20.000 Menschen evakuiert

Entwarnung nach Fund von Fliegerbombe in Hildesheim

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Bombenfund in Hildesheim: Bei Bauarbeiten war eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Innenstadt wurde daraufhin evakuiert.

Hildesheim. Menschenleere statt wuseliges Treiben: Nach dem Fund einer britischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten rund 20 000 Menschen die Hildesheimer Innenstadt verlassen. Am späten Nachmittag gab es dann endlich Entwarnung.

Mehr als acht Stunden nach dem Fund einer britischen Fliegerbombe in der Hildesheimer Innenstadt haben Polizei und Feuerwehr Entwarnung gegeben. Am späten Dienstagnachmittag stellte sich heraus, dass der fünf Zentner schwere Sprengsatz aus dem Zweiten Weltkrieg keinen Zünder mehr hatte. "Im Nachhinein betrachtet war die Bombe ungefährlich", sagte Feuerwehrsprecher Marcus Illemann.

Möglicherweise wurde der Zünder nach dem Krieg entfernt, die Bombe damals aber nicht beseitigt. Der Sprengsatz war am Morgen bei Arbeiten zur Verlegung von Fernwärme-Rohren entdeckt worden. Daraufhin waren 20 000 Menschen in einem Radius von rund 300 Metern um den Fundort in Sicherheit gebracht worden.

Weil am Nachmittag Spezialwerkzeug angefordert werden musste, verzögerten sich die Arbeiten noch einmal. Das Werkzeug war nötig, um festzustellen, welchen Zünder der Sprengsatz hatte. Als die Bombe entschärft werden sollte, stellte sich dann aber heraus, dass sie keinen Zünder mehr hatte. Wegen des schlechten äußereren Zustandes des Sprengsatzes konnte dies Illemann zufolge erst am Nachmittag festgestellt werden. Um 16.53 Uhr kam die Entwarnung.

Krankenhäuser oder Altenheime mussten während der bis 14.42 Uhr dauernden Evakuierung nicht geräumt werden. "Generell gestaltet sich eine Räumung in der Innenstadt aber schwieriger als in einem Wohngebiet", sagte ein Polizeisprecher. So mussten auch Hotels geräumt werden, die wegen der Wiedereröffnung des Hildesheimer Doms derzeit gut belegt sind. (dpa)

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