Dieser "Schrei" ist 91,3 Millionen Euro wert

New York - Eine von vier Versionen des Gemäldes “Der Schrei“ von Edvard Munch ist in New York für die Rekordsumme von 119,9 Millionen Dollar (91,3 Millionen Euro) versteigert worden.

Das Bild aus dem Jahr 1895 kam am Mittwoch beim Auktionshaus Sotheby's unter den Hammer. Über den Käufer wurde nichts mitgeteilt. Der bisherige Rekord lag bei 106,5 Millionen Dollar für das 2010 versteigerte Bild “Nackte, grüne Blätter und Büste“ von Pablo Picasso. “Der Schrei“ gilt als Symbol für die Ängste und Verunsicherung des modernen Menschen.

Das versteigerte Bild eines stilisierten Mannes, der unter einem blutroten Himmel mit verzerrtem Gesicht einen Schrei ausstößt, ist eine von vier Versionen des expressionistischen Gemäldes und zugleich das einzige, das sich noch in Privatbesitz befand. Die anderen Versionen sind in norwegischem Staatsbesitz; eine zeigt das Nationalmuseum, die beiden anderen das Munch-Museum in Oslo.

Deutschlands UNESCO Welterbestätten

Deutschland: 34 UNESCO Welterbestätten
Industriekomplex Zeche Zollverein: Die Zeche Zollverein ist ein repräsentatives Beispiel für die Entwicklung der Schwerindustrie in Europa. © dpa
Die Wasserspiele unterhalb des Herkules im Bergpark Wilhelmshoehe in Kassel (Hessen),
Die Wasserspiele unterhalb des Herkules im Bergpark Wilhelmshoehe in Kassel (Hessen). © dpa
Das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth wird 2012 neu ins Welterbe aufgenommen. © dapd
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Das Welterbekomitee hat 2011 die Harzer Wasserwirtschaft zum Kulturwelterbe erklärt, ein ausgeklügeltes System kleiner Stauseen, Gräben und Stollen, das den Bergleuten zur Energieerzeugung diente. © dpa
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Mit dieser Anlage wurde die Entnahme von Betriebswasser aus dem Teich für die Wasserräder der Bergwerke, Pochwerke und Hütten geregelt. © dpa
Goslar
Dies gilt aber nicht als neue Welterbestätte, sondern als Erweiterung der Welterbestätte “Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar“, die bereits seit 1992 zum Unesco-Welterbe gehört. © dpa
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Aachener Dom: Der um 790 bis 800 erbaute Dom ist bau- und kunstgeschichtlich von universeller Bedeutung und eines der großen Vorbilder religiöser Architektur. © dpa
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Die Altstadt von Bamberg repräsentiert in einzigartiger Weise die auf frühmittelalterlicher Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt. © dpa
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Schloss Augustusburg in Brühl gilt als Meisterwerk des Rokoko. © dpa
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Ebenso im Rokkokostil das Schloss Falkenlust in Brühl. © dpa
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Sechs Siedlungen der Berliner Moderne gehören in die Liste des Welterbes. Hier idide Wohnstadt Carl Legien (Prenzlauer Berg), 1928-30 erbaut von Bruno Taut und Franz Hillinger. © dpa
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Muskauer Park: Gartenkunstwerk wurde von Prinz Hermann von Pückler-Muskau 1815 bis 1844 angelegt. © dpa
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Rathaus und Roland in Bremen: Das Rathaus wurde Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut und im frühen 17. Jahrhundert im Stil der Weser-Renaissance renoviert. © dpa
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Das Bauhaus und seine Stätten in Dessau und Weimar. © dpa
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Beispielhaft für die Weimarer Bauhaus-Architektur ist das "Haus am Horn", das nach einem Entwurf von Georg Muches 1923 als Musterhaus realisiert wurde. © dpa
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Gartenreich Dessau-Wörlitz © dpa
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Grube Messel: Die Fossillagerstätte Grube Messel bei Darmstadt gibt einzigartigen Aufschluss über die frühe Evolution der Säugetiere. © dpa
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Dom und St. Michael zu Hildesheim: Der Dom und die... © dpa
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...ehemalige Benediktinerabteikirche St. Michael legen ein außergewöhnliches Zeugnis von der religiösen Kunst im Heiligen Römischen Reich ab © dpa
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Klassisches Weimar © dpa
