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Rente vor 67: Wer früher in den Ruhestand kann – und das ohne Abzüge

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Von: Tanja Banner

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Die Rente ist ein Thema, das jeden berufstätigen Menschen früher oder später beschäftigt. Welche Jahrgänge noch vor 67 in den Ruhestand gehen dürfen.

Kassel – Früher oder später denkt jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin an die Rente. Ein früher Ruhestand, den man bei bester Gesundheit und ohne Geldsorgen genießen kann – das ist wohl der Traum vieler Menschen. Doch wie ist das eigentlich mit dem Renteneintritt? In welchem Alter darf man in den Ruhestand gehen und wie schafft man es, sich vor 67 in die wohlverdiente Rente zu verabschieden?

Das Renteneintrittsdatum ist in Deutschland an das Geburtsdatum gekoppelt. Für jeden Geburtsjahrgang gilt ein anderes Renteneintrittsalter. Und nur für einige Jahrgänge gilt noch, dass sie vor 67 ohne Abzüge in Rente gehen dürfen. Bis ins Jahr 2029 wird die Altersgrenze für die Regelaltersrente nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Ab 2024 wird das Renteneintrittsalter in 2-Monats-Schritten angehoben.

Früher in den Ruhestand gehen und die Rente in vollen Zügen genießen – das sollte man vorher genau berechnen.
Früher in den Ruhestand gehen und die Rente in vollen Zügen genießen – das sollte man vorher genau berechnen. © Julian Stratenschulte/dpa

Rente: Welche Jahrgänge vor 67 Jahren in den Ruhestand gehen können

Die Tabelle gibt einen Überblick darüber, welche Jahrgänge noch vor 67 Jahren in Rente gehen dürfen und wer bis zur Regelaltersgrenze von 67 Jahren arbeiten muss:

GeburtsjahrRenteneintrittsalter und Renteneintritt
195665 Jahre und 10 Monate (Renteneintritt ab 2021)
195765 Jahre und 11 Monate (Renteneintritt ab 2022)
195866 Jahre (Renteneintritt ab 2024)
195966 Jahre und 2 Monate (Renteneintritt ab 2025)
196066 Jahre und 4 Monate (Renteneintritt ab 2026)
196166 Jahre und 6 Monate (Renteneintritt ab 2027)
196266 Jahre und 8 Monate (Renteneintritt ab 2028)
196366 Jahre und 10 Monate (Renteneintritt ab 2029)
ab 196467 Jahre (Renteneintritt ab 2031)

Wer bis Jahrgang 1963 geboren ist, kann also noch vor dem 67. Geburtstag in den Ruhestand gehen, wer 1964 oder später auf die Welt gekommen ist, der muss nach derzeitigem Stand bis 67 Jahre arbeiten.

Rente vor 67: Wer früher in den Ruhestand gehen kann

Wie überall gibt es bei der Rente jedoch auch Ausnahmen von der Regel. Generell gilt: Wer Abschläge in Kauf nimmt, kann sich früher in den Ruhestand verabschieden. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung wird für jeden Monat, den man die Rente früher in Anspruch nimmt, ein Abschlag von 0,3 Prozent berechnet. Das macht für ein Jahr 3,6 Prozent weniger Rente. Wichtig zu wissen: Der Abschlag bleibt dauerhaft bestehen – auch dann, wenn man das reguläre Renteneintrittsalter erreicht hat. Durch freiwillige Renteneinzahlungen kann man die Abschläge ausgleichen.

Wer 45 Jahre lang rentenversichert ist, kann nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung „grundsätzlich früher in Rente gehen“. Dieses Modell wird oft auch „Rente mit 63“ genannt – alle vor 1953 Geborenen konnten ab dem 1. Juli 2014 ohne Abschläge mit 63 Jahren in Rente gehen. Heute verschiebt sich jedoch auch hier das Eintrittsdatum mit dem Geburtsjahr nach oben. Zur Ermittlung des Renteneintrittsalters bei diesem Modell bietet die Deutsche Rentenversicherung einen Rentenbeginnrechner an. Doch aufgepasst - dieser Jahrgang muss bei Rente mit 63 mit den größten Abzügen rechnen. (tab)

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