Verein "Hundepfoten in Not" sucht neue Herrchen für vergessene Hunde aus Südeuropa

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Cornelia Korelus aus Volkmarsen mit Kaya und Tilda: Sie gab zwei Hunden aus Spanien ein neues Zuhause.

Volkmarsen. Cornelia Korelus wollte einen Hund, aber keinen, der überall Chancen hat, jung, klein, schön, gesund ist, sondern einen, der schlechtere Chancen hat. Deshalb entschloss sie sich, über den Verein „Hundepfoten in Not“ einen Hund zu finden.

Der Tierschutzverein, der im Jahr 2004 gegründet wurde und derzeit 150 Mitglieder zählt, setzt sich für Tierheim- und Straßenhunde beispielsweise aus Italien, Griechenland und Spanien ein, in Kooperation mit Tierschutzorganisationen vor Ort.

„Dort herrscht unvorstellbare Not“, berichtete Korelus. Ein deutsches Tierheim sei ein Luxushotel im Vergleich mit einem griechischen, italienischen oder spanischen Tierheim. Dort lebten die Hunde in elenden Verhältnissen: In Betonbunkern, parzelliert mit Drahtverschlägen, ohne Auslauf und tiermedizinische Versorgung, nur sporadisch gefüttert, ohne sauberes Wasser. „Diese Hunde haben keine Lobby“, sagt Korelus.

Tieren droht der Tod

Der Verein hilft, wo er gebraucht wird. Wie in diesem Frühjahr im italienischen Rieti, wo ein Tierheim aufgelöst wurde und Tierschützer Alarm schlugen. Denn wenn diese Tiere von keinem anderen Tierheim aufgenommen werden können, droht ihnen die Tötung. Mehrere Tierschutzvereine taten sich zusammen, um für die Hunde aus Rieti ein neues Zuhause zu finden.

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Hundepfoten in Not vermittelt die Hunde zunächst an Pflegestellen, die Tiere vorübergehend aufnehmen können. Dort bleiben sie, bis ein geeignetes Frauchen oder Herrchen gefunden wird. Der Verein sorgt nach der Quarantänezeit im Heimatland für den Transport nach Deutschland und die benötigten Untersuchungen und Impfungen. Die Hunde sind geimpft, entwurmt, entfloht, mittels Bluttest auf Mittelmeerkrankheiten wie Leishmaniose, Babesiose und Ehrlichiose untersucht, mit einem Chip registriert und mit einem EU-Heimtierpass ausgestattet.

Die Hunde seien meistens in einem traurigen Zustand bei ihrer Ankunft in Deutschland, berichtete Korelus. Sie seien oft unterernährt, ungepflegt und ängstlich. Wenn sie sich eingewöhnt hätten, seien sie oft sehr anhänglich, fast als wären sie dankbar. Sollte das Zusammenleben mit dem neuen Haustier trotz Probezeit nicht klappen, nimmt der Verein den Hund zurück.

Vor allem Jagdhunde

Der in Heilbronn eingetragene Verein Hundepfoten in Not hat seit seiner Gründung im Jahr 2004 rund 1500 Hunde vermittelt. 70 bis 80 Hunde leben in Pflegestellen.

Der Tierschutzverein macht auf das Leid von Tierheim- und Straßenhunden in Südeuropa aufmerksam und hilft. In erster Linie gilt die Aufmerksamkeit des Vereins den ganz Armen, nämlich den ausrangierten Jagdhunden.

Von Bettina Mangold

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