Barren im Millionenwert

Diebe klauen 50 Kilo Gold aus Air-France-Maschine

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Symbolbild

Paris - Was für ein Coup: Unbekannte Diebe haben am Pariser Flughafen Roissy rund 50 Kilogramm Gold aus einer Maschine der französischen Fluggesellschaft Air France gestohlen.

Dies teilte ein Flughafensprecher am Dienstag mit. Air France kündigte eine Strafanzeige gegen Unbekannt an. Am selben Flughafen war erst vor wenigen Tagen eine Rekordmenge Kokain beschlagnahmt worden, das ebenfalls in einer Air-France-Maschine transportiert worden war.

Die Goldbarren im Wert von rund 1,6 Millionen Euro waren bereits am vergangenen Donnerstag von dem auf Werttransporte spezialisierten Unternehmen Brink's zum Flughafen Roissy gebracht und dort in eine Air-France-Maschine geladen worden. Das Gold sollte am frühen Nachmittag mit einem Linienflug nach Zürich gebracht werden. Entdeckt wurde der Diebstahl erst einen Tag später in Zürich.

Nach Angaben des Flughafensprechers organisiert Brink's täglich ähnliche Transporte auf diesem Linienflug. Die Angestellten der Sicherheitsfirma bleiben demnach immer auf dem Rollfeld, bis die Maschine abhebt. Die Diebe hätten daher "ganz bestimmt Komplizen am Flughafen gehabt". Das US-Unternehmen teilte mit, die Goldbarren seien zum Zeitpunkt ihres Verschwindens nicht mehr in seiner Verantwortung gewesen. Das Unternehmen habe lediglich den Auftrag gehabt, das Gold sicher zum Flugzeug zu bringen.

Die französischen Fahnder vermuten beim Diebstahl des Goldes wie auch beim Kokain-Schmuggel eine Komplizenschaft von Mitarbeitern der Fluggesellschaft oder des Flughafens. In der Affäre um fast 1,4 Tonnen geschmuggeltes Kokain wurden am Dienstag fünf Verdächtigte einem Pariser Untersuchungsrichter vorgeführt. Nach Angaben eines Justizsprechers handelt es sich um drei Italiener und zwei Briten. Zunächst waren in Frankreich sechs Verdächtige festgenommen worden. Eine Frau wurde aber wieder auf freien Fuß gelassen. Dem Vernehmen nach arbeitet keiner der sechs für Air France.

Das Kokain war bereits am 11. September nach Paris geflogen worden. Die Beschlagnahmung erfolgte aber erst am vergangenen Freitag. Ein Teil der Drogen wurde am Flughafen entdeckt, ein anderer Teil in einem Lastwagen, der nach Luxemburg unterwegs war. Air France kündigte eine interne Untersuchung an.

