Diebe stehlen immer teurere Autos

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Autodiebe stehlen in Deutschland zwar weniger, dafür teurere Wagen. Foto: Heiko Wolfraum/Symbol

Neuwagen in Deutschland werden immer wertvoller - und damit auch die Beute der Autodiebe. Besonders häufig werden schwere Geländewagen gestohlen. An manchen Marken laufen die Diebe meist vorbei.

Berlin (dpa) - Land-Rover- und BMW-Fahrer müssen besonders aufpassen: Autodiebe stehlen in Deutschland zwar weniger, dafür teurere Wagen.

Das Diebesgut war im vergangenen Jahr durchschnittlich 14 650 Euro wert, 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr und damit so viel wie nie. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft am Mittwoch bezogen auf die kaskoversicherten Fahrzeuge mit.

Der Trend spiegelt den Hang der Bundesbürger zu immer teureren Neuwagen. Der durchschnittliche Listenpreis ohne Extras lag 2014 erstmals über 27 000 Euro, wie Fachleute der Uni Duisburg-Essen ermittelt hatten. Viele Autos werden mit Rabatt verkauft.

Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Autodiebstähle weiter zurück. Das Bundeskriminalamt registrierte 18 549 gestohlene Wagen, vier Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Brennpunkte des Kriminalitätsgeschehens lagen wie in den Vorjahren in den Grenzregionen Brandenburgs und Sachsens sowie in den Großräumen Berlin und Hamburg, wie die Behörde im August mitteilte. Viele Diebe nutzten Polen als Ziel- und Transitland. Zwei Drittel der Tatverdächtigen waren demnach Deutsche. Dominiert werde das Geschehen von internationalen Banden. Am geringsten war die Diebstahlrate in Bayern.

Nach Angaben von Ermittlern werden gestohlene Autos immer häufiger ausgeschlachtet und in Einzelteilen im Internet angeboten, was lukrativer sein soll als komplette Autos weiterzuverkaufen.

Fahrer von Land Rover und Audi tragen nach Angaben der Versicherer das größte Diebstahlrisiko. Dagegen können Opel- und Hyundai-Besitzer vergleichsweise ruhig schlafen. Auf diese Marken haben es Diebe weniger abgesehen.

Der anhaltende Rückgang der Diebstahlzahlen schont die Versicherer. Mit 262 Millionen Euro mussten sie im vergangenen Jahr nur ein Drittel der Summe aufwenden wie 20 Jahre zuvor.

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