In den USA angeklagt

Deutscher Professor plante wohl Massenmord

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Die Bezirksstaatsanwaltschaft von Orange County hat auf ihrer Webseite ein Bild des deutschen Professors veröffentlicht.

Los Angeles - Aus Verbitterung über den Freitod seines Sohnes soll ein deutscher Professor in Kalifornien Anschläge auf die Schule des Jungen und den Tod von Hunderten geplant haben.

Dies berichtete die “Los Angeles Times“ am Donnerstag. Der 48-jährige Dozent ist nach Angaben der Justiz im kalifornischen Orange County wegen mehrfacher Brandstiftung angeklagt. Sein Fall wird auf der Internetseite des Gerichts unter der Nummer 12HF2145 beschrieben.

Die “Los Angeles Times“ berichtete, dass der Deutsche von der Polizei beim Zündeln in einem Park gefasst und zunächst gegen Kaution wieder freigelassen worden sei. Inzwischen hätten die Ermittler aber E-Mails des Professors mit detaillierten Plänen für einen Mordanschlag auf Schüler und Lehrer seines toten Sohnes gefunden. Er sei erneut festgenommen und sitze ohne Möglichkeit, durch Kaution wieder auf freien Fuß zu kommen, hinter Gittern.

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Dem Zeitungsbericht zufolge war der 14-jährige Sohn des Akademikers angeblich ein Opfer von Mobbing. Die Schulleitung habe ihn im Frühjahr wegen eines geringfügigen Diebstahls bestraft. Der Junge erhängte sich aus Verzweiflung in einem Park. Die Polizei fand nach Angaben der Zeitung zunächst keine Hinweise dafür, dass der Jugendliche von Mitschülern gehänselt und gequält wurde.

Das Vorgehen des Vaters demonstriere “auf schockierende Weise, wozu ein Mensch durch unerträgliche Trauer getrieben werden könne“, kommentierte die Onlinezeitung “Huffington Post“. Aus den E-Mails, die der Professor an seine Frau und sich selbst schickte, geht nach dem Zeitungsbericht hervor, dass er in der High School auf Schüler und Personal schießen, das Gebäude in die Luft sprengen und sich dann selbst töten wollte.

In den E-Mails habe der Dozent seine Frau auch gedrängt, nach Deutschland zurückzukehren und ein neues Leben zu beginnen. Er bat sie, seinen anderen Kindern auszurichten, dass er durch die Trauer um den verlorenen Sohn “nicht mehr atmen“ könne. Der Dozent lehrte pharmazeutische Wissenschaften an der Universität von Kalifornien in Irvine.

dpa

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