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Energiekrise: Erstes Land plant Fahrverbot von E-Autos

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Von: Kilian Bäuml

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Aus Angst vor einem möglichen Blackout werden teils drastische Maßnahmen ergriffen. In der Schweiz kommt im Notfall ein Fahrverbot für E-Autos.

Kassel – Nicht nur hierzulande besteht die Angst vor einem Blackout. Auch in anderen europäischen Ländern herrscht Angst vor Stromausfällen. Ein Nachbarland, das besonders viel Strom einkaufen muss, ist die Schweiz. Die plant jetzt, sich mit harten Mitteln auf das Stromsparen einzustellen – auch im Haushalt und auf den Straßen.

Abhängigkeit von Strom 202170 Prozent
Nutzung inländischer Energieträgerca. 15 Prozent
(Quelle: schweizer Bundesamt für Statistik)

Das mag zuerst absurd klingen, doch letztes Jahr musste die Schweiz 5,7 Milliarden Kilowattstunden zukaufen, hauptsächlich von ihren Nachbarn Frankreich und Deutschland, schreibt das Tech-Magazin golem.de. In diesem Jahr müssen beide Länder jedoch selbst Strom sparen, sodass die Schweiz damit rechnet, im Winter nicht genug Strom importiert importieren zu können. Jetzt wurde ein Eskalationsplan in vier Stufen für eine mögliche Stromknappheit vorgestellt. Laut golem.de sieht dieser die folgenden Maßnahmen vor.

Energiekrise in der Schweiz: erste drei Stufen des Eskalationsplans

Die vier Stufen des Plans werden in ihren Maßnahmen immer drastischer, um möglichst viel Strom zu sparen. Die ersten drei Stufen zielen hauptsächlich auf Freizeitaktivitäten ab:

Energiekrise in der Schweiz: Eskalationsstufe vier – Fahrverbot für Elektroautos

Sollten die Einsparungen der ersten drei Stufen nicht ausreichen, tritt die vierte Stufe in Kraft – Extremsparen wird dann zur Pflicht. Hier kommen die Elektroautos ist Spiel: Rund 110.000 davon gibt es in der Schweiz. In diesem Extremfall wird ein Fahrverbot für E-Autos verhängt, um ihren Strom einzusparen. In diesem Fall darf das Auto nur im Notfall benutzt werden. Hybridfahrer müssen dann auf den Verbrennungsmotor umstellen. Auch auf den Pisten wird es dann voraussichtlich leerer, denn das künstliche Beschneien wird ebenfalls in Stufe vier verboten.

Strommasten
Die Schweiz hat Angst vor dem Blackout. (Symbolbild) © KJPeters/Imago

Sollte selbst die vierte Stufe nicht greifen, sind zeitweise Abschaltungen des Netzes vorgesehen, um die Gefahr eines Blackouts zu minimieren. Jede Region wird dann abwechselnd mit Strom versorgt. Ausgenommen davon sind nur lebenswichtige Institutionen wie die medizinische Grundversorgung. (kiba)

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