Ermittler halten Breivik für Einzeltäter

Oslo - Knapp drei Wochen nach den Doppelanschlägen von Oslo und Utöya erhärten sich die Hinweise, wonach Anders Behring Breivik seine Taten alleine plante und ausführte.

Die norwegische Polizei geht knapp drei Wochen nach den Anschlägen von Oslo und Utöya davon aus, dass der geständige Attentäter Anders Behring Breivik weder bei der Planung noch bei der Ausführung seiner Taten Helfer hatte. Nach insgesamt etwa 40-stündiger Befragung sowie einer Auswertung der im Computer und im Mobiltelefon Breiviks gespeicherten Verbindungsdaten sei sich die Polizei nun ziemlich sicher, dass er allein gehandelt habe und diesbezüglich nicht lüge, sagte der Staatsanwalt Christian Hatlo am Mittwoch.

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Viele Aussagen Breiviks aus den Verhören hätten die Ermittler überprüfen und verifizieren können, sagte Hatlo der Nachrichtenagentur AP. Es sei “bislang keine direkte Lüge“ festgestellt worden. Auch die Ermittlungen ausländischer Behörden hätten die Theorie bestätigt, dass der 32-Jährige als Einzeltäter gehandelt habe. Den Angaben zufolge verhörten die Behörden in den USA etwa Breiviks Schwester in Los Angeles. Nichts spreche für den Verdacht, dass andere Zellen in den Fall verwickelt seien, sagte Hatlo.

In seinem 1.500-seitigen Manifest hatte Breivik erklärt, er stehe mit Gesinnungsgenossen in ganz Europa in Verbindung. Ziel der Bewegung sei es, den muslimischen Einfluss in der westlichen Welt zurückzudrängen, heißt es in der Schrift. Breivik tötete am 22. Juli bei seinen Anschlägen auf das Osloer Regierungsviertel und auf ein Jugendlager auf der Insel Utöya 77 Menschen.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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