Große Spendenbereitschaft registriert

Deutsche zeigen Herz für Taifun-Opfer

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Sie haben den Taifun überlebt, jetzt warten diese Kinder auf den Philippinen auf Hilfe

Berlin/Manila - Die Deutschen zeigen Herz: Viele möchten den Menschen auf den Philippinen nach dem verheerenden Taifun "Haiyan" helfen.

Hilfsorganisationen wie Caritas und Unicef sprechen von einer starken Bereitschaft der Bundesbürger, für die Taifun-Opfern zu spenden. Sie ist mit jener nach dem Erdbeben auf Haiti 2010 vergleichbar. "Es ist wirklich auffällig", so ein Unicef-Sprecher. Alle hofften, dass die Spendenbereitschaft weiter anhalte.

Tatsächlich brauchen die Philippinen enorme Hilfen. Die Vereinten Nationen riefen ihre 193 Mitgliedsländer zu Spenden in Höhe von 301 Millionen US-Dollar (225 Millionen Euro) auf. „Die Philippinen haben schon viele Katastrophen erlebt, aber keine, die so zerstörerisch war und so viele Menschenleben gefordert hat“, sagte UN-Nothilfekoordinatorin Amos in Manila. Die Spenden seien zusätzlich zu den bereits zugesagten 25 Millionen Dollar nötig. Die internationale Hilfe ist unterdessen angelaufen: Energiekekse des Welternährungsprogramms trafen ein, dazu Fertigbauteile für Hütten aus Malaysia, Räumgerät aus Japan. Der Regierungssender zeigte eine Lufthansa-Maschine, die mit Medizingerät und Decken aus Frankfurt in Manila gelandet ist. Tag und Nacht sortieren dort 2000 Freiwillige Essenspakete: In jede Plastiktüte kommen Reis, Sardinen, Kekse. Das Problem ist nach wie vor, die Tüten zu den Bedürftigen zu bekommen.

Auch deutsche Spezialisten sind im Krisengebiet rund um Tacloban im Einsatz: Am Mittwoch schicken Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk (THW) von Berlin aus ein Flugzeug mit 70 Tonnen Hilfsgütern auf den Weg in die schwer betroffene Region Cebu. An Bord sind u.a. zwei THW-Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung und ein mobiles Wasseranalyse-Labor. Die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung in katastrophengebieten hat stets oberste Priorität: Menschen verdursten bereits nach wenigen Tagen, während sie erheblich länger ohne Nahrung überleben. Zudem breiten sich durch verschmutzes Wasser schnell Seuchen aus.

dpa/afp

Spendenkonten im Überblick

Philippinen: Erste Hilfe nach der Taifun-Hölle 

US-Soldaten und philippinische Armee bereiten die Verteilung von Nahrungsmitteln vor © AFP
In Sicherheit: Ein Soldat übergibt ein verletztes Kind an einen Sanitäter  © AFP
Dieser Vater und sein Kind warten in Tacloban auf die Verteilung von Lebensmittelrationen   © dpa
Taifun-Opfer warten vor dem Flughafen von Tacloban. Sie hoffen auf einen Platz in einer Militärmaschine, die sie aus der Krisenregion fliegt   © AFP
Soldaten tragen eine verletzte Frau über das Rollfeld des Flughafens von Tacloban. Die alte Dame soll nach Manila geflogen werden, wo sie medizinisch versorgt werden kann © dpa
Nach vielen Plünderungen patroullieren jetzt Militär und Polizei auf den Straßen von Tacloban © dpa
Kinder spielen auf den Trümmern eines durch den Taifun zerstörten Wasserflugzeuges. Im Hintergrund ein völlig zerstörter Vorort von Tacloban   © dpa
Eine Mutter weint, nachdem ihre Familie im Kampf um die begehrten Plätze an Bord eines Militärflugzeuges leer ausging © AFP
Glückliche Ausbeute: Ein kleiner Filipino hat zwei große Tüten Lebensmittel ergattert © dpa
Taifun-OPfer warten vor den Toren des Airports von Tacloban auf ihre Evakuierung © AFP
"Bitte, helft uns" steht auf dem Pappschild, mit dem der kleine Junge am Straßenrand nahe Tacloban um Lebensmittel bettelt © dpa
Auch diese Kinder flehen um etwas zu essen, während auf der Straße nach Borbon (Provinz Cebu) die Autos an ihnen vorbeifahren © dpa
Diese Kirche in Tacloban bietet Taifun-Überlebenden Schutz und ein Dach über dem Kopf © dpa
Überlebende beten in der Santo-Domingo-Kirche in Tacloban um Schutz und Beistand © AFP
Eine Mutter irrt mit ihrem Kind durch die zerstörten Straßen von Tacloban © dpa
Für den kleinen Jungen in Tacloban ist die grüne Flasche sein großer Schatz: Sie enthält sauberes Trinkwasser. © dpa
Ein Mann ist auf sein zerstörtes Auto geklettert: Dort oben hofft er aufd Empfang für sein Handy © AFP
Soldaten und Polizisten bergen im Katastrophengebiet von Tacloban Todesopfer © dpa
Dieser alte Mann badet seinen Hund inmitten der Trümmerwüste von Tacloban © AFP
Es ist zwar so gut wie nichts, was ihnen geblieben ist, dennoch versuchen diese Männer, ihr Heim notdürftig wiederaufzubauen © AFP
Auch dieser Mann in Tacloban macht sich an die Reparaturen © AFP
Hilfe ist unterwegs: Das britische Kriegsschif "HMS Daring" ist mit Hilfsgütern beladen auf dem Weg zu den Philippinen © dpa
Die US-Regierung schickt die "USS Washington" ins Krisengebiet © dpa

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