Erdrutsch in Indonesien: Verzweifelte Suche nach Vermissten

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Verzweifelt wird weiter nach Verschütteten gesucht. Foto: Himawan Listya Nugraha

Jakarta (dpa) - Eine Schlammlawine begräbt in Indonesien ein Dorf unter sich. Die Helfer geben auch am zweiten Tag nach dem Unglück nicht auf und graben nach Verschütteten.

Nach einem Erdrutsch in Indonesien ist die Zahl der Toten auf 24 gestiegen. Die Erdmassen hatten ein Dorf auf der Insel Java unter sich begraben. 84 Dorfbewohner wurden noch vermisst, wie die Katastrophenschutzbehörde des südostasiatischen Landes mitteilte. Die Erdmassen verschütteten am Freitag 105 Häuser und mehrere Autos.

Soldaten, Polizisten und andere Helfer suchten im Schlamm nach Überlebenden. "Mehr als 2000 Mitglieder der Rettungsteams suchen nach weiteren Opfern", sagte Sutopo Nugroho von der Katastrophenschutzbehörde. Die Polizei habe Leichenspürhunde geschickt, um bei der Suche nach Toten zu helfen. Mehr als 590 Menschen hätten durch den Erdrutsch ihre Häuser verloren, sagte Nugroho.

Fernsehbilder vom Samstag zeigten, wie Soldaten und Einwohner mit bloßen Händen versuchten, Trümmer und Geröll wegzuräumen. Zunächst fehlte es an Maschinen und Ausrüstung, um die von den Erdmassen blockierte Straße wieder freizumachen. Retter berichteten, dass fünf der Toten in einem Minivan entdeckt wurden, der von dem Erdrutsch verschüttet wurde.

Indonesiens Staatspräsident Joko Widodo besuchte den Unglücksort am Sonntag. Starker Regen hatte die Rettungsarbeiten am Samstag unterbrochen. Auslöser des Unglücks im Bezirk Banjarnegara auf der Insel Java waren tagelange heftige Regenfälle. Im Jahr 2006 waren in der Region mindestens 90 Menschen gestorben, als ein Erdrutsch ein Dorf unter sich begraben hatte.

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