Die Donau – Kunst und Kultur an Europas Lebensader

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Direkt am Ufer der Donau liegt das prächtige Hohenzollernschloss Sigmaringen.

Die Donau ist die europäische Lebensader. Auf ihrem Weg durch Mittel- und Südosteuropa prägt sie seit der Antike das Leben und die Kultur an ihren Ufern. Der Bildband „Die Donau – Kulturschätze an einem europäischen Strom“ des Hirmer Verlags schickt seine Leser auf eine Reise quer über den Kontinent.

Die Donau verbindet und trennt

Mit mehr als 2.800 Kilometern Länge ist die Donau nach der russischen Wolga der zweitlängste Fluss Europas. Sie entspringt nahe der Kleinstadt Donaueschingen in Baden-Württemberg und fließt durch zehn Staaten bis nach Rumänien, wo sie ins Schwarze Meer mündet. Auf mehr als einem Drittel ihrer Gesamtlänge fungiert sie als Staatsgrenze. Zwölf Großstädte schmiegen sich an ihre Ufer, vier davon sind sogar die Hauptstadt ihres Landes:

  • Die Altstadt von Wien, der Hauptstadt Österreichs, wird von der Donau geteilt. Vom Fluss aus bietet sich ein atemberaubender Blick auf die spätgotischen Bauwerke und das Wahrzeichen der Stadt: den Stephansdom.
  • Nur 60 Kilometer von Wien entfernt liegt Bratislava, die Hauptstadt der Slowakei. Hoch über der Donau, die mitten durch die Stadt fließt, ragt die mächtige Bratislavaer Burg auf.
  • In Ungarn strömt die Donau durch die Millionenstadt Budapest. Sie trennt die beiden Stadtteile Buda und Pest, die erst seit 1873 eine gemeinsame Stadt bilden.
  • Belgrad, die Hauptstadt Serbiens, gilt als „Tor zum Balkan“: Durch ihre Lage an der Mündung des Flusses Save in die Donau liegt hier ein Knotenpunkt für den Schiffsverkehr zwischen Mittel- und Südosteuropa.

Bedeutende Baudenkmäler an den Ufern

Neben den Großstädten entstanden im Laufe der Jahrhunderte unzählige kleine und mittlere Ortschaften, Klöster, Schlösser und Burgen an den Ufern der Donau. Baudenkmäler vor allem aus der Spätgotik und dem Barock, die zu den bedeutenden kunstgeschichtlichen Bauwerken ihrer Epoche gehören, reihen sich aneinander. Der Bildband „Die Donau“ des Hirmer Verlags präsentiert diese Kulturschätze in 220 farbigen Abbildungen und verfolgt den Lauf des Flusses von seinem Ursprung über Ulm, Regensburg, Passau und Wien bis nach Budapest.

Von Kaiserin Elisabeth und Agnes Bernauer

Auch im täglichen Leben der Menschen spielte der Strom immer wieder eine zentrale Rolle. Über die Donau kam Kaiserin Elisabeth nach Ungarn. Sie betrat das Land, zu dessen Königin sie 1867 gekrönt wurde, erstmals auf einer kleinen Insel, die zwischen der Slowakei und Ungarn im Fluss liegt. In Erinnerung daran heißt diese bis heute „Elisabethinsel“.

Andere berühmte Persönlichkeiten fanden in den Fluten den Tod: Agnes Bernauer, die Geliebte des Wittelsbacher Herzogs Albrecht III., wurde im 15. Jahrhundert in der Donau ertränkt. Eine Liaison mit einer Bürgerlichen wollte Albrechts Vater Ernst von Bayern-München nicht dulden.

Der Bildband „Die Donau“ des Hirmer Verlages geht in kurzen Exkursen auf diese beiden und andere historische Ereignisse ein. Er beleuchtet das Leben und die Kultur an der Donau von den Wittelsbachern über die österreichisch-ungarische Donaumonarchie bis hin zu Hitlers Linzprojekt, bei dem er die Stadt zur schönsten Metropole an der Donau ausbauen wollte.

Für die zum Teil eigens für den Bildband erstellten Aufnahmen bereiste der Fotograf Achim Bunz mehr als zwei Jahren lang die Denkmäler an der Donau. Die zahllosen Bilder, die dabei entstanden, bearbeitete er mit modernster digitaler Technik nach und fügte sie zu großformatigen Gesamtansichten zusammen. Die so miteinander verschmolzenen Einzelaufnahmen vermitteln dem Betrachter den Eindruck, als stünde er selbst in den Bauwerken.

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