Dschungelcamp beendet: Verdiente Siegerin Maren

Ergatterte die Krone: Maren Gilzer ist Dschungelkönigin.

Maren Gilzer darf sich von nun an Maren I. nennen. Die 54-Jährige hat die neunte Staffel des Dschungelcamps gewonnen.

Vermutlich wird man den unablässig-quäkenden, sehr speziellen Tanja-Tischewitsch-Sound und Dschungelcamp-Song „Break The Rules“ von Charli XCX noch eine Weile im Hinterkopf hören müssen, aber immerhin: „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“ ist glücklich beendet, man kann wieder Sinnvolleres mit seiner kostbaren Lebenszeit anfangen, als elf bislang mehr oder weniger Unbekannten bei der kameraüberwachten Langeweile zuzuschauen.

Mit Dschungelkönigin Maren I. gibt es wenigstens eine würdige und verdiente Siegerin. Dass Maren Gilzer, die am Mittwoch 55 Jahre alt wird, gewann, wäre vor gut 14 Tagen eine mutige Prognose gewesen. Insofern barg auch die als öde verschriene neunte Staffel Überraschungen.

Und dennoch: Es gab ein überwiegend solch trautes Einvernehmen, dass Moderator Daniel Hartwich mutmaßte, selbst wenn man den verbliebenen Kandidaten Holzlatten geben würde mit der Aufforderung „Macht es unter euch aus“ – dann würden die eine Nordic-Walking-Gruppe gründen.

Einzig Walter Freiwalds über sein Ausscheiden hinaus anhaltender Größenwahn („Ich bin nicht rausgewählt, ich habe lediglich zu wenige Anrufe bekommen“) sorgte für ernsthafte Reibereien. Es dürfte Gilzer, der Ex-„Glücksrad“-Assistentin und „In aller Freundschaft“-Schauspielerin, zum Vorteil gereicht haben, dass sie bei Walters Realitätsverlust („welcher 60-Jährige sieht so aus wie ich?“) konsequent dagegenhielt und sich nicht unterkriegen ließ. Dessen bizarre Selbsteinschätzung mag unterhaltsam gewesen sein, finalwürdig war sie nicht, und die Krone musste er fantasieren. Auch die so beherrschte und souveräne Maren rastete ganz zum Schluss kurz aus. Sie dankte gar dem lieben Gott.

Nach den zuletzt als harmlos und erwartbar kritisierten Prüfungen legte RTL am letzten Abend noch einen Zacken zu. Maren musste fünf Minuten bedeckt von bis zu 40 Schlangen aushalten, GZSZ-Darsteller Jörn Schlönvoigt (der am Ende Zweiter wurde) hatte seinen Kopf in einer Glaskugel, in die tausende Kakerlaken, Grillen sowie zehn kratzende Riesenkakerlaken und 15 Spinnen gekippt wurden. „Das wird mir nie irgendjemand glauben“, reagierte Tanja, die mal bei „DSDS“ mitgemacht hat, als habe sie vergessen, dass ihr Millionen zusahen, wie sie unter anderem eine lebende Wasserspinne sowie Stücke von Kamelhöcker und Kuhlippe vertilgte.

Es waren genau 7,43 Millionen, Marktanteil: 32,8 Prozent. Im Staffel-Schnitt sahen 6,79 Mio. Zuschauer die Nichtereignisse (28,2 Prozent), bei den 14- bis 59-Jährigen waren es 5,12 Millionen (35,9 Prozent). Den Quoten zufolge müsste das heißen: Auf ein Neues 2016. Wir jedenfalls wären wieder dabei.

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