Mitten in der Fastenzeit

Nach Absage: Düsseldorfer Rosenmontagszug soll nachgeholt werden

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Hermann Schmitz, der Leiter des Düsseldorfer Rosenmontagszugs, wird sich freuen, wenn der "Zoch" doch noch stattfindet.

Düsseldorf - Wegen eines Sturmtiefs musste der Düsseldorfer Rosenmontagszug abgesagt werden. Doch der soll nun nachgeholt werden - in der Fastenzeit.

Mitten in der Fastenzeit wird im Rheinland erneut Karneval gefeiert. Die Düsseldorfer Jecken holen ihren von Sturmtief „Ruzica“ ausgebremsten Rosenmontagsumzug am 13. März nach. Das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) gab diesen Ersatztermin am Dienstagabend bekannt. Der für seine politischen Mottowagen international bekannte Karnevalszug war am Montag wenige Stunden vor dem geplanten Start wegen einer Sturmwarnung von den Organisatoren abgeblasen worden. Auch der Umzug in Trier soll in der Fastenzeit nachgeholt werden, und zwar am 13. Februar.

Für einen „Ersatz-Zoch“ in der Fastenzeit haben die Düsseldorfer Karnevalisten den Segen des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki, in dessen Bistum Düsseldorf liegt. Er könne diesen Wunsch gut verstehen. Der Erzbischof empfahl den Jecken, die ausgefallenen Züge am Sonntag Laetare nachzuholen, der dieses Jahr auf den 6. März fällt: „Denn dann gibt es den nächsten Grund zu feiern, da an diesem Tag die Fastenzeit bis zum Osterfest schon zur Hälfte geschafft ist.“ Der Aschermittwoch ist der erste Tag der 40-tägigen Fastenzeit.

Allerdings hätte dieser Termin die Düsseldorfer Einzelhändler vor Probleme gestellt, weil für den 6. März bereits ein verkaufsoffener Sonntag geplant ist. „Volksfeste und Shopping befruchten sich nicht“, sagte Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen schon vor der Entscheidung der Karnevalisten. Die Menschen hätten dann anderes im Sinn als das Einkaufen.

dpa

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