Er war über zwei Jahre vermisst

Marvin (15) in Schrank gefunden: Polizei hat Verdacht - Mutter reagiert emotional

Marvin stammt aus Duisburg und lebte in einer Wohngruppe in der Oer-Erkenschwick. 
+
Marvin K. war zweieinhalb Jahre spurlos verschwunden. Nun gibt es eine überraschende Wende.

Marvin K. wollte sich mit einem Freund treffen, verschickte noch eine Nachricht per WhatsApp. Seitdem fehlte von dem damals 13 Jahre alten Jungen jede Spur. Nun gibt es eine Wende. 

  • Marvin K. (15) aus Duisburg war seit dem 11. Juni 2017 vermisst. Jetzt hat die Polizei den Jungen gefunden.
  • Der damals 13-Jährige schrieb damals noch eine WhatsApp und war dann wie vom Erdboden verschwunden.
  • Schon die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ beschäftigte sich mit dem Vermisstenfall Marvin K.

Update vom 21. Dezember 2019, 8.31 Uhr: Mehr als zweieinhalb Jahre fehlte von Marvin jede Spur, nun schockiert das Auffinden des Jungen ganz Deutschland. Wie Bild erfahren haben will, sollen Beamte bislang davon ausgehen, dass der heute 15-Jährige vermutlich die komplette Zeit seines Verschwindens in der Wohnung verbracht habe. Demnach soll die Wohnung der beiden Männer rund acht Kilometer von der Jugendeinrichtung liegen, aus der Marvin im Juni 2017 verschwand. 

Wie die Polizei am Abend bestätigte, wurden zunächst der 44-jährige Bewohner und sein 77-jähriger Vater festgenommen. Während der 44-Jährige nun einem Haftrichter vorgeführt werden soll, wurde der 77-Jährige bereits am Freitag wieder auf freien Fuß gesetzt. Am Samstag soll die Wohnung der beiden noch einmal gründlich durchsucht werden. 

Wie Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber im Gespräch mit Bild erklärt, werden nun alle gesammelten Beweise ausgewertet: „Jetzt geht es darum, die Daten so schnell wie möglich auszuwerten, um auch zu sehen, was dem 44-Jährigen strafrechtlich vorgeworfen werden kann.“ Der 15-jährige Marvin wurde nach Informationen von Bild noch am Freitag in ein Krankenhaus gebracht, um dort untersucht zu werden. 

Lesen Sie alle aktuellen Informationen zu dem Fall in unserem Nachrichten-Ticker. 

+++ Aktueller Vermisstenfall aus Bayern: Franco Rader aus Bad Tölz wird verzweifelt von seiner Schwester mit Foto gesucht (Merkur.de*). Er ist am Montag spurlos verschwunden. Die Polizei nimmt Hinweise entgegen.

Seit über zwei Jahren vermisst: Marvin K. (15) in Schrank gefunden - Mutter reagiert emotional

Update vom 20. Dezember 2019, 18.15 Uhr: Über zwei Jahre Bangen für Manuela B. endeten um 11.15 Uhr. Am Freitagvormittag erhielt die 53-Jährige einen Anruf von der Polizei Duisburg, wegen ihres vermissten Sohnes Marvin. „Die Frau vom Vermissten-Kommissariat sagte, dass sie dringend mit mir reden muss und ich vorbeikommen soll“, so Manuela B. gegenüber bild.de. Nach zwei Jahren also die Gewissheit: „Ich bin überglücklich, dass mein Sohn lebt“, so die 53-Jährige.

Bei der Polizei angekommen erfuhr die Mutter des vermissten Marvins dann, dass ihr Sohn am Leben ist. Über zwei Jahre lang wurde nach dem 15-Jährigen gesucht, bis er am Freitag bei einer Hausdurchsuchung in Recklinghausen in einem Schrank gefunden wurde. Der Polizei zufolge hat der Junge keine äußeren Verletzungen. Unklar sei jedoch, wie lange sich Marvin K . in der Wohnung aufgehalten hatte und was der Junge in den letzten zwei Jahren durchgemacht hat.  Aus Gründen des Opferschutzes werden keine weiteren Details zu dem Jungen veröffentlicht, so die Polizei Recklinghausen. Ein 77-Jähriger, der zusammen mit dem 44-jährigen Bewohner der durchsuchten Wohnung festgenommen wurde, ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. 

Marvin K. aus Duisburg: Polizei findet vermissten Jungen bei Hausdurchsuchung

Update vom 20. Dezember 2019, 17.30 Uhr: Marvin K. (15) war seit mehr als zwei Jahren vermisst. Nun hat die Polizei eine unfassbare Entdeckung gemacht. Der Junge wurde bei einer Hausdurchsuchung gefunden, teilte das Polizeipräsidium Recklinghausen mit. 

