1. Startseite
  2. Welt

Deutscher Tourist im Urlaub in Rio de Janeiro verschwunden – Leichenfund bringt traurige Gewissheit

Erstellt:

Von: Markus Hofstetter

Kommentare

Strand von Ipanema, Rio de Janeiro, Brasilien
Der Strand von Ipanema ist weltweit berühmt. © Luiz Gomes/imago

Ein Deutscher und sein Freund fliegen über Silvester nach Rio de Janeiro. Dort verschwindet der Mann spurlos. Es gibt unterschiedliche Versionen davon, was passiert ist.

Update vom 12. Januar, 10.06 Uhr: Tom K. (28) galt tagelang als vermisst. Seine Freundin befürchtete bereits das Schlimmste. Nun gibt es traurige Gewissheit. Fischer sollen eine Leiche in der Nähe der Cagarras-Inseln vor der Küste aus dem Meer gezogen haben. Gerichtsmediziner konnten diese anhand seiner Zähne und einem Kieferabgleich identifizieren, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Es handle sich laut Polizeiangaben um den deutschen Touristen.

Die Todesursache war den Angaben zufolge Ertrinken gewesen. Weitere Details sind zunächst unklar. Die Touristen-Polizei Deat sei informiert worden und mit dem deutschen Konsulat in Rio in Verbindung getreten, so die Polizei. Laut Polizei laufen Ermittlungen und Zeugen werden angehört. Das deutsche Konsulat in Rio de Janeiro und die deutsche Botschaft in Brasília äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht.

Der 28-Jährige soll am 28. Dezember mit seinem Lebensgefährten als Tourist nach Rio gekommen sein. Beide, aber vor allem sein Lebensgefährte, sollen sich dort mit der Militärpolizei angelegt haben. Nach Silvester sei der Urlaub außer Kontrolle geraten.

Rio de Janeiro: Deutscher unter mysteriösen Umständen verschwunden – Leichenfund lässt Angehörige bangen

Rio de Janeiro - In Brasilien ist offenbar ein Deutscher verschwunden. Die Onlineausgabe der Zeitung O Dia berichtet, dass Tom Klak seit der Nacht zum Donnerstag (5. Januar) vermisst wird. Zum letzten Mal wurde der 28-Jährige im Stadtteil Ipanema im Süden von Rio de Janeiro gesehen. Die Umstände sind mysteriös. Klaks Begleiter Leonard Pacheco berichtet, dass beide kurz vor dessen Verschwinden von Militärpolizisten angegriffen wurden.

Deutscher in Rio de Janeiro verschwunden: Freund wurde von Militärpolizisten bewusstlos geschlagen

Eine Freundin des Paares, die aus Angst vor Repressalien unerkannt blieben möchte, sagte der O Dia, dass die beiden in New York (USA) leben und über Silvester nach Rio geflogen sind. Da es Klak am Mittwochabend schlecht ging, machten sie sich auf die Suche nach medizinischer Hilfe. Schließlich beschlossen sie, wieder in die gemietete Wohnung zurückzukehren. Es gibt unterschiedliche Versionen davon, was dann passierte, berichtet merkur.de.

Die Freundin berichtet unter Berufung auf Pacheco, dass die beiden auf dem Weg in die Wohnung von der Militärpolizei angegriffen worden sind. Bevor der 36-Jährige durch einen Schlag auf den Kopf bewusstlos geworden ist, habe er beobachtet, wie die Polizisten versuchten, Klak zu erpressen und zu töten. Die Beamten brachten Pacheco schließlich in ein Krankenhaus. Aus Angst vor den Polizisten soll er die Klinik allerdings wieder verlassen haben, ohne entlassen worden zu sein.

Freunde von Klak haben bereits eine Suche nach ihm gestartet. Unter anderem haben sie alle Krankenhäuser überprüft, ohne fündig geworden zu sein. Klaks Freundin vermutet laut O Dia inzwischen, dass dessen Leiche im Meer entsorgt worden ist.

Deutscher in Rio de Janeiro verschwunden: Militärpolizisten berichten von nur einem Ausländer

Die Militärpolizisten dagegen berichten, dass sie am frühen Donnerstagmorgen nach Ipanema gefahren sind. Dort seien sie einer Meldung über einen Einbruchsversuch in ein Gebäude in der Rua Joana Angélica nachgegangen. Dort angekommen hätten sie einen aggressiven Ausländer vorgefunden, den sie unter Einsatz nicht-tödlicher Waffen fixierten und darauf in das Krankenhaus Miguel Couto brachten. Von einer zweiten Person war keine Rede.

Die Ermittlungen hat nun eine Sonderabteilung der Polizei für Tourismusförderung übernommen. Sie muss nun klären, welche der beiden Versionen stimmt.

Nach Informationen der Bild soll Klak auch Verbindungen zur Lufthansa haben. Demnach sollen Mitarbeiter der Airline auf ihren Social-Media-Accounts nach ihm suchen.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion