Erdrutsch in Thailand - Tausende Touristen betroffen

+
Die Marine musste 400 gestrandete Touristen und Einheimische mit Hubschraubern und kleinen Booten von der Insel Tao im Golf von Thailand retten.

Bangkok - Ein Erdrutsch nach schweren Regenfällen hat im Süden Thailands mindestens zehn Menschen in den Tod gerissen. Tausende Touristen wurden von dem völlig unüblichen Unwetter überrascht.

Die für die Jahreszeit völlig unüblichen Unwetter trafen auch tausende Touristen in den populären Urlaubsorten Phuket, Koh Samui und Krabi. Die Marine musste 400 gestrandete Touristen und Einheimische mit Hubschraubern und kleinen Booten von der Insel Tao im Golf von Thailand retten.

In der Ortschaft Khao Phanom in der Provinz Krabi rund 600 Kilometer südlich von Bangkok geriet am Mittwoch an einem Wasserreservoir ein riesiger Erdwall ins Rutschen, berichtete der Distriktvorsteher der Ortschaft Khao Panom, Suphot Channakhet, im Rundfunk. “Wir haben zehn Leichen geborgen, rechnen aber mit mehr Toten“, sagte er. Dutzende Menschen würden vermisst.

Naturkatastrophen: Das sind die gefährlichsten Länder der Erde

Platz 10 unter den gefährlichsten Ländern im Klimarisiko-Index von Germanwatch belegt China. Alle Daten basieren auf dem Natcatservice des Rückversicherers Munich Re von 1990 bis 2008. © dpa
Den 8. Platz in der traurigen Statistik teilen sich die Philippinen... © dpa
...und die Dominikanische Republik.  © dpa
Indien liegt auf Rang 7. © dpa
Platz 6: Haiti. © dpa
Platz 5: Nicaragua. © dpa
Platz 4: Vietnam © dpa
Honduras ist in Punkto Naturkatastrophen das drittgefährlichste Land der Welt.  © dpa
Platz 2: In Birma sind 95 Prozent der Todesfälle und Zerstörungen auf den Zyklon Nargis von 1998 zurückzuführen. © dpa
Das gefährlichste Land der Erde ist Bangladesch. Es stehe vor allem wegen eines Zyklon 1991 mit 140.000 Toten an erster Stelle, sagte Studienautor Sven Harmeling. Das Land werde zudem auch kontinuierlich von Unwettern heimgesucht. © dpa

Auf Koh Samui waren zeitweise tausende Touristen gestrandet, weil Flüge wegen Überflutung des Flughafens gestrichen wurden und die Fähren wegen hoher Wellen nicht mehr fuhren. Die deutsche Botschaft unterrichtete in Thailand gemeldete Deutsche per Email über die Lage. Die thailändische Marine bemühe sich, Notleidenden zu helfen. Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) lief der Verkehr wieder.

Bei den Überschwemmungen sind in dem südlichen Provinzen zwischen dem Golf von Thailand und der Andaman-See seit dem Wochenende mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Solche Wetterbedingungen habe es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben, sagte Smith Dharmasaroja, Chef einer Stiftung für Katastrophenwarnungen. Dafür sei unter anderem das alle paar Jahre aktive Wetterphänomen La Niña verantwortlich, das in diesem Jahr aber ungewöhnlich lange anhalte.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.