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Kloster Lorsch zwischen Worms und Darmstadt © dpa
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Kloster von Maulbronn:Die 1147 gegründete Anlage bildet ein ungewöhnliches Bild der Geschlossenheit. © dpa
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Klosterinsel Reichenau: Die Klosterinsel Reichenau im Bodensee ist ein herausragendes Zeugnis von der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter. © dpa
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Kölner Dom: Der Kölner Dom, erbaut von 1248 bis 1880, gilt als Meisterwerk gotischer Architektur. In der gesamten Bauzeit wurden die originalen Baupläne nicht verändert. © dpa
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Der obergermanisch-rätische Limes © dpa
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Altstadt von Lübeck: Die Stadt wurde 1143 gegründet und 1159 unter Heinrich dem Löwen in den bis heute fortwirkenden Grundlinien angelegt. © dpa
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Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg © dpa
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Berliner Museumsinsel © dpa
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Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal © dpa
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Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin © dpa
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Quedlinburger Altstadt: Mit seinen rund 1300 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten und einer Reihe von Jugendstilbauten gilt Quedlinburg als eines der größten Flächendenkmäler Deutschlands. © dpa
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Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof: Regensburg war im Hohen Mittelalter ein politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und ein blühendes europäisches Handelszentrum. © dpa
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Dom zu Speyer: Der Dom zu Speyer ist auch in seinen Abmessungen das größte Denkmal seiner Zeit. Die salischen Kaiser machten ihn zu ihrer Grablege. Maria und dem heiligen Stephan geweiht, wurde der Dom in zwei großen Bauphasen von 1025 bis 1061 und 1082 bis 1106 errichtet. © dpa
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Stralsund und Wismar: Die Altstädte von Stralsund und Wismar repräsentieren idealtypisch die entwickelte Hansestadt während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert. © dpa
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Römerbauten, Dom und Liebfrauenkirche in Trier: Trier, im Jahre 16 v. Chr. als "Augusta Treverorum" gegründet, ist die älteste Stadt Deutschlands. © dpa
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Völklinger Eisenhütte: Die Völklinger Hütte steht für ein Jahrhundert Geschichte von Arbeit und Stahl. 1873 wurde sie vom Kölner Ingenieur Julius Buch gegründet. © dpa
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Wartburg: Martin Luther übersetzte hier das Neue Testament. Die Wartburg ist ebenso mit dem Sängerkrieg, der heiligen Elisabeth und dem Fest der Burschenschaften 300 Jahre nach der Reformation verbunden © dpa
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Wattenmeer: Das Wattenmeer ist eines der weltweit größten und wichtigsten gezeitenabhängigen Feuchtbiotope und hat als Rastgebiet für Zugvögel globale Bedeutung. © dpa
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Wallfahrtskirche "Die Wies": Die Wallfahrt zu einem wundertätigen Bildwerk war für den Prämonstratenserabt von Steingaden Anlass, ein glanzvolles Heiligtum zu errichten. Die Bauarbeiten begannen 1745 unter Leitung des berühmten Architekten Dominikus Zimmermann. © dpa
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Residenz Würzburg: Die Würzburger Residenz wird als das einheitlichste und außergewöhnlichste aller Barockschlösser betrachtet. Zwischen 1740 und 1770 ausgestattet und zwischen 1765 und 1780 mit prachtvollen Gärten versehen, veranschaulicht sie einen der strahlendsten Fürstenhöfe Europas. © dpa

Die Gebote starteten bei 40 Millionen Dollar, daran beteiligten sich zunächst sieben Bieter. Zuletzt blieben noch zwei Bieter übrig, die der Auktion telefonisch zugeschaltet waren. Nach mehr als zwölf Minuten fiel schließlich der Hammer.

von vier Versionen des Gemäldes “Der Schrei“ von Edvard Munch ist in New York für die Rekordsumme von 119,9 Millionen Dollar (91,3 Millionen Euro) versteigert worden.

