Bauarbeiter stirbt bei gewaltiger Explosion in Ludwigshafen

Trümmerwüste in Ludwigshafen: Die Explosion zerstörte in weitem Umkreis Gebäude und Autos. Foto: Fredrik von Erichsen
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Trümmerwüste in Ludwigshafen: Die Explosion zerstörte in weitem Umkreis Gebäude und Autos. Foto: Fredrik von Erichsen
Die Explosion ereignete sich beim Freilegen einer Gasleitung. Foto: Fredrik von Erichsen
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Die Explosion ereignete sich beim Freilegen einer Gasleitung. Foto: Fredrik von Erichsen
Ein von der Explosion zerstörtes Wohnhaus in Ludwigshafen. Foto: Fredrik von Erichsen
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Ein von der Explosion zerstörtes Wohnhaus in Ludwigshafen. Foto: Fredrik von Erichsen
Autos mit geschmolzenen Rücklichtern in der Nähe des Explosionsortes. Foto: Fredrik von Erichsen
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Autos mit geschmolzenen Rücklichtern in der Nähe des Explosionsortes. Foto: Fredrik von Erichsen
Ermittler an der Explosionsstelle in Ludwigshafen. Foto: Fredrik von Erichsen
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Ermittler an der Explosionsstelle in Ludwigshafen. Foto: Fredrik von Erichsen
Noch in rund 100 Meter Entfernung platzten Scheiben von Häusern und geparkten Autos. Foto: Fredrik von Erichsen
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Noch in rund 100 Meter Entfernung platzten Scheiben von Häusern und geparkten Autos. Foto: Fredrik von Erichsen
Bei der heftigen Explosion starb mindestens ein Mensch. Foto: Fredrik von Erichsen
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Bei der heftigen Explosion starb mindestens ein Mensch. Foto: Fredrik von Erichsen

Ludwigshafen (dpa) - Eine gewaltige Explosion bei Arbeiten an einer Gasleitung hat in Ludwigshafen einen Bauarbeiter in den Tod gerissen und 26 weitere Menschen verletzt. Rund 50 Häuser in der Nähe der Unglücksstelle wurden beschädigt.

Am Explosionsort klaffte der Feuerwehr zufolge ein etwa fünf bis sechs Meter tiefer Krater mit einem Durchmesser von zehn Metern. Der Bautrupp hatte an einer Hochdruckgasleitung gearbeitet, an der vor einigen Tagen ein Problem festgestellt worden war. "Die Bilder waren wirklich erschreckend", sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die eigens nach Ludwigshafen gekommen war.

Die Wucht der Detonation war so gewaltig, dass noch in rund 100 Metern Entfernung Scheiben von Häusern und geparkten Autos platzten. Mehrere Fahrzeuge brannten völlig aus. Erst nach zweieinhalb Stunden hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle. Sorge bereitete den Einsatzkräften auch eine in der Nähe der Unglücksstelle verlaufende Rohölleitung, die mit Diesel gefüllt war. Sie sollte zügig geleert werden. "Die Lage da draußen ist noch nicht stabil", sagte Bürgermeister Wolfgang van Vliet (SPD).

Der Tote - ein Mitarbeiter der Baufirma, die an der Leitung im Einsatz war - konnte wegen der großen Hitzeentwicklung auch mehrere Stunden nach der Detonation noch nicht geborgen werden. Drei seiner Kollegen erlitten nach Angaben des Ludwigshafener Feuerwehrchefs Peter Friedrich schwerste Verbrennungen. Die Polizei riegelte das Gebiet in einem Umkreis von 300 Metern ab. Weil von der Explosion auch ein Glasfaserkabel der Telekom betroffen war, fielen in Frankenthal und Worms Telefone aus.

Nach Friedrichs Worten war die Versorgungsleitung vor einigen Tagen mit einem mobilen Untersuchungsgerät, einem sogenannten Molch, überprüft worden. Der Apparat sei an einer Stelle nicht weitergekommen. "In diesem Bereich gab es eine Unregelmäßigkeit", sagte Friedrich. Die Mitarbeiter der Baufirma hätten die Leitung freigelegt und rund um die Baustelle Spundwände eingezogen, als es aus bislang unbekanten Gründen zu der Explosion gekommen sei. Die Detonation war so heftig, dass sogar ein 25-Tonnen-Bagger umgeworfen wurde.

Die Leitung sei nicht vor den Arbeiten stillgelegt worden, weil sie dann hätte geleert werden müssen. Es handele sich aber um eine Versorgungsleitung, sagte Friedrich.

An einer Häuserreihe in der Nähe fegte die Druckwelle Ziegel vom Dach, Bäume blieben als verkohlte Stümpfe zurück. Die ungeheure Hitze ließ an Autos, die auf einem rund 150 Meter von der Explosion entfernten Parkplatz abgestellt waren, die Kunststoffteile schmelzen. Einige der betroffenen Wohnungen sind unbewohnbar. Die Bewohner werden zunächst im Bürgerhaus Oppau untergebracht. "Wir sind alle gefordert, unser Mitgefühl zu zeigen", sagte Dreyer.

Der Unglücksort liegt in der Nähe eines Werksgeländes des Chemiekonzerns BASF. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot am Ort. Die Bauarbeiten an der Leitung wurden von der Kasseler Gastransport-Firma Gascade in Auftrag gegeben, einem Gemeinschaftsunternehmen von BASF und dem russischen Gazprom-Konzern. Geschäftsführer Christoph von dem Bussche sprach Familien und Freunden der Opfer sein Mitgefühl aus. "Die Rettungsmaßnahmen sind schnellstmöglich eingeleitet worden. Die Rettungskräfte haben schnell und umfassend gehandelt. Dafür danken wir ihnen vielmals", sagte von dem Bussche.

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