Pech gehabt

Mann beleidigt Polizisten im Gerichtssaal in fremder Sprache - und wird dummerweise verstanden

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Der Angeklagte einer Verhandlung wurde plötzlich zum Zeugen - aus einem skurrilen Grund (Symbolbild).

Ein Mann erlaubte sich, Polizeibeamte in einer fremden Sprache zu beleidigen. Dabei hatte er Pech und muss jetzt mit teuren Konsequenzen rechnen.

Düsseldorf - Dumm gelaufen! Eine sehr schlechte Idee und ziemliches Pech hatte ein 24-jähriger Mann in Düsseldorf bei einer Gerichtsverhandlung. Eigentlich war sein Kumpel Angeklagter - doch auf einmal saß der 24-Jährige selbst auf der Anklagebank. Und das, weil ein Polizeibeamter nicht nur Deutsch konnte.

Der Hintergrund: Ein 28-jähriger Mann musste sich in Düsseldorf wegen Beleidigung eines Polizeibeamten vor Gericht verantworten. Begleitet wurde er von mehreren Freunden - die sich, anstatt ihm in der schwierigen Situation beizustehen, alles andere als angemessen verhielten, wie express.de berichtet. 

Schon vor Beginn der Verhandlung soll die Lage ziemlich angespannt gewesen sein. Anwesende Polizisten fühlten sich von den Männern provoziert, wie Beamter Martin F. gegenüber express.de äußerte: „Einer setzte sich dann uns gegenüber und ließ über sein Handy einen Gebetsruf abspielen."

Mann beleidigt Polizeibeamte auf Türkisch und wird dummerweise verstanden

Doch dann ging der 24-Jährige Faruk M. deutlich zu weit und sagte etwas, was er nur einige Minuten später sehr bereute. Er fing nämlich an, die Beamten auf Türkisch zu beschimpfen: „Ihr habt keine Eier in der Hose" und „Ich f*** euch", soll er dem Nachrichtenportal zufolge gesagt haben. Unglücklicherweise (für ihn) sprach einer der anwesenden Polizeibeamten tatsächlich Türkisch und hatte jedes Wort verstanden. 

Plötzlich saß Faruk M. auf der Anklagebank, während sein Kumpel und eigentlicher Angeklagter an dem Tag die Rolle wechseln musste und Zeuge wurde. Der 24-Jährige gab sofort zu, mit seinen Sprüchen eine Grenze überschritten zu haben. Seiner Meinung nach sei aber alles halb so schlimm gewesen, denn er habe „das nur auf Türkisch gesagt." 

1000 € Strafe nach Beleidigung an Polizisten

So entspannt sah das der Richter allerdings nicht. Und obwohl die Kumpels von Faruk M. behaupteten, nichts mitbekommen zu haben, entschied er sich für eine relativ saftige Strafe: 1000 € muss der 24-Jährige für seine Beleidigungen auf Türkisch bezahlen. Sein Kommentar: „Ich zahle das. Der Staat braucht ja Geld."

Zwei junge Frauen aus Bonn sind ebenfalls Opfer übler Beleidigungen geworden. Das Unfassbare daran: Sie wurden von ihren eigenen Großeltern beschimpft und sogar geschlagen.

fm

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