Das versteigerte Exemplar gehörte dem norwegischen Industriellen Petter Olsen, dessen Vater ein Nachbar und Freund Munchs war. Mit den Einnahmen sollen ein neues Museum, ein Kunstzentrum und ein Hotel in Hvitsten in Norwegen gebaut werden. Dort lebten Munch und Olsens Vater. Olsen erklärte, er habe sich zum Verkauf entschlossen, da der Moment gekommen sei, “dem Rest der Welt die Chance zu bieten, dieses bemerkenswerte Werk zu besitzen und zu würdigen“. Nach der Auktion sagte Olsen, er sei zufrieden mit dem Ergebnis. Er hoffe, dass das öffentliche Interesse an Munchs Werk mit der medienwirksamen Versteigerung gewachsen sei.

Farbenfrohe Orte auf der ganzen Welt

Kanaren: Die bunten Häuschen am Risco de San Juan, einem Höhenzug oberhalb des Hafens von Las Palmas de Gran Canaria, finden sich nur selten in Reiseführern abgebildet. © dpa
Schottland: In dem kleinen Ort Tobermory auf der Isle of Mull haben sie zumindest an Farben nicht gespart: Die Häuser am Hafen sind knallig bunt. Ob es etwas damit zu tun hat, dass in der Tobermory Distillery seit 1798 Whiskey gebrannt wird? © dpa
Die norwegische Hafenstadt Bergen hat den wenig schmeichelhaften Titel, die „regenreichste Großstadt in Europa“ zu sein. © dpa
Kolumbien: Es dürfte der Einfluss der Karibik sein, der dafür sorgte, dass die Altstadt von Cartagena in Kolumbien auch heute noch so farbenprächtig erstrahlt. © dpa
Marokko: Viele der weißen Häuser in den engen, verwinkelten Gassen in Chefchaouen im Nordosten Marokkos sind zusätzlich noch blau angestrichen – diese Farbe soll Geister abhalten. © dpa
Kapstadt: Die im 18. Jahrhundert am Fuß des Signal Hill entstandene Wohngegend Bo-Kaap (auch Malayenviertel) wurde überwiegend von sogenannten Kapmalayen gestaltet, Nachkommen jener Sklaven, die seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus Asien kamen. © PR
In Pastellfarben gestrichene kleine Häuser und Minarette prägen das Bild des Viertels, das sich in den letztem Jahren zu einem sehr begehrten Wohngebiet in Kapstadt entwickelt hat. © PR
Argentinien: Der Stadtteil La Boca der argentinischen Hauptstadt ist bekannt wegen seines Fußballclubs Boca Juniors, in dem auch schon Maradona spielte. © dpa
Salvador: In einem Teil der Altstadt von Salvador da Bahia war früher der Sklavenmarkt sowie der Schandpfahl, wonach Pelourinho benannt ist © dpa
Spanien: Erst war es nur eine verrückte Idee einer Film-Produktionsfirma: Das Dorf Júzcar in Spanien wurde für einen Werbespot zur Premiere des 3-D-Films „Die Schlümpfe“ am 16. Juni 2011 komplett blau angemalt. © AP
Vor etwa 100 Jahren kamen Künstler – unter ihnen auch August Macke und Paul Klee – in das kleine Dorf Sidi Bou Said oberhalb der Ruinen von Karthago. © IW
Willemstad auf Curaçao © PR

Die New Yorker Version des “Schreis“ wird von Sotheby's als die farbstärkste und eindrücklichste beschrieben. Es ist auch die einzige Version, deren Rahmen vom Künstler selbst gestaltet wurde.

Munch (1863 bis 1944) gilt als einer der herausragenden Vertreter der expressionistischen Kunst. Derzeit läuft in Frankfurt am Main in der Schirn-Kunsthalle eine viel besuchte Munch-Ausstellung unter dem Titel “Der moderne Blick“.

Neben Picassos “Nackte, grüne Blätter und Büste“ erzielten bislang nur zwei weitere Werke Preise von mehr als 100 Millionen Dollar: Picassos “Junge mit Pfeife“ kam 2004 für 104,1 Millionen Dollar unter den Hammer, Alberto Giacomettis Skulptur “Walking Man I“ 2010 für 104,3 Millionen Dollar.

Ula Ilnytzky

Rubriklistenbild: © dapd

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