Erdbeben in Costa Rica

Mädchen, Mutter und Schwangere sterben

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Die Grafik zeigt, wo die Intensität des Erdbebens am stärksten zu spüren war

Managua - In Folge des schweren Erdbebens in Costa Rica sind vor der Küste von Nicaragua ein Mädchen, seine Mutter und eine schwangere Frau gestorben. Insgesamt forderte das Beben fünf Leben.

Das schwere Erdbeben in Costa Rica hat im Nachbarland Nicaragua drei Menschen das Leben gekostet. Die von dem Beben ausgelösten hohen Wellen hätten vor der Ostküste ein Boot mit 17 Menschen an Bord zum Kentern gebracht, teilte die Marine nach Medienberichten vom Donnerstag mit. Drei der Insassen - ein Mädchen, seine Mutter und eine schwangere Frau - seien ertrunken. Nach dem Erdbeben war für mehrere Länder eine Tsunamiwarnung ausgegeben worden, die jedoch nach wenigen Stunden wieder aufgehoben wurde. In Nicaragua waren tausende Menschen aus Küstenorten in Sicherheit gebracht worden.

In Costa Rica kehrte unterdessen wieder der Alltag ein. Obwohl das Beben am Mittwoch eine Stärke von 7,6 hatte, seien die Schäden nur gering, erklärte Staatspräsidentin Laura Chinchilla vor Journalisten. Nach ihren Worten gab es auch keine Toten oder Schwerverletzten. Der Katastrophenschutz hatte hingegen zwei Todesopfer gemeldet: Eine Frau sei an Herzversagen gestorben und ein Bauarbeiter beim Einsturz eines Gebäudes ums Leben gekommen.

Das Zentrum des Bebens lag etwa 140 Kilometer westlich der Hauptstadt San José in etwa 40 Kilometern Tiefe. Betroffen war vor allem die bei Touristen beliebte Halbinsel Nicoya in der Provinz Guanacaste. Dort seien etwa 100 Häuser beschädigt worden, sagte Wohnungsministerin Irene Campos. Das Beben war das zweitstärkste in der Geschichte des mittelamerikanischen Landes: Im April 1991 waren bei einem Erdbeben der Stärke 7,7 rund 50 Menschen in Costa Rica und 80 im benachbarten Panama getötet worden.

dpa

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