Eigene Schüler zum Spucken aufgefordert?

Braunschweig - Ein ungewöhnlicher Fall beschäftigt die Justiz in Braunschweig. Zwischen Grundschülern kam es zu einer ekligen Spukattacke - angeblich angezettelt von einer Erzieherin.

Die Mutter einer Siebenjährigen hat nach Polizeiangaben eine Erzieherin angezeigt, weil sie Kinder einer zweiten Klasse zum Bespucken ihrer Mitschülerin aufgefordert haben soll. Das Mädchen soll zuvor ein anderes Kind angespuckt haben. Die Ermittlungen seien allerdings noch nicht abgeschlossen, betonte ein Polizeisprecher am Montag.

Die Erzieherin übernimmt in den Randstunden die Aufsicht in der Braunschweiger Grundschule. Bis zur Klärung der Vorwürfe wurde sie beurlaubt, teilte ihr Arbeitgeber mit, der Paritätische Wohlfahrtsverband. Schulleiter Peter Schack sagte: “Sicherlich hat es eine Spuckerei gegeben. Aber selbst ich weiß noch nicht, wie alles genau ablief.“ Wenn die Vorwürfe stimmen sollten, dann seien Grenzen überschritten worden.

Gute Noten ohne Pauken? Schleimen will gelernt sein

Wer in der Schule gute Noten haben will, muss nicht unbedingt besonders schlau sein. Wichtig ist auch: Der Draht zum Lehrer muss stimmen. Wir geben euch wichtige Tipps, wie Ihr Eure mündlichen Noten ganz ohne tägliches Pauken aufpolieren könnt. © dpa
Melde dich, auch wenn du gar keine Ahnung hast. Beim Melden gilt: Der Finger darf erst nach oben, wenn sich mindestens sechs Leute bereits gemeldet haben. Sonst ist das Risiko zu groß. Solltest du doch drankommen, w iederhole einfach, was bereits der Vorgänger gesagt hat. © dpa
An deiner Schule wird gestreikt? Nichts wie ab mit dir ins Klassenzimmer. Dort kannst du dich mit deinem Lehrer über die Unreife deiner Mitschüler austauschen oder über den Sinn einer Demonstration diskutieren. Wichtig: Den Mitschülern später erzählen, dass du Brechreiz hattest und den Schulstreik leider auf dem Klo verbringen musstest. © dpa
Dein Lehrer wird auf „Spick mich“ fertig gemacht? Starte kurz vor der Stunde eine Diskussion über die Aussagen deiner Mitschüler auf dem Portal. Betone, dass der Unterricht von ihm doch gar nicht sooo schlecht sei. Nicht vergessen: Die Tür zum Klassenzimmer sollte offen stehen, sonst bekommt der Lehrer im Gang von deiner Aktion nichts mit. © dpa
Dein Lehrer hat ein besonderes Hobby? Dann kannst du beim Schulausflug mit einem Vorschlag Punkte sammeln. „Ach Herr X, der Besuch einer Orchideenzuchtstation wäre doch fantastisch.“ Die Kunst dabei: Was beim Lehrer glaubhaft ankommen muss, sollte von deinen Mitschülern als echter Brüller wahrgenommen werden. © dpa
Stelle blöde Fragen. Nichts ist so wirkungsvoll und zeigt dein geheucheltes Interesse besser. Voraussetzung ist, dass du dem Unterricht zumindest teilweise folgst. Bitte den Lehrer nie mit zu schwierigen Fragen überfordern. Offenbarst du sein Unwissen, wird er dir das nie verzeihen. © dpa
Zeige deinem Lehrer, dass sein Job nicht völlig sinnlos ist. Sage gelegentlich etwas Kluges. Das meiste steht in deinem Schulbuch. Einfach ablesen. © dpa
Wisch die Tafel. Dabei solltest du immer den letztmöglichen Moment abwarten. Der Lehrer muss dein Engagement ja auch bemerken. Auch hier gilt: Tue Gutes und rede darüber. „Also nächste Woche kann wirklich mal jemand anderes die Tafel wischen.“ © dpa
Frage deinen Lehrer nach der Stunde nach Lektüretipps. Das Problem dabei: Du musst nach ein paar Wochen zumindest in die Werke reingelesen haben. © dpa
Nutze die modernen Medien: „Herr Lehrer, steht dazu auch ein Beitrag im Internet?“ © dpa
Zeige ökologisches Bewusstsein. Besonders bei Biologielehrern ist es wichtig, sich als weltoffener Mensch mit einem Verständnis für Klimapolitik und gesunder Ernährung zu präsentieren. Bestes Beispiel: Den Mc Donalds um die Ecke meiden und sein eigenes Vollkornbrot mitbringen. © dpa
Rede über deine außerschulischen Engagements.  Nichts zieht so gut, wie im richtigen Moment einfließen zu lassen, dass du am Wochenende auf einer politisch korrekten Demo warst. Auch hilfreich bei der Image-Pflege: „Herr Lehrer, was würde eigentlich gegen eine einheitliche Schulkleidung sprechen?“ © dpa
Schaue gespannt auf das Gesicht deines Lehrers. Nichts ist so wichtig wie die Optik. Selbst wenn der Unterricht zum Sterben langweilig ist, musst du interessiert schauen. Denke dabei einfach an etwas Schönes und schenke der Lehrkraft in regelmäßigen Abständen ein Lächeln. © dpa

Der Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig, Henning Eschemann, bestätigte, es sei gespuckt worden. Es sei aber unklar, ob dies tatsächlich auf Geheiß der Erzieherin geschehen sei. “Es gab einen Konflikt unter den Kindern und die Erzieherin hat eingegriffen. Nun gibt es unterschiedliche Darstellungen.“ Zur Klärung beitragen sollte ein Elternabend am Montag.

dpa

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