Kommt bald die Schwarze Witwe?

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Diese beiden neu eingewanderten Spinnenarten sind harmlos

Berlin - Der Schwarzen Witwe will niemand gerne begegnen. Doch es könnte sein, dass sie sich bald auf den Weg nach Deutschland macht. Andere gebietsfremde Arten haben sich hier längst eingelebt. 

Noch gibt es keinen Grund zur Sorge. In Deutschland ist die Schwarze Witwe so gut wie nie anzutreffen. Doch die Klimabedingungen in Deutschland nähern sich durch die globale Erwärmung immer mehr denen des Mittelmeerraums an. So fühlen sich auch die von dort stammenden Arten hier immer wohler.

Bereits gut eingelebt haben sich zwei ungefährliche Spinnenarten aus dem Mittelmeerraum: Die Zitterspinne Holocnemus pluchei stammt und die Kräuseljagdspinne Zoropsis spinimana. Sie reisten wohl als blinde Passagiere mithilfe von Bussen oder LKW nach Deutschland.

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Diese Tierarten sind nach Deutschland eingewandert

Doch die Invasion fremder Arten nach Deutschland begann schon viel früher und hatte andere Ursachen als den Klimawandel. Etwa 1150 nicht heimische Tier- und 12.000 invasive Pflanzenarten leben laut der Umweltstiftung WWF in Deutschland. Als Referenz gilt dabei das Jahr 1492, als Christoph Columbus Amerika entdeckte. Ab diesem Zeitpunkt waren die Kontinente durch die moderne Seefahrt miteinander verbunden. Die Schiffe bringen neue Arten als blinde Passagiere mit. Die Chinesische Wollhandkrabbe etwa gelangte auf diesem Weg von Ostasien nach Europa und ist heute auch in Deutschland heimisch.

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Doch viele gebietsfremde Arten kommen nicht durch Zufall nach Deutschland. So wie etwa der Asiatische Marienkäfer, der mittlerweile häufiger zu sehen sind als der heimische Siebenpunkt-Marienkäfer. Die Asiatischen Marienkäfer sollten eigentlich nur in Gewächshäusern Schädlinge fressen - gelangten aber in die Freiheit und verbreiteten sich. Auch der Amerikanischer Nerz ist aus der Gefangenschaft entwischt. Ursprünglich wurder er als Pelztier eingeführt.

sr

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