Das sind die sichersten Fluglinien der Welt

In dem JACDEC-Index werden nur Unfälle kommerzieller Unternehmen berücksichtigt, bei denen das Flugzeug zerstört oder nicht mehr reparierbar war oder bei denen es Todesopfer gab. © dpa
Sieben der 60 großen Airlines sind seit 30 Jahren unfallfrei, darunter auch Air Berlin. Die Fluggesellschaft  wurde 1979 gegründet un d zählt heute zu den sichersten Fluglinien. © dpa
Zu den sichersten Airlines gehört auch Finnair.  Das Unternehmen gibt es seit 1923. © dpa
Rang Nummer 3: Die portugisische TAP Air. Die Fluglinie existiert seit 1945. © wikipedia commons
Genauso gut stehen auch die 1922 gegründete australische Qantas Qantas Airways gibt es seit 1922. In der JACDEC-Bilanz taucht übrigens der beschädigte Airbus A380 der Qantas, bei dem ein Triebwerk nahe Singapur explodierte und zu schweren Schäden an der Tragfläche führte, nicht auf. © dpa
Qantas Airways
Denn die Australier konnten die europäische Riesenmaschine für rund 50 Millionen Euro wieder reparieren. Das Flugzeug war ja kein Totalverlust. © dpa
Cathay Pacific Airways
Cathay Pacific Airways aus Hongkong zählt auch zu den sichersten Fluglinie der Welt. Es gibt sie seit 1946. © dpa
All Nippon Airways
All Nippon Airways (ANA):  Der japanische Flug-Anbieter wurde 1953 gegründet. © dpa
Emirates Airline - d as Unternehmen ist 1985 gegründet worden. Seitdem ist kein schwerer Unfall passiert. © dpa
Die Deutsche Lufthansa mit der Ranking-Note 0,005 nimmt lediglich den 21. Platz ein. Ein Unfall in den vergangenen 30 Jahren. 1993 starben bei einem Unfall mit einem Lufthansa-Flieger zwei Menschen. © dpa
Das 1991 gegründete Unternehmen EVA Air belegt den 10. Platz der sichersten Flugzeuge der Welt. © wikipedia commons
Virgin Blue fliegt auf Rang 13. Die Firma wurde 2000 gegründet und ist seit neuen Jahren ohen Flugezugverlust. © wikipedia commons
Etihad Airways gibt es erst seit 2003. Seitdem hat die Fluglinie aber keine nennenswerte Unfälle produziert. © dpa
EasyJet: Gegründet wurde die Firma 1995, und seitdem ist die Fluglinie unfallfrei. © dpa
West Jet Airlinesn belegt den 16. Platz der sichersten Fluglinien der Welt. Das Unternehmen wurde 1996 gegründet. © wikipedia commons
Auf Rang 17 ist JetBlue Airways gelandet. Das Unternehmen ist im Jahr 2000 gegründet worden. © wikipedia commons
Der bislang letzte Unfall eines British Airways-Fleigers ist erst ein Jahr her. Gestorben ist niemand. Daher nur Platz 18 der sichersten Fluglinien der Welt. © dpa
Auch die Royal Dutch Airlines KLM verzeichnen einen Unfall in den vergangenen 30 Jahren. Dabei ist niemand gestorben, und seit fünf Jahren ist das Unternehmen wiederum unfallfrei. © dpa
El Al Airways gehört ebenfalls zu den sichersten Fluglinien der Welt. Gegründet: 1948. © wikipedia commons
Virgin Atlantic Airways. Die Frima wurde 1984 gegründet und ist seit 25 Jahren unfallfrei. © wikipedia commons
Auf Rang 12: Qatar Airways. 1994 ging das Unternehmen an den Start, seit 15 Jahren ist es unfallfrei. © dpa
Hainan Airlines wurde 1993 gegründet. Das Unternehmen belegt Rang elf. © dpa
TAM
Auf den letzten Plätzen unter den 60 großen Fluggesellschaften rangieren vier asiatische und zwei südamerikanische: Schlusslicht ist die brasilianische TAM mit der Ranking-Note 1,397, die seit 1980 sechs Unfälle mit insgesamt 336 Toten erlitt. © dpa
Saudi Arabian Airlines
Saudi Arabian Airlines: Saudi Arabian Airlines (Note 1,030) mit vier Unfällen und 611 Toten. © dpa
Die schon 1933 gegründete Turkish Airlines - jahrelang Schlusslicht dieser Bilanz - ist auf den 53. Rang vorgerückt. Ihr letzter schwerer Unfall liegt mittlerweile 16 Jahre zurück. Und auch internationale Experten bescheinigen Turkish Airlines mittlerweile, gründlich umstrukturiert worden zu sein und in punkto Sicherheit und Zuverlässigkeit enorme Fortschritte gemacht zu haben. © 

Die Koffer mit dem Kokain seien auf dem Flughafen von Venezuelas Hauptstadt Caracas ohne die üblichen Sicherheitschecks und Gepäckkontrollen in die Maschine geladen worden, sagte der französische Experte für Flugsicherheit, Christophe Naudin. Auch in Paris seien die Kontrollen umgangen worden. Dies sei nur über die Mittäterschaft von Air-France-Beschäftigten möglich gewesen.

Experten vermuten hinter dem Schmuggel die kalabrische Mafia, die den Handel mit Kokain aus Lateinamerika kontrolliert. Das Kokain mit einem Straßenverkaufswert von mehr als 200 Millionen Euro war vermutlich für den europäischen Markt bestimmt. Es ist die größte Menge an Kokain, die jemals in Frankreich beschlagnahmt wurde.

AFP

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