Signal der "Barmherzigkeit"

Obdachloser im Vatikan beerdigt

Rom - Er lebte seit langem in der Gegend um den Petersplatz in Rom. Jetzt ist Willy wohl der erste Obdachlose, der im Vatikan beerdigt wurde. Ein Bischof ist voll des Lobes für den Mann.

Der Niederländer sei vor einem Monat im Campo Santo Teutonico, dem deutschen Friedhof des Vatikans, begraben worden, sagte der Vorsitzender der Erzbruderschaft, Aldo Parmeggiani, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Die römische Tageszeitung „Il Messaggero“ berichtete, Bischof Amerigo Ciani habe die Zeremonie geleitet. „Ein reiner, aufrichtiger, ordentlicher Mensch. Wir sollten uns ein Beispiel an ihm nehmen“, zitierte die Zeitung den Bischof. Papst Franziskus habe der Beerdigung im Vatikan zugestimmt. Es sei ein Signal der „Barmherzigkeit“ gewesen.

Der 78-jährige Papst setzt sich seit seinem Amtseintritt für Obdachlose ein, so hat er unter anderem Duschen und einen Friseur für Bedürftige am Petersplatz einrichten lassen.

Auf dem Friedhof ruhen nicht nur Deutsche, sondern auch Österreicher, Schweizer, Liechtensteiner und Flamen. Neben Künstlern, Wissenschaftlern und Theologen ist er auch die letzte Ruhestätte für viele Adelige. Die Erzbruderschaft von Deutschen und Flamen hat den Friedhof in ihrer Obhut.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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