„Deutschland sucht den Superstar“ ab jetzt auch für Kinder

+
Angehender Star? Die neunjährige Sykla aus Dillingen (Saarland) ist eine der zehn jungen Kandidaten, die am Samstag bei „DSDS-Kids“ auftritt. Sie wird den Song „Der Schlumpfenstern“ singen.

Die Erwachsenenversion von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) steckt nach dem lahmen Finale am vergangenen Wochenende in der Krise, jetzt sollen sechs- bis vierzehnjährige Kinder das Format aus dem Quotentief retten:

Am Samstag startet die vierteilige Show-Reihe „DSDS Kids“. In der Jury sitzen Dieter Bohlen, Dana Schweiger und Michelle Hunziker. Durch die Sendung führt Daniel Aßmann (28), der unter anderem bei Super RTL Moderationserfahrung sammelte.

In den kommenden drei Wochen werden samstags jeweils zehn junge Sänger ihr Können zeigen, jedoch nicht live. Denn „DSDS-Kids“ ist keine normale Casting-Show: Die Auftritte werden vorab aufgezeichnet, laut RTL sollen die Kinder dann „ein kindgerechtes und empathisches Feedback“ von der Jury bekommen. Danach stimmen die Zuschauer live ab, welche Kandidaten an der Finalsendung am 25. Mai teilnehmen. Dem Sieger der Show winken ein Ausbildungs-Stipendium in Höhe von 30 000 Euro sowie ein Preisgeld von 20 000 Euro, mit dem der Gewinner seiner Schule und den Mitschülern einen Wunsch erfüllen kann.

Die Teilnehmer der ersten Sendung sind zwischen acht und dreizehn Jahre alt und wagen sich zumeist an deutsche und englische Songs aus den Charts.

Deutschland hat einen Schweizer Superstar

Deutschland hat einen Schweizer Superstar! Die Fotos des Kuschelfinales

Nach Angaben des Fernsehsenders soll bei der Sendung nicht Leistungsdruck, sondern der Spaß im Vordergrund stehen. „Gewinner sind heute schon die Kids, die sich mit ihrem Auftritt in der Show ihren ganz großen Traum erfüllen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Jurorin Dana Schweiger, selbst Mutter von vier Kindern, fügt hinzu: „Ich finde es richtig, die Talente von Kindern frühzeitig zu fördern.“ Kinder hätten viel Spaß daran, neue Dinge auszuprobieren und spielerisch zu entwickeln. So werde ihr Selbstbewusstsein gefördert.

Die Idee der RTL-Programmverantwortlichen fand bei Kindern und Eltern deutschlandweit offenbar großen Anklang. Nach eigenen Angaben sind bei RTL 38 664 Bewerbungen eingegangen - das sind 3000 Bewerbungen mehr als bei jeder anderen DSDS-Staffel.

Der Deutsche Kinderschutzbund äußerte dagegen deutliche Bedenken gegen die Sendung, denn das ursprüngliche Format sei auf Blamieren und Demütigen ausgelegt. Zudem sei Chefjuror Dieter Bohlen nicht gerade für seine Diplomatie bekannt, sagte der Präsident des Kinderschutzbundes Heinz Hilgers auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd.

Der Kritisierte kündigte indes an, mit den Kindern nicht zu hart ins Gericht zu gehen: „Natürlich wird ein Poptitan das Ohr mal zudrücken, wenn der ein oder andere Ton nicht gestimmt hat.“

Samstag, RTL, 20.15 Uhr

Von Friederike Szamborzki

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.