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„Möge Hirn vom Himmel fallen …“: Notfallmedizinerin Doc Caro regt sich über Karl Lauterbach auf

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Von: Martina Lippl

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 Dr. Carola Holzner , Doc Caro , Fachärztin für Anästhesiologie
Doc Caro regt sich gewaltig über Karl Lauterbach und die Bundesregierung auf. (Archivfoto) © Christoph Reichwein/imago

Notfallmedizinerin Doc Caro nimmt kein Blatt vor den Mund. Gerade bringt die Ärztin Karl Lauterbach und die Bundesregierung auf die Palme.

Duisburg – Dr. Carola Holzner (40) ist „Doc Caro“. Die Medizinerin aus Duisburg ist nach eigenen Angaben „passionierte Notfallärztin“, Video-Bloggerin und inzwischen auch Autorin. Mit ihrer direkten Art setzt sich Doc Caro auch für Patienten ein, klärt auf unkonventionelle Art über Corona und andere wichtige Medizin-Themen auf. Auf Instagram (308.000 Follower) gewährt sie auch ungewöhnliche Einblicke in ihre Arbeit als Notfallärztin. Diesmal ärgert sich Doc Caro gewaltig über Lauterbach und die Bundesregierung, das berichtet auch merkur.de.

Doc Caro wettert gegen Lauterbach und die Bundesregierung

Klartext spricht Doc Caro jetzt beim Corona-Pflegebonus. „Merkt ihr eigentlich noch was?“, schreibt Dr. Holzner auf Instagram. „Lieber Karl Lauterbach, sehr geehrte Bundesregierung!“

Die Medizinerin könne verstehen, dass sich viele aufregen. „Es geht mal wieder um Corona“ und diesmal um die, die Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und die Regierung nun dafür belohnen wollen. Mit dem Corona-Pflegebonus will der Bund die Arbeit in Kliniken und Altenheimen unter der Corona-Pandemie würdigen. Viele Kliniken und viele Berufsgruppen gehen allerdings leer aus. Denn, nach dem Gesetzestext vom im Juni beschlossenen Pflegebonus müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden.

Kein Bonus trotz Patienten mit Corona – das sorgt nicht nur in den Notaufnahmen für Frust

Für die Notaufnahme und deren Beschäftigte gibt es aber keinen Bonus. Den Pflegebonus gibt es nur für Kolleginnen und Kollegen in sogenannten „bettenführende Stationen“. Die Notaufnahme gehört nicht dazu. Auch Personal im OP, im Rettungsdienst, Physiotherapeuten und Ärzte und Hebammen gehen leer aus.

„Wie ist denn der Patient ins Krankenhaus gekommen? Wer hat ihn denn aufgenommen? Das Röntgenbild gemacht? Ihn operiert, ihn vom OP zur Station transportiert, den OP desinfiziert??!!“, fragt Doc Caro auf Instagram.

Doc Caro wettert gegen Pflegebonus: „Möge Hirn vom Himmel fallen … oder einfach Bonuszahlungen

„Möge Hirn vom Himmel fallen … oder einfach Bonuszahlungen. Aber dann bitte überall. Und nicht nur auf den bettenführenden Stationen und für bestimmte Berufsgruppen!!“, fordert die Notfallmedizinerin.

Auch für andere Berufsgruppen ist dieser Pflegebonus ein Schlag ins Gesicht. Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten (MTA) sowie Fachpersonal in Arztpraxen fühlen sich vergessen. „Danke Caro … endlich wird es mal ausgesprochen“, schreibt eine Nutzerin in den Kommentaren. „Dem ist nichts mehr hinzuzufügen“, so der überwiegende Tenor. „Es ist wohl eher eine Pflegebonus-Vermeidungs-Verordnung. So ungerecht!“, fasst es eine andere Userin zusammen.

Wer bekommt eigentlich den Pflegebonus?

Krankenhäuser, die 2021 besonders „viele mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Patientinnen und Patienten zu behandeln hatten, die beatmet werden mussten“ steht unter bestimmten Voraussetzungen laut der Bundesregierung ein Pflegebonus zu. Der Arbeitgeber zahlt die Prämie direkt an die Pflegekräfte. Sie geben den „Bonus an Pflegefachkräfte in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen und Intensivpflegefachkräfte weiter, die im Jahr 2021 für mindestens 185 Tage in dem Krankenhaus beschäftigt waren“, heißt es auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums. Es ist eine Einmalzahlung, die ab dem 15. November 2022 steuerfrei auf dem Konto landet. (ml)  

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