Seltenes "Schwarm"-Phänomen

Hunderte Erdbeben erschüttern Kalifornien

San Diego - Kalifornien ist von einem "Erdbebenschwarm" mit mehr als 100 Erdstößen erschüttert worden. Es gibt kaum Schäden, doch in den nächsten Tagen wird mit tausenden solcher Ereignisse gerechnet.

Eine Serie von mehreren Dutzend kleinen und mittelstarken Erdbeben hat am Sonntag den Süden Kaliforniens erschüttert. Nach dem ersten Beben mit einer Stärke von 3,1 folgten im Minutentakt weitere Erdstöße. Das größte Beben hatte eine Stärke von 5,3. Keines von ihnen richtete aber schwere Schäden an. Auch Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Das Beben hatte sein Zentrum etwa fünf Kilometer nordnordwestlich der Ortschaft Brawley im Bezirk Imperial, wie der Geophysiker Paul Caruso erklärte. In Brawley sei es an mehreren Häusern zu kleineren Schäden gekommen, teilte die örtliche Polizei mit. Das Geologische Amt der USA zählte insgesamt mindestens 100 Nachbeben. Sie waren teilweise auch noch in rund 200 Kilometern Entfernung zu spüren.

Spektakuläre Bilder der Naturgewalten

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Zwischen Australien und Tahiti ist auf dem Meeresgrund ein Vulkan ausgebrochen. © ap
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Seit Montag steigen gewaltige Dampfsäulen und Rauchwolken über dem Seegebiet in der Nähe der Insel Tongatapu empor. © ap
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Der Vulkan liegt etwa zehn Kilometer vor der Südwestküste von Tongatapu. © ap
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In dieser Region gibt es etwa 36 unterseeische Vulkane. © dpa
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Wissenschaftler brachen auf, um die heftigen geologischen Aktivitäten genauer zu untersuchen. © ap
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Bekannter sind die Vulkanausbruche auf den Kontinenten, wie dieser des Vulkans Llaima in Chile aus dem Jahr 2008. © dpa
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Ein Lavastrom verschluckt eine Straße auf der Insel La Reunion im Indischen Ozean. © dpa
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Der bekannteste europäische Vulkan ist der Vesuv in Italien. © dpa
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Auch Flutkatastrophen fordern immer wieder Opfer. Besonders betroffen: flache Regionen wie zum Beispiel Holland. Zu sehen: Im Februar 1953 versinkt die niederländische Provinz Zeeland in einer Sturmflut. © dpa
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Hamburg ist immer wieder von Hochwasser betroffen. Hier steht der Fischmarkt am 1. November 2006 unter Wasser. © dpa
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Im Gegensatz zu normalen Hochwasserüberschwemmungen bringen Sturmfluten die Wassermassen in Sekunden. © dpa
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Nach einem Seebeben fegte am 26. Dezember ein Tsunami über Sri Lanka und Teile Thailands. Über 300 000 Einwohner und Urlauber starben. © dpa
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Aufräumarbeiten nach dem Tsunami auf Sri Lanka. © dpa
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Der Orkan Kyrill fegte 2007 über Deutschland. In Sachsen-Anhalt brach er Hochspannungsmasten wie Streichhölzer. © dpa
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Selbst Lastwagen wurden in Thüringen zum Spielball des Orkans. © dpa
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Über 100 Menschen starben nach einem Erdbeben in Pakistan, bei dem dieser Wohnkomplex einstürzte. © dpa
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Zusammengeschoben wie ein Teppich schaut diese Straße auf der japanischen Insel Hokkaido nach einem Erdbeben am 26. September 2003 aus. © ap

Die Erschütterungen im Imperial Valley seien die größte dort registrierte seismische Aktivität seit den 1970er Jahren gewesen, erklärte die Seismologin Lucy Johnson von der US-Behörde USGS. Sie sprach von einem „Schwarm“ von Beben. Solche „Erdbebenschwärme“ seien charakteristisch für die Region. In den nächsten Tagen sei mit Tausenden solcher Ereignisse zu rechnen, meinte sie.

Der Direktor des Südkalifornischen Erdbebenzentrums, Thomas Jordan, erklärte laut „Los Angeles Times“, dies sei ein „sehr aktiver Schwarm“ gewesen. Am Südrand des San Andreas Grabens sei das nicht ungewöhnlich. Dort habe es solche Phänomene schon früher gegeben. Erdbebenschwarm oder Schwarmbeben bezeichnet eine Häufung von Erdstößen in einem Gebiet und einem bestimmten Zeitraum.

Kalifornien ist besonders anfällig für Erdbeben. Wissenschaftler rechnen damit, dass der US-Staat jederzeit von einem Jahrhundertbeben - dem sogenannten „Big One“ - getroffen werden könnte.

dapd/dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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