen.

dpa

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