Statt Einschläferung: Polizisten überfahren Katze

Oslo - Anstatt das Tier einschläfern zu lassen, haben norwegische Polizisten eine verletzte Hauskatze dreimal absichtlich überfahren. Die Besitzerin und Tierschützer sind empört.

Wie die Lokalzeitung „Tönsberg Blad“ am Mittwoch in ihrer Netzausgabe berichtete, überrollten Beamte die Katze Daniella mit ihrem Streifenwagen, um sie auf diese Weise „einzuschläfern“. Anwohner hatten die Streife gerufen, weil das Tier vorher unter ein anderes Auto geraten und mit gebrochenem Rücken auf der Straße liegengeblieben war.

Empörte Bürger der Kleinstadt Tönsberg am Oslofjord wandten sich danach an die Norwegische Hauskatzenvereinigung und Tierschutzorganisationen. Die Polizei des Bezirks Vestfold äußerte im sozialen Netzwerk Facebook Verständnis für die „Reaktion des Publikums“, verteidigte aber das Vorgehen des verantwortlichen Beamten: „Es hätte die Leiden der Katze nur verlängert, einen Tierarzt herbeizurufen oder das Tier in einen Sack zu stecken, um sie zum Tierarzt zu fahren.“

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Daniellas Besitzerin Gro Sundby meinte in „Tönsberg Dagblad“: „Wenn ich dagewesen wäre, hätte ich der Polizei nie die Erlaubnis zum Überfahren gegeben.“ Sie begrub ihre Katze im Garten.

dpa

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