Marvin K. wurde in einer Wohnung eines 44-Jährigen in Recklinghausen gefunden. Der Junge lebt. Der Jugendliche war in einem Schrank versteckt, teilte die Polizei weiter mit. „Hinweise, dass der Junge gegen seinen Willen in der Wohnung festgehalten wurde, liegen zurzeit nicht vor“, so die Polizei. Aus Gründen des Opferschutzes würden jedoch keine weiteren Details zu dem Jungen veröffentlicht. 

Neben dem 44-Jährigen wurde noch ein weiterer älterer Mann in der Wohnung angetroffen. Beide Männer sind in Polizeigewahrsam. 

Die Staatsanwaltschaft Bochum hatte die Durchsuchung der Wohnung wegen des Verdachts der Verbreitung kinderpornografischer Schriften vorgenommen. In der Wohnung stellten die Ermittler diverse technische Geräte und Datenträger sicher. Bei der Suche nach Beweismitteln setzte die Polizei einen Datenträgerspürhund ein.

Marvin K. aus Duisburg vermisst: Eine letzte WhatsApp - seitdem verschwunden

Erstmeldung vom 27. Juni 2019:

Duisburg - Seit zwei Jahren sucht die Polizei Duisburg nach Marvin K. Der damals 13-Jährige wird seit dem 11. Juni 2017 vermisst. Besonders rätselhaft: Immer wieder melden sich Zeugen, die Marvin gesehen haben wollen. Es gab Hinweise aus ganz Deutschland, Roermond (Niederlande) und Kärnten (Österreich), berichtet die Polizei in einer aktuellen Pressemitteilung. Doch bislang fehle nach wie vor eine heiße Spur.

Selbst die Handyortung lieferte bislang keine verwertbaren Ergebnisse. Deswegen wendet sich die Polizei erneut mit neuen Fotos an die Öffentlichkeit und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Marvin K. war seit dem 11. Juni 2017 wie vom Erdboden verschluckt.  

Wer hat Marvin K. gesehen? Was ist am 11. Juni 2017 passiert?     

  • Marvin K. stammt aus Duisburg und lebte damals in einer Wohngruppe in Oer-Erkenschwick (Nordrhein-Westfalen).
  • Am 11. Juni 2017 gegen 10 Uhr verabschiedete sich der damals 13-Jährige bei den Erziehern. Er wollte sich mit einem Freund auf dem Berliner Platz in Oer-Erkenschwick (NRW) treffen.
  • Um 11.37 Uhr meldete er sich per WhatsApp bei den Mitarbeitern der Einrichtung zum letzten Mal. Seitdem ist sein Handy ausgeschaltet und er ist für niemanden mehr erreichbar.

Marvin K. vermisst: Fall bei „Aktenzeichen XY“

Das Verschwinden von Marvin K. ist mysteriös. Für seine Mutter Manuela Bock (53) ist das Leben unerträglich. „Es gibt ja kein Weiterkommen. Sie finden ihn nicht. Als Mutter denke ich manchmal, dass er tot ist. Dann, dass er noch lebt“, sagt Manuela Bock gegenüber dem Onlineportal express.de. 

Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ beschäftigt sich in einer Spezialausgabe „Wo ist mein Kind?“ mit Marvins Verschwinden. „Der Fall Marvin K." soll am 24. Juli 2019 um 20.15 im ZDF ausgestrahlt werden. Moderator Rudi Cerne widmet sich in der Sendung vier vermissten Kinder, wie das ZDF in einer Pressemitteilung berichtet.

Polizei sucht weiter nach dem vermissten Marvin K.

Mit einem neuen Foto von Marvin erneuert die Polizei die Fahndung nach dem vermissten Jungen. Die Polizei fragt: Wer hat den jetzt 15-Jährigen gesehen oder weiß, wo er sich aufhält oder aufgehalten hat? Hinweise nimmt die Polizei unter 0203 280-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Immer wieder verschwinden Kinder spurlos. Besondere Aufmerksamkeit bekam der Fall der vermissten Rebecca Reusch aus Berlin

Seit Juni 2019 ist Anna aus Gelsenkirchenvermisst. Nun hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Die Beweise wären erdrückend.

Der mysteriöse Mordfall von Monica Byrne in Solingen (NRW) wird bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“ neu aufgerollte. Ihr Tod sah erst gar nicht nach Mord aus.

Ein kleines Mädchen hatte in Istanbul gleich mehrere Schutzengel, als es aus einem Fenster stürzte und von einem jungen Passanten gerettet wurde.

Unfassbarer Missbrauchsfall schockiert Wuppertal. Ein Vater bietet seine 15-jährige Tochter anderen Männern zum Missbrauch an. Acht Männer nehmen das Angebot an.

Zweieinhalb Jahre fehlte vom vermissten Marvin aus Duisburg jede Spur, nun wurde er gefunden. Seine Mutter suchte mit „Aktenzeichen XY“ nach ihm.

Ein 48-Jähriger aus Hilden wird vermisst, nun veröffentlicht die Polizei ein Bild des Gesuchten. Es herrsche akute Gefahr für Leib und Leben.

ml

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.