Prozess in Aachen

Pfleger machten entwürdigende Fotos von Patienten

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Fünf ehemalige Pflegekräfte des Aachener Klinikums stehen vor Gericht.

Aachen - Sie knipsten entwürdigende Bilder von hilfebedürftigen, wehrlosen Notaufnahme-Patienten und teilten sie per Whatsapp. Jetzt stehen fünf ehemalige Pflegekräfte des Aachener Klinikums vor Gericht.

Nach dem Skandal um entwürdigende Bilder von hilflosen Patienten am Aachener Klinikum stehen fünf frühere Pflegekräfte der Notaufnahme vor Gericht. Die vier Männer und eine Frau zwischen 25 und 32 Jahren sollen laut Anklage in wechselnder Beteiligung mit Handys Bilder und ein Video von neun zum Teil entblößten Patienten gemacht haben, die nicht bei klarem Bewusstsein waren. Laut Anklage wurden einem Herz-Patienten mit einem Stift ein Herz mit einem Namen auf die nackte Brust und mit einer Creme Dracula-Zähne ins Gesicht gemalt. Andere sollen sich für ein Selfie zu zweit ins Bett zu einer Patientin gelegt haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen in neun Fällen vor. Zwei Bilder und das Video seien über den Kurznachrichtendienst WhatsApp verbreitet worden. Darin habe eine demente Patientin verwirrt und angstvoll in die Kamera geschaut und gefragt: „Wer sind Sie?“. Der Pfleger soll geantwortet haben: ein „Terrorist“.

In einigen Fällen hätten die Patienten ihre Zustimmung zu Fotos gegeben, es sogar gewünscht, behaupteten die Angeklagten am Dienstag. Teilweise wollten sich die Krankenpfleger auch an nichts mehr erinnern können. Es gab Worte des Bedauerns. Aber eine richtige Begründung für die Bilder hatte keiner der Pfleger.

Das Klinikum hatte die Angeklagten gefeuert. Sie arbeiten nach eigenen Angaben alle wieder als Krankenpfleger in neuen Jobs.

dpa

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